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Neuer Bischofsvorsitzender Marx warnt vor Kirchen-Dezentralisierung

Archivmeldung vom 15.03.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.03.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Reinhard Kardinal Marx Bild: Wolfgang Roucka / wikipedia.org
Reinhard Kardinal Marx Bild: Wolfgang Roucka / wikipedia.org

Der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Kardinal Reinhard Marx, hat vor übertriebener Dezentralisierung in der Kirche gewarnt. "Ich sage klar: Wir brauchen eine starke Zentrale. Rom ist wichtig für die katholische Kirche", sagte Marx im Interview mit der "Welt am Sonntag". "In den großen, wichtigen Fragen wie etwa auch dem Zölibat oder der Frage der wiederverheiratet Geschiedenen wird weiterhin eine gemeinsame, gesamtkirchliche Entscheidung notwendig sein."

Der 60 Jahre alte Erzbischof von München war am Mittwoch in Münster zum neuen DBK-Vorsitzenden gewählt worden. Bei der Frage, ob man wiederverheiratet Geschiedene unter Umständen wieder zu den Sakramenten zulassen könnte, verwies Marx auf einen Vorstoß des deutschen Kardinals Walter Kaspar bei einem Kardinalstreffen in Rom. "Er schlägt vor, dass Geschiedene, die ihr Scheitern anerkennen, nach einer Bußzeit eine Wiederzulassung zu den Sakramenten beantragen können", so Marx. "Die Kardinäle haben sehr unterschiedlich auf diesen Vorschlag reagiert. Ich persönlich halte ihn für einen gangbaren Weg, der aber immer auf einzelne Fälle bezogen sein muss."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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