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IRA-Anschlag auf Kaserne in Osnabrück: Mutmaßlicher Beteiligter festgenommen

Archivmeldung vom 15.12.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.12.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Beamte des Bundeskriminalamts haben am Flughafen Frankfurt am Main einen 47 Jahre alten Briten wegen des Verdachts der Beteiligung an einem Anschlag auf eine britische Militäreinrichtung Osnabrück im Jahr 1996 festgenommen. Der Beschuldigte war der Bundesrepublik Deutschland zuvor durch irische Behörden überstellt worden, teilte die Bundesanwaltschaft am Donnerstag mit. Demnach hatte die Festnahme bereits am Dienstag stattgefunden, am Mittwoch ordnete der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs Untersuchungshaft an.

Der Haftbefehl war gegen den Mann bereits im Juli 1996 erlassen worden. Der aus Belfast aus Nordirland stammende Beschuldigte sei dringend verdächtig, sich als Mitglied einer kämpfenden Einheit der ausländischen terroristischen Vereinigung "Provisional Irish Republican Army" (PIRA) am 28. Juni 1996 an dem Anschlag auf die britische Kaserne "Quebec Barracks" in Osnabrück gemeinsam mit weiteren Mitgliedern seiner Einheit beteiligt zu haben, hieß es in der Mitteilung.

Dabei wurden drei Mörsergranaten auf das Gelände der Kaserne abgeschossen, von denen eine innerhalb des Kasernengeländes detonierte. Zum Zeitpunkt des Anschlags befanden sich etwa 150 Angehörige der britischen Rheinarmee auf dem Kasernengelände. Personen kamen nicht zu Schaden. Im näheren und weiteren Umkreis der Anschlagstelle der detonierten Granate entstanden erhebliche Sachschäden auf dem Kasernengelände sowie an Wohnobjekten in der näheren Umgebung.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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