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Deutsche Teams beim Shell Eco-marathon erfolgreich

Archivmeldung vom 11.05.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.05.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Das Ökomobil Sax 3 des Teams "Fortis Saxonia" (TU Chemnitz) fährt beim 25. Shell Eco-marathon auf dem Lausitzring. Foto: Reckimages/Shell
Das Ökomobil Sax 3 des Teams "Fortis Saxonia" (TU Chemnitz) fährt beim 25. Shell Eco-marathon auf dem Lausitzring. Foto: Reckimages/Shell

Unter großem Jubel der 197 angetretenen Teams ging am Sonntag der 25. Shell Eco-marathon Europa 2009 am EuroSpeedway in der Lausitz zu Ende. Dabei konnten die 18 angetretenen deutschen Teams nach zunächst schwacher Halbzeit noch zulegen.

Beim 25. Shell Eco-Marathon auf dem Euro Speedway in der Lausitz erreichte das Team "Fortis Saxonia" der Technischen Universität Chemnitz am 9. Mai 2009 mit einer Streckenleistung von 2.469 Kilometern den neunten Platz im Gesamtwettbewerb. Insgesamt nahmen 197 Teams aus 29 Ländern teil. Erneut hatten die Franzosen die Nase vorn. Den Sieg sicherte sich das Team der Technischen Oberschule Saint-Joseph La Joliverie aus Nantes mit 3.771 Kilometern. Damit konnten die Franzosen zwar ihr bisheriges Ergebnis verbessern, nicht aber den Rekord der ETH Zürich aus dem Jahr 2005 mit 3 836 Kilometern brechen. Unter den Top-10 landete noch ein weiteres der 18 deutschen Teams: Die Fachhochschule Trier sicherte sich mit 3.178 Kilometern den vierten Rang. Sie waren aber wie alle anderen Teams nur acht Runden auf dem Lausitzring unterwegs. Beim Shell Eco-marathon gewinnt das Team, das mit der Energie von umgerechnet einem Liter Super-Benzin am weitesten kommt. Es siegt also nicht das schnellste Fahrzeug, sondern das sparsamste. "Fortis Saxonia" geht seit 2005 jährlich an den Start - bestes Ergebnis war eine zurückgelegte Strecke von umgerechnet 2.552 Kilometern im Jahr 2007, die den fünften Platz bedeutete.

Das Chemnitzer Team hatte in diesem Jahr auf dem Lausitzring mit einigen technischen Problemen zu kämpfen und konnte erst nach der Halbzeit zulegen. "Wir wussten, das da noch was geht", sagte Nino Wagner, von "Fortis Saxonia". Das Ökomobil "Sax 3" ging am letzten Wertungstag mit einer B-Lösung des Motors auf die Strecke. "Nach dem ersten erfolgreich absolvierten Lauf überlegten wir nicht lange. Carina Gerlach, unsere Fahrerin, hatte sich an die Strecke gewöhnt und Sax 3 lief super. Mit einer nun guten Fahrstrategie wurden aus den 2.061 Kilometern des ersten Laufes 2.469 Kilometer und damit nicht nur Platz 9 in der Gesamtwertung, sondern auch Platz 6 in der Wasserstoffwertung", berichtet Patrick Jajko. "Darüber und das von der Jury geäußerte Lob für unsere Öffentlichkeitsarbeit und unser Marketing freuen wir uns natürlich sehr. Wir wissen aber auch, an welchen Problemfeldern wir bis zum nächsten Start auf dem Euro Speedway arbeiten müssen. Zudem suchen wir weiterhin Nachwuchs für unser Team."

Der Rektor der Technischen Universität Chemnitz, Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes, ist über das Ergebnis seiner Studenten sehr erfreut: "Ich gratuliere dem Team und bin froh, dass es - wie im vergangenen Jahr - auch in brenzliges Situationen einen kühlen Kopf bewahrt." Denn 2008 konnten sich die Studenten mit ihrem Auto nach einem Überschlag zwar nicht platzieren, beeindruckten aber dennoch, wie sie aus den Resten des Unfallautos und den Teilen eines anderen Fahrzeugs sehr schnell ein neues Ökomobil zusammenbaute. "Auf dem Lausitzring erreichten sie mit der B-Lösung ihres Motors ein beachtliches Ergebnis. Wenn die Kinderkrankheiten des neuen Motors überstanden sind, fährt Fortis Saxonia künftig noch weiter nach vorn", davon ist der Rektor überzeugt.

Das Ziel des Shell Eco-marathon ist es, mit einem Liter Treibstoff die größtmögliche Strecke zurückzulegen und dabei so wenig Schadstoffe wie möglich auszustoßen. Gestartet wird in zwei Kategorien: Prototypen und UrbanConcepts. Während der Konstruktionsphantasie bei den Prototypen keine Grenzen gesetzt sind, ist bei den UrbanConcepts Straßentauglichkeit Pflicht. Mit dem Shell Eco-marathon unterstreicht Shell sein Ziel, nachhaltige Mobilität zu sichern. "Ich bin sehr stolz darauf, dass sich der Shell Eco-marathon zu einer führenden Bühne zur Präsentation von Innovationen effizienter Mobilität entwickelt hat", sagte der Vorsitzende von Royal Dutch Shell, Jeroen Van der Veer. "Wenn es darum geht, die Herausforderungen der umweltpolitischen Ziele zu meistern, brauchen wir kreative und innovative Ideen dringender denn je", sagte EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso, Schirmherr des 25. Shell Eco-marathon und Ehrendoktor der TU Chemnitz.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft e.V.

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