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65 % mehr E-Autos im Jahr 2022 exportiert als im Vorjahr

Archivmeldung vom 23.03.2023

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.03.2023 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Mary Smith
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Bildrechte: Aiways Automobile Europe GmbH Fotograf: Aiways Automobile Europe GmbH

Im Jahr 2022 machten weiterhin Autos mit klassischem Verbrennungsmotor den Großteil der deutschen Pkw-Exporte und -Importe aus, allerdings gewinnt der Außenhandel mit Elektrofahrzeugen zunehmend an Bedeutung. Im Jahr 2022 wurden rund 500 000 Elektrofahrzeuge im Wert von 24,2 Milliarden Euro exportiert. Das waren knapp zwei Drittel (+65,2 %) mehr als im Vorjahr. Damals wurden rund 300 000 Elektroautos im Wert von 12,6 Milliarden Euro ausgeführt. Wichtigster Abnehmer für Elektro-Pkw war im Jahr 2022 das Vereinigte Königreich (mengenmäßiger Anteil 14,0 %), gefolgt von den Vereinigten Staaten (13,1 %). Auch bei den Importen gab es einen Anstieg: Mit 358 000 importierten Elektroautos für 10,5 Milliarden Euro waren es 22,2 % mehr als im Jahr 2021 (293 000 Stück im Wert von 7,6 Milliarden Euro).

Importe von Verbrennern um knapp 13 % zurückgegangen

Die Exporte von Verbrennern waren 2022 dagegen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres: In den drei wichtigsten Hubraumklassen für Pkw mit ausschließlich Verbrennungsmotoren wurden insgesamt 1,48 Millionen Autos im Wert von 55,5 Milliarden Euro exportiert, mengenmäßig 0,3 % weniger als im Jahr 2021. Damals exportierte die deutsche Autobranche 1,49 Millionen Verbrenner im Wert von 48,6 Milliarden Euro. Wichtigster Abnehmerstaat für diese Antriebsart war die Volksrepublik China mit einem mengenmäßigen Anteil von 14,0 %, gefolgt von den Vereinigten Staaten (11,9 %). Die Importe von Verbrennern gingen zurück: 2022 wurden rund 1,0 Millionen solcher Autos im Wert von 23,5 Milliarden Euro eingeführt - und damit 12,8 % weniger als im Jahr 2021. Damals waren es noch 1,2 Millionen Verbrenner im Wert von 24,3 Milliarden Euro.

Bei den hybridangetriebenen Pkw war die Entwicklung uneinheitlich. Im vergangenen Jahr wurden 640 500 sogenannte Mild-Hybride mit Verbrennungs- und Elektromotor für 28,5 Milliarden Euro exportiert - 16,4% mehr als 2021. Importiert wurden 272 000 Hybride (+32,5 % gegenüber Vorjahr) für 8,0 Milliarden Euro. Bei den Plug-In-Hybriden gab es im Jahr 2022 einen Export-Rückgang: 253 300 Hybride für 11,4 Milliarden Euro wurden ausgeführt und damit 4,0 % weniger als im Vorjahr. Importiert wurden 250 600 Hybride (+12,4 %) für 9,0 Milliarden Euro.

66 % mehr E-Autos in den ersten drei Quartalen 2022 produziert

Die deutsche Automobilindustrie produziert hierzulande noch überwiegend Autos mit klassischem Verbrennungsmotor, die Herstellung von Elektroautos nimmt jedoch deutlich zu. In den ersten drei Quartalen 2022 belief sie sich auf rund 375 600 E-Autos im Wert von knapp 16,2 Milliarden Euro. Das waren 66,2 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit setzte sich der Trend des Vorjahres fort: Im Jahr 2021 wurden hierzulande rund 328 000 Autos mit rein elektrischem Antrieb im Wert von 13,7 Milliarden Euro produziert. Das war eine mengenmäßige Steigerung um 85,8 % gegenüber dem Jahr 2020.

Autos mit ausschließlich Verbrennungsmotor wurden nach deutlichem Produktionsrückgang im Jahr 2021 in den ersten drei Quartalen 2022 wieder etwas mehr produziert: Insgesamt 1,7 Millionen Verbrenner liefen vom Band - fast fünf Mal mehr als Elektroautos. Gegenüber den ersten drei Quartalen 2021 war das ein Plus von 5,7 %. Im gesamten Jahr 2021 waren rund 2,2 Millionen Autos mit Verbrennungsmotor im Wert von 73,2 Milliarden Euro produziert worden.

Umsätze in der Automobilindustrie: +30,4 % gegenüber 2021

Die Automobilindustrie ist gemessen am Umsatz die größte Branche des Verarbeitenden Gewerbes. Die 63 Betriebe im Bereich der Herstellung von Personenkraftwagen und Personenkraftwagenmotoren erwirtschafteten im Jahr 2022 einen Rekordumsatz von 385,1 Milliarden Euro, auch aufgrund der gestiegenen Preise. Das sind 17,4 % des gesamten Umsatzes der Industrie in Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahr (295,4 Milliarden Euro) stieg der Umsatz der Autoindustrie damit um fast ein Drittel (30,4 %) und lag um 21,3 % über dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019. Damals hatte er 317,5 Milliarden Euro betragen. Ein Großteil der Umsätze erzielt die Branche durch Exporte: Der Auslandsumsatz machte 2022 gut drei Viertel (76,0 %) des Gesamtumsatzes aus.

Neuzulassungen für Elektroautos 2022 um 32,2 % gegenüber Vorjahr gestiegen

Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes wurden im Jahr 2022 rund 471 000 reine Elektroautos neu zugelassen - ein Plus von 32,2 % gegenüber dem Vorjahr mit 356 000 Neuzulassungen. Demgegenüber standen 1,3 Millionen Neuzulassungen von Pkw mit fossilem Verbrennungsmotor. Damit erreichten Elektro-Pkw einen Anteil von 17,7 % an den Neuzulassungen insgesamt. 2017 hatte der Anteil der E-Autos an den gesamten Pkw-Neuzulassungen noch 0,7 % betragen.

Methodische Hinweise:

Für die drei wichtigsten Pkw-Segmente mit klassischen Verbrennungsmotoren wurden folgende Warenummern des Warenverzeichnisses für die Außenhandelsstatistik zusammengefasst: WA8703 22 10-Pkw mit Ottomotor, 1000 cm3-1500 cm3, WA8703 23 19-Pkw mit Ottomotor, 1500 cm3-3000 cm3, WA8703 32 19-Pkw mit Dieselmotor 1500 cm3-2500 cm3.

Für die Auswertung der Mildhybride wurden folgende Warennummern zusammengefasst: WA8703 40 10-PKW, Ottomotor, Elektromotor, nicht Laden, neu, WA8703 50 00-PKW mit Dieselmotor, Elektromotor, nicht Laden.

Hybridfahrzeuge umfassen: WA8703 60 10-PKW, Ottomotor, Elektromotor, zum Laden, neu und WA8703 70 00-PKW mit Dieselmotor, Elektromotor, zum Laden. Für die reinen Elektrofahrzeuge wurde WA8703 80 10-PKW mit Elektromotor, neu ausgewertet.

Die Umsatzdaten stammen aus dem Monatsbericht im Verarbeitenden Gewerbe. Diese sind nicht preisbereinigt. Es handelt sich um eine Konjunkturerhebung mit einem Berichtskreis von Betrieben mit 50 Beschäftigten und mehr. Die Auswertung erfolgte nach der Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ 2008) für die Unterklasse WZ 29.10.1 "Herstellung von Personenkraftwagen und Personenkraftwagenmotoren".

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)

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