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Erste Polizeirabbiner Deutschlands nehmen ihre Arbeit auf

Archivmeldung vom 18.01.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.01.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Rabbiner beim Talmudstudium
Rabbiner beim Talmudstudium

Foto: ישיבת מרכז הרב
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Baden-Württemberg hat als erstes Bundesland zwei Polizeirabbiner berufen. Sie sollen unter anderem Wissen über das heutige Judentum vermitteln und Ansprechpartner für Polizisten mit und ohne jüdischen Glauben sein. Dies schreibt das russische online Magazin „SNA News“ .

Weiter ist auf deren deutschen Webseite dazu folgendes zu lesen: "Auf den Vorschlag des Antisemitismusbeauftragten der Landesregierung, Michael Blume, hatte der Innenminister Thomas Strobl (CDU) den Rabbiner Shneur Trebnik für Württemberg und den Landesrabbiner Moshe Flomenmann aus Lörrach für den badischen Landesteil zu der neuen Aufgabe berufen, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet.

Sie sollen den Polizisten in Baden-Württemberg Wissen über das heutige Judentum vermitteln, als Vertrauensperson dienen und wie auch die 19 christlichen Polizeiseelsorger im Land bei der psychosozialen Notfallversorgung helfen. Auch in die Ausbildung werden sich die Polizeirabbiner einbringen. Für die im März beginnenden Polizeianwärter arbeiten sie derzeit an einem Bildungsplan zu jüdischem Leben in Deutschland.

„Bislang sind wir mit der Polizei oft nur bei Sicherheitsfragen im Gespräch“, sagt Rabbiner Trebnik.

Ihm sei es deshalb wichtig, auch die Vielfalt des Lebens der jüdischen Gemeinden aufzuzeigen. Sein Ziel im Austausch mit der Polizei sei es vor allem, mögliche Vorurteile abzubauen und für Toleranz gegenüber Andersdenkenden zu sorgen. Oft sei beim Thema Juden nur von Antisemitismus oder israelischer Politik die Rede, sagt Trebnik. Die Menschen wüssten zu wenig über das Judentum, nicht nur bei der Polizei.

Das sieht auch Rabbiner Flomenmann so.

„Es bestehen Berührungsängste, aus diesen kann Angst entstehen und daraus dann Hass.“

Eine Folge könnten etwa antisemitische Chatgruppen sein, wie sie bei der Polizei bekannt wurden. Er möchte erreichen, dass das Wissen über das Judentum in der Polizei möglichst breit gestreut ist. Auch jeder Streifenpolizist sollte hier über Wissen verfügen, sagt Flomenmann.

Nicht nur bei der Polizei, auch beim Militär wird das jüdische Leben künftig besser repräsentiert. Bereits im Mai 2020 hat der Bundestag beschlossen, jüdische Militärseelsorger bei der Bundeswehr zu schaffen. 2021 feiert die Bundesrepublik zudem 1700 Jahre jüdisches Leben auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands mit Veranstaltungen über das ganze Jahr verteilt. "

Quelle: SNA News (Deutschland)

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