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Vorwürfe gegen Landesbergamt in Niedersachsen

Archivmeldung vom 22.11.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.11.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Kavernen-Informationszentrum Etzel
Kavernen-Informationszentrum Etzel

Foto: Matthias Süßen
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Nach dem Ölunfall auf einem Kavernenfeld im niedersächsischen Etzel gerät das Landesbergamt (LBEG) als Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde in die Kritik. Nachdem eine Bürgerinitiative Strafanzeige gestellt hat, wirft jetzt der CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Mattfeld der Behörde zu große Nähe zur Industrie vor: "Die Vermischung von Genehmigung und Fachaufsicht ist in jedem Fall kritisch."

Das Landesbergamt genehmigt und überwacht nicht nur den Betrieb der Kavernenanlage in Etzel. Es ist auch für die Ergasförderung in Niedersachsen und für das Thema Fracking zuständig. Die Förderung von Öl und Gas oder der Betrieb von Kavernen ist für Niedersachsen ein gutes Geschäft. Allein 37 Prozent am Erlös von gefördertem Erdgas und 19 Prozent beim Erdöl kassiert das Land - jährlich mehr als 700 Millionen Euro. 95 Prozent des deutschen Erdgases werden bereits jetzt in Niedersachsen gefördert. "Ich hätte gedacht, nach dem Regierungswechsel würde sich am politischen Umgang mit dem LBEG etwas ändern", sagt Mattfeldt, "aber SPD und Grüne verhalten sich nicht anders als vorher CDU und FDP".

Quelle: Weser-Kurier (ots)

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