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Clanmitglied soll während Haftzeit Drogendeal eingefädelt haben

Archivmeldung vom 18.12.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.12.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bundeskriminalamt
Bundeskriminalamt

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

In dem Großverfahren des Bundeskriminalamts gegen eine mutmaßliche Bande von Kokain-Großdealern werden neue Details bekannt. So verbüßte einer der Verdächtigen, der dem Bremer Miri-Clan angehört, zur Tatzeit eigentlich eine Gefängnisstrafe.

Laut "Spiegel"-Bericht wird dem Vorbestraften vorgeworfen, im Mai an der Einfuhr von mehr als einer Tonne Kokain beteiligt gewesen zu sein. Zu diesem Zeitpunkt saß er in der Justizvollzugsanstalt Bremen eine Haftstrafe ab. Ihm wurde jedoch offener Vollzug bewilligt. Diese Entscheidung der Justiz könnte dem Mann die Beteiligung am internationalen Rauschgifthandel ermöglicht haben, notierten BKA-Ermittler in einem Vermerk.

Ein Sprecher der Bremer Justizsenatorin Claudia Schilling (SPD) teilte mit, dass in diesem Fall Einiges für den offenen Vollzug gesprochen habe. So sei es etwa lediglich um eine kurze Haftstrafe gegangen, auch habe der Mann einen festen Wohnsitz gehabt. "Zudem waren zum Haftantritt aktuelle Veränderungen im Lebenszuschnitt und in den sozialen Bezügen sichtbar, die das Ausklingen oder gar den Abbruch einer kriminellen Karriere andeuteten", so der Sprecher. Der Rechtsanwalt des Mannes ließ eine Anfrage zu den Vorwürfen unbeantwortet. Der Fall ist Teil eines Mammutverfahrens des Bundeskriminalamts (BKA) und der Staatsanwaltschaft Hamburg gegen den organisierten Drogenhandel.

Die Ermittlungen mit dem internen Codenamen "Festspiele" gelten als einer der wichtigsten Fälle des BKA im sogenannten Encrochat-Komplex. Sie gehen zurück auf einen riesigen Datenschatz. Dabei handelt es sich um Millionen Chatnachrichten von einem Server der Firma Encrochat. Das vermutlich niederländische Unternehmen bot der Unterwelt über viele Jahre sogenannte Kryptohandys an, deren Verschlüsselung für Ermittler lange nicht zu durchdringen war. Europaweit zählte die Firma wohl rund 60.000 Kunden - laut Polizei fast ausschließlich Straftäter. Im Frühjahr gelang es französischen und niederländischen Behörden, die Verschlüsselung zu knacken.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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