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DRK-Umfrage: In 80 Prozent der Einsätze Rettungsgassen blockiert

Archivmeldung vom 20.11.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.11.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Rettungsgasse  Bild: LosHawlos / wikipedia.org
Rettungsgasse Bild: LosHawlos / wikipedia.org

In 80 Prozent aller Rettungseinsätze verlieren Helfer wertvolle Zeit, weil die Rettungsgasse durch Fahrzeuge blockiert wird. Das geht nach Informationen der "Neuen Osnabrücker Zeitung" aus einer Umfrage des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hervor. Nach Angaben von DRK-Bundesarzt Prof. Peter Sefrin wird der durchschnittliche Zeitverlust durch diese Behinderungen auf bis zu fünf Minuten geschätzt. Für einen Patienten, der reanimiert werden müsse, könne dann jede Hilfe zu spät sein.

"Diese Zahlen sind erschreckend. Gerade wenn es um Menschenleben geht, zählt jede Sekunde", sagte DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt der "NOZ". Sie appellierte an die Verkehrsteilnehmer, mehr Respekt gegenüber den Notfallhelfern aufzubringen. "Notärzte und Einsatzteams retten Leben. Das sollte sich jeder immer wieder vor Augen halten", sagte Hasselfeldt. An der Umfrage beteiligten sich insgesamt 96 Rettungsteams des DRK aus Baden-Württemberg, Bayern, dem Saarland, Niedersachsen, Berlin und Sachsen. Zur Abschreckung sind die Bußgelder im letzten Oktober drastisch erhöht worden. Eine Rettungsgasse zu blockieren kann 320 Euro maximal plus Fahrverbot kosten. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) ist damit nicht zufrieden. "Sollten wir feststellen, dass wir mit der jetzigen Höhe der Bußgelder nicht die erhoffte Wirkung erreichen, müssen wir über weitere Erhöhungen nachdenken. Andere europäische Länder wie beispielsweise Österreich sehen sogar Sanktionen bis zu 2180 Euro vor", sagte Pistorius der "NOZ".

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

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