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Dutzende Objekte auf Berliner Museumsinsel beschädigt

Archivmeldung vom 21.10.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.10.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Pergamonmuseum
Pergamonmuseum

Foto: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Auf der Berliner Museumsinsel haben laut Medienberichten Unbekannte Dutzende Ausstellungsobjekte beschädigt. Mehr als zwei Wochen wurde die Öffentlichkeit nicht darüber informiert, so meldet das russische online Magazin "Sputnik".

Der Pergamonaltar
Der Pergamonaltar

Lizenz: Public domain
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Weiter heißt es auf deren deutschen Webseite: "Nach Recherchen von der „Zeit“ und dem Deutschlandfunk ereignete sich der Vorfall am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit. Mindestens 70 Objekte wurden dabei von Unbekannten beschädigt.

Es sei einer „der umfangreichsten Angriffe auf Kunstwerke und Antiken in der Geschichte Nachkriegsdeutschlands“ gewesen.

Man wisse bislang nicht, ob es ein Täter oder mehrere waren. Ob der 3. Oktober absichtlich gewählt wurde, sei ebenfalls unklar. Zu den Motiven sei bislang nichts bekannt.

Ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung sei eingeleitet worden.

Betroffene Objekte

Medienberichten zufolge wurden Dutzende Objekte im Pergamonmuseum, dem Neuen Museum, der Alten Nationalgalerie und an anderen Standorten mit einer öligen Flüssigkeit bespritzt. Darunter seien ägyptische Sarkophage, Steinskulpturen und Gemälde des 19. Jahrhunderts. Die Flüssigkeit habe darauf sichtbare Flecken hinterlassen.

Auf Anfrage von der „Zeit“ und dem Deutschlandfunk hätten die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und die Berliner Polizei bestätigt, dass es Beschädigungen an Ausstellungsobjekten gebe, hieß es in dem Bericht.

Der „Tagesspiegel“ berichtet dabei, dass Besucher, die für den 3. Oktober Museumstickets gebucht hatten, vom Landeskriminalamt angeschrieben worden seien und dringend um Mithilfe gebeten würden. Die Polizei gab auf dpa-Anfrage keine Auskünfte.

Die Verwaltung von Kultursenator Klaus Lederer gab am Mittwoch an, erst aus der Presse von dem Anschlag erfahren zu haben.

Unter anderem verweisen die Blätter darauf, dass im August und September der Verschwörungsideologe Attila Hildmann auf seinem Telegram-Kanal verbreitet hätte, dass sich in dem zu diesem Zeitpunkt noch coronabedingt geschlossenen Pergamonmuseum der „Thron des Satans“ befinde und es das Zentrum der „globalen Satanisten-Szene und Corona-Verbrecher“ sei. Ob diese Aussagen mit den Beschädigungen verbunden sind, sei nicht klar.

Unesco-Weltkulturerbe

Die Museumsinsel gehört seit 1999 zum Unesco-Weltkulturerbe. Anfang Oktober feierte das Pergamonmuseum seinen 90. Geburtstag. Benannt ist es nach seiner bekanntesten Attraktion, dem Pergamonaltar. Er stammt aus dem 2. Jahrhundert vor Christus und gehörte zur Residenz der mächtigen Könige von Pergamon, die im Westen der heutigen Türkei eine Kulturmetropole nach dem Vorbild Athens schufen."

Quelle: Sputnik (Deutschland)


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