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Russlandweit arbeitsfrei: Wie verbringen die Russen ihren Maiurlaub?

Archivmeldung vom 29.04.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.04.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Bild: Astrid Dehnel / pixelio.de
Bild: Astrid Dehnel / pixelio.de

Der russische Präsident Wladimir Putin hat erst am 23. April den gesamten Zeitraum vom 1. bis zum 10. Mai für russlandweit arbeitsfrei erklärt. Das bedeutet, dass 2021 noch mehr Russen als sonst die Maifeiertage nutzen werden, um Urlaub zu machen. Doch wo und wie werden sie das tun, fragt das russische online Magazin „SNA News“ .

Weiter ist auf deren deutschen Webseite dazu folgendes zu lesen: "Laut einer Umfrage des russischen Online-Fahrkartenverkaufssystems Tutu.ru und der Zeitung „Iswestija“ haben 39 Prozent der Russen vor, die Maifeiertage auf dem Lande zu verbringen, meist in ihrer Datscha, während 30 Prozent zu Hause bleiben und 11 Prozent arbeiten werden. Nur 20 Prozent planen eine Urlaubsreise, und zwar 15 Prozent in Russland und 5 Prozent im Ausland, wie die Auslandshandelskammer (AHK) Russland in ihrem Morgentelegramm schreibt.

Zu den beliebtesten inländischen Reisezielen gehören neben Sotschi und anderen Urlaubsorten an der russischen Schwarzmeerküste die pulsierenden Metropolen Moskau, St. Petersburg und Kasan sowie zunehmend auch das Gebiet Kaliningrad, die Republik Karelien im russischen Nordwesten, der Baikalsee, das Altai-Gebirge und das nordkaukasische Dagestan.

Ägypten anstelle von Türkei

Im Ausland war in den vergangenen Jahren die Türkei mit Abstand das beliebteste Ziel russischer Touristen. So reisten im Rekordjahr 2019 mehr als 7 Millionen Russen in das Land. Das entspricht 31 Prozent aller russischen Reisenden ins Ausland. Die am 12. April angekündigte Einschränkung des Flugverkehrs mit der Türkei bis mindestens 31. Mai 2021 aufgrund der dortigen Coronalage durchkreuzte die Türkei-Urlaubspläne von 533.000 Russen. Viele von ihnen haben sich seitdem für eine Reise nach Ägypten entschieden, dessen Präsident Abd al-Fattah as-Sisi und sein russischer Amtskollege sich am 23. April auf die Wiederaufnahme von Flügen in die Rotmeer-Ferienorte Hurghada und Scharm El-Scheich einigten. Diese waren nach einem Terroranschlag auf ein russisches Flugzeug seit 2015 nicht mehr durchgeführt worden. Andere Ziele für Fernreisen sind in die Seychellen, die Malediven, Kuba, die Vereinigten Arabischen Emirate, Tunesien, Jordanien, Armenien, Georgien sowie Zypern.

Bezahlter Urlaub zuhause

Ein Großteil der Russen, die sich dieses Jahr daran gehindert sehen, einen Urlaub in der Türkei oder in west- und zentraleuropäischen Ländern zu unternehmen, wird aber Reiseziele innerhalb Russlands ansteuern. Dies wird neben den Reisebeschränkungen durch die verlängerte arbeitsfreie Zeit sowie durch eine gezielte Politik gefördert. Es werden nicht nur Inlandsflüge subventioniert, sondern durch ein sogenanntes „Cashback“-Programm auch Inlandsreisen selbst: Der Staat erstattet bis zu 20 Prozent der Kosten beziehungsweise bis zu 20.000 Rubel (221 Euro), wenn die Reise mit der russischen Geldkarte „Mir“ bezahlt wird. Von der gestiegenen Nachfrage profitiert vor allem der russische Süden: Für Pauschalreisen dorthin berechnen die Anbieter derzeit zwischen 20 und 25 Prozent mehr als im Vor-Corona-Jahr 2019. Dabei fällt auf, dass sich Hotelzimmer im gehobenen Segment einer besonders hohen Nachfrage erfreuen, was auf eine Verlagerung vieler Touristenströme ins Inland hindeutet, schreibt die AHK Russland in ihrem Morgentelegramm. "

Quelle: SNA News (Deutschland)

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