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Testbetrug: 5,7 Millionen in sechs Monaten ergaunert – mildes Urteil für Türken (20)

Archivmeldung vom 01.06.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.06.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Freepik / WB / Eigenes Werk
Bild: Freepik / WB / Eigenes Werk

Der 20-Jährige Emre aus Freiburg ergaunerte in nur einem halben Jahr mit einem nicht existierenden Corona-Testzentrum fast sechs Millionen Euro. Er rechnete einfach dreist Corona-Tests, die niemals durchgeführt wurden, mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) ab. Diese überwies einfach ohne jede Prüfung munter das Geld. Emre wurde nun wegen Betrugs schuldig gesprochen. Dies berichtet das Magazin "Wochenblick.at".

Weiter berichtet das Magazin: "Die Frage die sich stellt: ist der junge Mann der einzige, der dieses System ausnutzte, oder wurde dieses gar extra so angelegt, damit möglichst viele solche Betrügereien durchziehen können? Im Dezember begann in Bochum ein Verfahren: da geht es gleich um 70 Test-Zentren und einen 25 Millionen-Betrug.

Zu seiner Verteidigung meinte der 20-Jährige mit türkischen Wurzeln, dass er nur zeigen habe wollen, wie einfach die Kassenärztliche Vereinigung (KV) hereinzulegen ist. Es sei nur eine im Zuge einer Feier geborene Schnapsidee gewesen, versicherte der nicht rechtskräftig Verurteilte. Da sein Vater mehrere Testzentren betreibt, wusste er offensichtlich, wie einfach es war an das Geld der KV zu kommen. Wie viele wussten noch, dass das so einfach geht und haben sich ebenfalls bedient?

So einfach gings: Einladung zum Betrug?

Mit nur wenigen Mausklicks konnte er sich ganz einfach im August 2021 dort registrieren. Selbst die Adresse für das inexistente Corona-Testzentrum hat offenbar niemanden skeptisch gemacht: sie lag in der Freiburger Partymeile! Von März bis Juni hat Emre dann 491.000 Corona-Tests in Rechnung gestellt. Nachweise dafür musste er nicht liefern. Die 5,7 Millionen Euro wurden einfach überwiesen.

Aufgeflogen wegen Geldwäschegesetz

Aufgeflogen ist die Sache dann bei der Bank. Denn wenn auffälige Beträge, auf ein Konto angewiesen werden, sind Banken nach dem Geldwäschegesetz verpflichtet die Behörden einzuschalten. Erst so bekamen die Ermittler Wind von der Sache. Die Bank hat die 5,7 Millionen Euro bereits nach kurzer Zeit wieder zurückgebucht.

Strafmilderung:

Der Verteidiger meinte vor Gericht: “Die Kassenärztliche Vereinigung zahlt, ohne jede Prüfung, 5,7 Millionen Euro einem 20-Jährigen aus. Wie kann das sein?”

Dass dieser Millionen-Betrug derart einfach durchzuführen war, ergab sogar eine Strafmilderung durch das Amtsgericht, laut einem Bericht. Dieses hat sich zu einer Bewährungsstrafe auf 1 Jahr entschlossen. Dann soll entschieden werden, ob über den 20-Jährigen eine Jugendstrafe verhängt wird. Auch 1.500 Euro Geldstrafe muss er bezahlen.

Die Begründung des Gerichtes für das extrem milde Urteil mutet schon eigenartig an: weil es so einfach war und sich um einen derart großen Betrag dreht, gibt es Strafmilderung!? Das Urteil ist vorerst nicht rechtskräftig, daher gilt weiter die Unschuldsvermutung.

Emre kein Einzelfall

Es dürfte wohl recht viele ähnlich gelagerte Fälle geben. Wegen Abrechnungsbetrugs bei Testzentren wird etwa allein in Baden-Württemberg in Dutzenden Verdachtsfällen ermittelt, in 14 Fällen sind Strafanzeigen bereits erfolgt, laut einem Bericht. Und in Bochum begann im Dezember ein Prozess gegen Betreiber von mehr als 70 Teststellen deutschlandweit. 25 Millionen Euro sollen hier mit nicht durchgeführten aber abgerechneten Test ergaunert worden sein.

Und das Geld der KV kommt natürlich vom Steuerzahler, eh klar. Sonst würde es ja wohl auch nicht so locker sitzen. Ist das erst der Anfang der Aufdeckung eines MEGA-Betrugsystems?"

Quelle: Wochenblick

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