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forsa-Umfrage: 39 Prozent der Deutschen halten zwei Kinder für wünschenswert

Archivmeldung vom 19.08.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.08.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: JMG / pixelio.de
Bild: JMG / pixelio.de

39 Prozent der Deutschen wünscht sich unter idealen Rahmenbedingungen, bei denen es keinerlei Sachzwänge gibt, insgesamt zwei Kinder. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative forsa-Umfrage, die das Magazin BRIGITTE MOM in Auftrag gegeben hat. 30 Prozent sprechen sich in einer idealen Welt für ein Familienmodell mit drei Kindern aus, 16 Prozent halten vier Kinder für wünschenswert. Lediglich fünf Prozent aller Befragten findet ein Kind für die Wunschplanung optimal.

Die Tendenz zum Wunschmodell mit zwei Kindern zeigt sich vor allem in Ostdeutschland: Hier hätte über die Hälfte der Befragten (53 Prozent) gerne zwei Kinder. Im Westen halten nur 37 Prozent der Befragten zwei Kinder für das ideale Familienmodell. Der Wunsch nach mehr Kindern zeigt sich deutlich in Westdeutschland: Über die Hälfte (53 Prozent) wünscht sich drei oder mehr Kinder, während in Ostdeutschland nur 35 Prozent unter idealen Voraussetzungen eine Großfamilie für die Familienplanung als erstrebenswert erachtet.

Die weiteren Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass die Großfamilie auch in der Realität nicht als erstrebenswert gilt: Insgesamt sprechen sich 67 Prozent der Deutschen in ihrer derzeitigen Situation gegen weitere Kinder aus. Auch hier zeigt sich eine Ost-, Westdifferenz: 77 Prozent der Ostdeutschen können sich keine weiteren Kinder vorstellen, während in Westdeutschland 65 Prozent dies momentan für sich ausschließen. Über ein Drittel der Befragten (37 Prozent) sehen in der schwierigen Vereinbarkeit von Familie und Beruf den entscheidenden Grund gegen weitere Kinder. Dieser Meinung sind vor allem Personen mit geringerem Einkommen bis 1500 Euro (52 Prozent) und jüngere Befragte bis 39 Jahre (52 Prozent). Männer (30 Prozent) nennen diesen Grund hingegen deutlich seltener als Frauen (40 Prozent). Rund ein Viertel der Befragten (25 Prozent) stimmt der Aussage zu, dass man sich den Belastungen eines weiteren Kindes nicht mehr so gut gewachsen fühle, gefolgt von finanziellen Gründen (19 Prozent), die ein weiteres Kind für sie unmöglich machen.

Wann ist der beste Zeitpunkt für das erste Kind? Auf diese Frage sprechen sich 25 Prozent für ein Alter von 30 Jahren aus, für fast ebenso viele (23 Prozent) ist 25 Jahre der optimale Zeitpunkt für das erste Kind. Auch hier zeigen sich geografische Unterschiede: Vor allem in Ostdeutschland (38 Prozent) befürworten die Befragten ein Alter von 25 Jahren, während in Westdeutschland sich die Mehrheit (27 Prozent) für ein Alter von 30 Jahren ausspricht. Als Begründung für die Altersangaben spielt vor allem das bisher Erreichte für die Befragten eine große Rolle: So geben insgesamt 20 Prozent der Befragten an, dass ein gefestigter Lebensgrund die wichtigste Bedingung für das angegebene ideale Alter ist. Dicht gefolgt von 18 Prozent, die der Meinung sind, dass eine Ausbildung bzw. ein Studium vor dem ersten Kind abgeschlossen sein sollte. Vor allem für die Ostdeutschen (30 Prozent) ist dies eine wichtige Voraussetzung für die Familienplanung (16 Prozent im Westen). Einig sind sich Ost und West (jeweils 16 Prozent), Männer (17 Prozent) und Frauen (16 Prozent) in der Aussage, dass Paare eins brauchen, bevor das erste Kind auf die Welt kommt: Die notwendige Lebenserfahrung bzw. Reife sollte bei den Eltern vorhanden sein.

Zu der forsa-Umfrage: Repräsentative Befragung im Zeitraum 2. bis 11. Juli 2014, befragt wurden 500 deutschsprachige Personen zwischen 18 und 45 Jahren mit eigenen Kindern in Privathaushalten in Deutschland.

Quelle: Gruner+Jahr, BRIGITTE MOM (ots)

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