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Baumgartner stimmte vor Rekordsprung Todesmitteilung zu

Archivmeldung vom 27.10.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.10.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: Red Bull Stratos / JayNemeth
Bild: Red Bull Stratos / JayNemeth

Der österreichische Extremsportler Felix Baumgartner hat vor seinem Fallschirmsprung aus über 39 Kilometer Höhe einer Mitteilung seines Todes zugestimmt.

In einem Gespräch mit dem Hamburger Nachrichten-Magazin "Der Spiegel" sagte Baumgartner: "Wir hatten entsprechende Pressetexte vorbereitet. Es ist ziemlich bizarr, wenn man einen solchen Text lesen und abnicken muss. Es gibt nicht viele Menschen, die das können. Über diesen Teil der Geschichte will keiner sprechen. Der Mensch generell redet ja nicht gern über den Tod. Wenn du eine Geschichte dieser Größenordnung angehst, an der die Welt teilnimmt, musst du auch für die Kehrseite der Medaille sorgen und nicht dastehen, wenn es passiert, und sagen: Huch, was machen wir jetzt? Die Nasa hat Katastrophenpläne, und genauso musste ich das machen."

Baumgartner hatte sich am 14. Oktober über New Mexico mit einem Ballon in die Stratosphäre tragen lassen, dort stürzte er sich aus einer Kapsel und durchbrach als erster Mensch im Freifall die Schallmauer. Die Kameras, die den Sprung live übertrugen, wären im Extremfall abgeschaltet worden, sagte Baumgartner. "Bei einer solchen Geschichte sieht man ja ab einem gewissen Zeitpunkt, wenn etwas danebengeht. Da bleibt man nicht live drauf, das wäre ethisch verwerflich."

Der Extremsportler äußerte sich im "Spiegel" auch zu den Kosten des Projekts "Stratos", das vom Getränkekonzern Red Bull finanziert wurde. Sein Sprung habe "bei weitem keine 50 Millionen Euro gekostet, wie momentan überall berichtet" werde, sagte Baumgartner und fügte hinzu, es sei weniger als die Hälfte davon gewesen.

Während der Vorbereitungen stand das Unternehmen kurz vor dem Abbruch. Wegen der Enge in seinem Raumanzug litt Baumgartner unter klaustrophobischen Anfällen. "Ich habe es anfangs nur rund eine Stunde lang in dem Anzug ausgehalten. Länger ging nicht. Ich dachte damals, dass das Projekt verloren sei. Ich war am Boden zerstört", sagte er. Erst durch die Zusammenarbeit mit einem Psychologen bekam Baumgartner das Gefühl der Platzangst unter Kontrolle.

"Ich sollte mir vorstellen, dass mir niemand mehr aus dem Anzug raushelfen wird. Eine Art Schocktherapie, aber es wirkte." Nach Baumgartners Rekordsprung hat der britische Unternehmer Richard Branson ein ähnliches Projekt mit einem Sprung aus rund 120 Kilometer Höhe angekündigt. Baumgartner sagte zu dieser Idee: "Unsere 40 Kilometer waren schon schwer zu realisieren. Eine Verdreifachung der Distanz ist einfach nur Schwachsinn."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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