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Amazon führt 3D-Body-Scans an Kunden durch

Archivmeldung vom 08.05.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.05.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Körpermodelle: Amazon will Mode verbessern.
Körpermodelle: Amazon will Mode verbessern.

Bild: Erwin Lorenzen, pixelio.de

Der Online-Versandhändler Amazon lädt Kunden derzeit nach New York ein, um über einen Zeitraum von 20 Wochen ihren Körper regelmäßig scannen zu lassen. Dies geschieht im Zuge der geplanten Etablierung eines 3D-Body-Scanning-Teams, damit Amazon-Kunden künftig sofort passende Bekleidung im Shop bestellen können, wie das "Wall Street Journal" berichtet. Kritiker werfen dem Unternehmen vor, die Privatsphäre seiner Kunden weiter ungraben zu wollen.

Die nach New York geladenen Amazon-Kunden werden neben regelmäßigen Körper-Scans auch zu ihren persönlichen Fitnesszielen, geplanten Gewichtsverlusten oder Diäten und anderen Veränderungen befragt. Abschließend sollen aus diesen Daten statistisch gestützte Rechenmodelle erstellt werden, um bessere Produktempfehlungen an alle Kunden senden zu können.

Sparen durch weniger Retouren

Amazon baut das Body-Scanning-Team derzeit auf. Es soll sich darauf konzentrieren, "statistische 3D-Modelle von menschlichen Körpern zu erstellen, die dann mit Bildern und Videos von anderen Menschen über Deep-Learning-Algorithmen verknüpft werden", heißt es in dem Bericht. Dies würde eine "breite Palette von kommerziellen Anwendungen" für Amazon-Kunden bieten, schreibt das Unternehmen in einer Stellenanzeige.

Amazon fokussiert sich zunehmend auf Bekleidung. Neben der Einführung eigener Modemarken in den vergangenen Jahren wurde auch "Prime Wardrobe" eingeführt, mit der Amazon-Prime-Abonnenten mehrere Kleidungsstücke gleichzeitig für die Lieferung auswählen können. Nicht passende Teile dürfen dann wieder zurückgeschickt werden. Mit zuverlässigen Körper-Scans könnte sich Amazon einige Kosten für Rücksendungen ersparen und Kunden schneller passende Kleidungsstücke finden.

Quelle: www.pressetext.com/Sabrina Manzey

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