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"Pro Deutschland" will Schmähfilm im November zeigen

Archivmeldung vom 24.09.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.09.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Logo der deutschen Partei Bürgerbewegung pro Deutschland
Logo der deutschen Partei Bürgerbewegung pro Deutschland

Die rechtspopulistische Pro-Deutschland-Bewegung will den umstrittenen Film "Innocence of Muslims" im November in Berlin aufführen. "Wir zielen auf das erste Wochenende im November", sagte Pro-Deutschland-Chef Manfred Rouhs dem "Spiegel". Da der Film noch nicht fertig sei, könne er "noch kein genaues Datum nennen". Aus der Bewegung hieß es, ersatzweise werde mit dem dritten Wochenende im November geplant.

Nach Absagen zahlreicher Kinos als Veranstaltungsort arbeitet Rouhs nach eigenen Angaben daran, den Film in einer Lagerhalle vorführen zu lassen. "Ich habe zwei mündliche Zusagen", sagte Rouhs.

Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt wegen des Films vor Krawallen in Deutschland. Die "islamistische Szene" könne "zu erheblichen Ausschreitungen motiviert werden", heißt es nach "Spiegel"-Informationen in einem internen Papier des BKA. Das "islamisch-terroristische Personenpotenzial" in Deutschland umfasse derzeit mehr als 900 Aktive.

Umfrage: 57 Prozent befürchten Krawalle in Deutschland wegen Mohammed-Film

Nach den blutigen Protesten in muslimischen Ländern gegen den anti-islamischen Film "Innocence of Muslims" fürchtet mehr als die Hälfte der Deutschen (57 Prozent), dass es auch in Deutschland zu Gewaltausbrüchen kommt. Das ergab eine repräsentative Emnid-Umfrage für "Bild am Sonntag". Nur 39 Prozent sind demnach unbesorgt.

Die Wut über den Mohammed-Film stößt bei den Deutschen überdies mehrheitlich auf Unverständnis: 53 Prozent können die Empörung nicht nachvollziehen, Verständnis äußern nur 36 Prozent.

Insgesamt fordern die Bundesbürger von Muslimen mehr Integrationsbereitschaft. 74 Prozent sind der Meinung, dass sich Muslime in Deutschland besser einfügen sollten. 16 Prozent finden die Bemühungen hingegen ausreichend. 54 Prozent der Deutschen gehen noch einen Schritt weiter: Wie Heinz Buschkowsky (SPD), Bürgermeister von Berlin-Neukölln und Buchautor, halten sie Integration in Deutschland generell für gescheitert. 35 Prozent sehen das anders.

Westerwelle droht muslimischen Staaten mit Konsequenzen

Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat muslimischen Ländern, die deutsche Einrichtungen nicht ausreichend schützen, mit Konsequenzen gedroht. "Die Regierungen der Gastgeberländer haben die unbedingte Verpflichtung, ausländische Vertretungen zu schützen", sagte Westerwelle der "Welt am Sonntag". "Wo das nicht geschieht, kritisieren wir es mit Nachdruck. Wo es immer noch nicht geschieht, wird es nicht ohne Konsequenzen bleiben." Der FDP-Politiker kündigte an, deutsche Einrichtungen aus Sicherheitsgründen notfalls zu schließen. Er wolle das aber vermeiden. "Gerade in diesen Zeiten ist es wichtig, dass der Austausch zwischen Ländern und Kulturen fortgesetzt wird", sagte er.

Westerwelle schloss auch nicht aus, dass die gewaltsamen Proteste ein Fall für den UN-Sicherheitsrat werden. "Das kommt darauf an, ob die Lage weiter eskaliert", sagte er. "Wichtig ist, dass in der westlichen Welt verstanden wird, dass die Gewalttäter nicht repräsentativ für die große Mehrheit der Völker in der arabischen Welt sind. Und dass in der islamischen Welt verstanden wird, dass die große Mehrheit der Menschen im Westen ihre Religion nicht nur respektiert, sondern Beschimpfungen und Beleidigungen auch ablehnt."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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