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Magazin: Betrug mit Kraftstoffen verursacht Millionen-Steuerschäden

Archivmeldung vom 28.10.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.10.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
3 Kammer Spezial-Jumbo-TKW mit insgesamt 58 m³ Fassungsvermögen
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Foto: Meppen
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Durch bandenmäßig organisierten Kraftstoff-Schmuggel entgehen dem Staat immer mehr Steuereinnahmen. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, forderte der Zoll im vergangenen Jahr 25,4 Millionen Euro von Sprit-Betrügern zurück, fast sechs Mal mehr als 2011. Auch die Zahl der beim Zollkriminalamt (ZKA) in Köln eingeleiteten Ermittlungsverfahren stieg demnach deutlich - von 129 im Jahr 2010 auf zuletzt 465.

ZKA-Sprecher Wolfgang Schmitz sagte dem Magazin: "Wir haben es zunehmend mit internationalen Tätergruppen aus dem Bereich der schweren und organisierten Kriminalität zu tun." Derzeit ermitteln mehrere Staatsanwaltschaften im gesamten Bundesgebiet wegen Steuerdelikten im Zusammenhang mit Kraftstoffen.

Vor wenigen Wochen stoppten Polizei und Zoll dem Bericht zufolge eine deutsch-polnische Bande in Brandenburg. 29 Beschuldigte sollen mit gepanschtem Diesel, der in der Schmugglerszene "Mafia-Diesel" heißt, gehandelt haben. Um den Zoll zu täuschen, deklarierten die mutmaßlichen Täter das Gemisch als abgabenfreies Schmieröl und verursachten einen Steuerschaden von mehr als drei Millionen Euro.

In einem anderen Fall verurteilte das Amtsgericht Duisburg am 15. Oktober einen Spediteur zu zwei Jahren und drei Monaten Haft. Er hatte den Angaben zufolge vier Millionen Liter unversteuerten Kraftstoff illegal aus Belgien eingeführt und damit seine Autos betankt. Ein kürzlich verurteilter Sprit-Betrüger aus Bayern muss knapp sechs Jahre ins Gefängnis. Seine Bande hatte 268 Tanklaster mit jeweils 30.000 Litern Diesel-Gemisch als abgabefreien "Rostreiniger" deklariert. Hier sei ein Steuerschaden von 7,3 Millionen Euro entstanden, hieß es.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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