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Gestohlenes Kirchengeld für Drogen und Orgien: Haftstrafe für italienischen Priester

Archivmeldung vom 10.12.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.12.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Bild: Screenshot Twitter
Bild: Screenshot Twitter

Ein italienischer Priester mit dem Spitznamen „Priester Pusher“ ist zu drei Jahren und acht Monaten Gefängnis verurteilt worden, weil er Gemeindefinanzen für gottlose Bedürfnisse – Drogenkonsum und -handel – gestohlen hat. Darüber berichtete die Zeitung „Corriere della Sera“.

Weiter ist auf der deutschen Webseite des russischen online Magazins "SNA News" zu lesen: "Das Geld wurde demzufolge von Gläubigen gespendet, um den ärmsten Mitgliedern der Gemeinde zu helfen. Der Priester behielt es jedoch und gab es für Drogen und Orgien aus.

Der Priester, der angeblich mehrere männliche Partner, mit denen er ungeschützten Sex hatte, nicht informiert hatte, dass er HIV-positiv war, schaffte es, dass der Vorwurf versuchter schwerer Körperverletzung fallengelassen wurde.

Der Angeklagte nahm nach Angaben der Anwälte antiretrovirale Medikamente, und behauptete, die Partner über seinen HIV-Status informiert zu haben. Medienberichten zufolge soll er bei den Orgien Drogen eingesetzt haben, die für Vergewaltigungen bestimmt waren.

Dem Bericht zufolge wird Francesco Spagnesi einen Teil seiner Haftzeit in einer therapeutischen Gemeinschaft verbringen, wo er wegen seiner Drogensucht behandelt werden und gleichzeitig sozialen Dienst leisten wird.

Der „nicht so heilige Vater“, der Reue gezeigt hat, soll auch die rund 300.000 Euro, die er aus seiner Gemeinde gestohlen hat, zurückzahlen. Das geht aus dem diese Woche gefällten Urteil hervor.

„Ich wollte der Hirte meiner Gläubigen sein, sie auf die Wege des Herrn führen, und bin in Laster und Verderben gelandet“, wird er nach dem Urteil zitiert.

Sein Partner, der 40-jährige Alessio Regina, wurde wegen Beteiligung an Kauf und Verkauf von Kokain zu drei Jahren und zwei Monaten Gefängnis verurteilt.

Den Ermittlungen zufolge gehörten zu Spagnesis Partys er selbst, sein mit Drogen handelnder Mitbewohner und mindestens eine weitere Person. Die Männer sollen sich über Schwulen-Dating-Seiten kennengelernt haben.

Die wöchentlichen Versammlungen zogen mitunter deutlich größere Menschenmengen von 20 bis 30 Personen an.

Das feiernde Paar soll bei der Einfuhr einer großen Drogenlieferung nach Italien erwischt worden sein, die von dem Geld der Gemeinde gekauft worden war.

Spagnesi war im Alter von nur 27 Jahren zum Gemeindepfarrer geweiht worden. Er hatte zugegeben, vor etwa zehn Jahren angefangen zu haben, mit Drogen zu experimentieren.

Die Diözese in der Region Toskana enthob ihn von seinen kirchlichen Pflichten, als die Geschichte im September bekannt geworden war."

Quelle: SNA News (Deutschland)

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