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Hochschulen fordern Digitalisierungspauschale

Archivmeldung vom 27.04.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.04.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Digitalisierung weiter gedacht: Wo ist die Grenze? Wieviel Menschlichkeit soll aufgegeben werden und wofür überhaupt? (Symbolbild)
Digitalisierung weiter gedacht: Wo ist die Grenze? Wieviel Menschlichkeit soll aufgegeben werden und wofür überhaupt? (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Der Präsident der Hochschulrektoren, Peter-André Alt, fordert für die Digitalisierung der Hochschulen eine jährliche Pauschale von rund 270 Millionen Euro. Aktuell arbeiteten die Hochschulen oft mit provisorischen Lösungen, sagte der HRK-Präsident dem "Handelsblatt".

Diese finanzierten sie mit Geldern, "die sie kurzfristig für den reduzierten Präsenzbetrieb nicht benötigen". Mittelfristig brauchten sie jedoch große Summen für Lizenzen, die digitale Aufrüstung der Verwaltungen, "und wenn wir die Digitalisierung wirklich ernst nehmen, natürlich auch für Kameras und Studios, Reallabore und Cloudservice und vor allem für qualifiziertes Personal".

Man brauche eine flächendeckende lokale WLAN-Versorgung, die Bandbreiten müssten erhöht, die Server- und Speicherinfrastruktur sollte ständig optimiert werden. "Auch die regelmäßige Weiterqualifizierung für die digitale Lehre kostet Geld", sagte Alt. Für das digitale Lernen und Lehren "sollten etwa Makerspaces, also offen zugängliche High-Tech-Werkstätten mit Zugang zu aktuellen Maschinen, Werkzeugen und Software, eingerichtet werden". Denn auch nach Corona "sollten die großen Vorlesungen weiterhin von zu Hause und zeitversetzt verfolgt werden können", verspricht der Rektorenpräsident. Selbst für die früher oft überfüllten Laborkurse berge die Digitalisierung Entlastungspotenzial, denn "auch dort ist heute nicht nur die Auswertung von Versuchen, sondern teilweise sogar das Arbeiten am Mikroskop online machbar".

Generell funktioniere digitale Hochschullehre aber nur flächendeckend, "wenn der Staat seine Hausaufgaben bei der Infrastruktur macht", so Alt. Es gebe aktuell Fälle, "wo Studierende - so absurd es klingt - in die Hochschule kommen müssen, um an digitalen Vorlesungen teilzunehmen, weil es eben gerade an ein paar `Milchkannen` nur eine miserable Internetanbindung gibt, unter der ja auch Mittelständler leiden". Auch manche Wohnheime hätten kein WLAN - "und in manchen dieser Waschbetonbauten aus den 70ern kann man nicht mal telefonieren". Für das Sommersemester fordert der HRK-Präsident, dass alle Länder die nötigen Regeln für Online-Prüfungen erlassen, denn nur dann gebe es "für die Prüfungen im Sommer Rechtssicherheit".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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