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Zahl der Hitzetoten steigt kontinuierlich

Archivmeldung vom 22.07.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.07.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Thermometer Hitze
Thermometer Hitze

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Die Zahl der Hitzetoten in Deutschland steigt kontinuierlich. Ein entsprechender Trend lasse sich bundesweit beobachten, berichtet der RBB unter Berufung auf eine eigene Recherche. In der Hauptstadtregion sei dieser besonders ausgeprägt. In Berlin und Brandenburg starben dem Bericht zufolge in den Jahren 2018 bis 2020 in den Hitzephasen besonders viele Menschen (1.389): 2020 und 2019 jeweils über 300, im Sommer 2018, als es im Juli und August längere Zeit besonders viele aufeinanderfolgende extreme Hitzetage gab, wurden sogar über 750 hitzebedingte Todesfälle registriert.

In Berlin starben in diesem Zeitraum 758 Menschen hitzebedingt (2018: 398, 2019: 186, 2020: 174), in Brandenburg 631 (362, 126, 143). "Man kann schon sehen, dass die Anzahl der Hitzewellen zugenommen hat, insbesondere in den letzten fünf Jahren", sagte Martin Axnick vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, dem RBB. "Und diese höhere Anzahl der Hitzewellen hat natürlich auch einen Einfluss auf die Hitze-Sterblichkeit. Es sterben einfach mehr Leute, weil es mehr Hitzewellen gibt." Die Lebensgefahr trifft vornehmlich ältere Menschen und Vorerkrankte. Einen einzelnen Todesfall auf Hitze zurückzuführen, ist allerdings besonders schwierig. Auf dem Totenschein steht dann eher Herzinfarkt oder Schlaganfall, auch wenn der Mensch ohne Hitze nicht kollabiert wäre.

Statistisch allerdings ist der Effekt klar zu erkennen. Zwischen der Hauptstadt Berlin und dem Land Brandenburg gibt es statistische Unterschiede, auch wenn der Trend gleich ist. "Berlin ist einfach heißer als Brandenburg", sagte Axnick zu "RBB24-Recherche", und zwar im Durchschnitt der letzten drei Jahrzehnte um 0,7 Grad. Die Ursache liege darin, dass eine Großstadt eng bebaut sei, sich stärker aufheize und schlechter abkühle. "Und genau darum haben wir in Berlin auch mehr heiße Tage identifiziert." Aber auch das Durchschnittsalter der Bevölkerung spiele eine Rolle: der demografische Faktor, die Alterung der Bevölkerung, sei auf dem Land ausgeprägter als in der Stadt - was die hitzebedingte Sterberate zwischen Stadt und Land wieder angleiche.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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