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Der große Coup des Oliver Lazarus

Archivmeldung vom 13.09.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.09.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
E.ON Wstf. Weser Challenge 9. - 12. September 2010
E.ON Wstf. Weser Challenge 9. - 12. September 2010

Die erste Sensation ist perfekt. Der 22-jährige Oliver Lazarus von der Republik Südafrika hat das Sprehe Championat von Paderborn für sich entschieden. Mit Cassiano Z ging er als erster Starter ins elfköpfige Stechen. "David Mc Pherson hatte mir am Abreiteplatz noch mit auf den Weg gegeben, ich soll Gas geben und nicht vergessen, hoch zu springen - das habe ich dann gemacht", erzählte der strahlende Sieger. In der Tat legte Lazarus mit dem 13-jährigen Carthago Z-Akteur-Nachkommen eine klasse Runde vor, blieb fehlerfrei in der Zeit von 42,28 Sekunden.

Erst der letzte Starter hätte beinahe das Ergebnis des Jungspundes knacken können: Marco Kutscher mit Allerdings. "Eigentlich hatte ich auch das Gefühl, dass ich schneller bin. Ich wollte sogar schon den Helm vor Jubel hochreißen. Zum Glück habe ich nochmal genauer auf die Anzeigetafel geschaut", gab der Riesenbecker Reiter seinen Beinahe-Faux-Pas lachend zu. Kutscher hatte es ebenfalls fehlerfrei durch den Stechparcours geschafft, in der Zeit von 42,47 Sekunden. "Auf dem Weg zum letzten Hindernis habe ich die Zeit verbummelt. Einen Galoppsprung zu viel habe ich da reingezwirbelt", so die Erklärung des 35-Jährigen. An Lazarus gab es einfach kein Vorbeikommen. Ausgerechnet. Schließlich hatte der Südafrikaner einige Jahre unter anderem von Marco Kutscher gelernt. Seit 2006 ist Oliver Lazarus in Deutschland, ging damals mit seinen Pferden in den Stall von Ludger Beerbaum. "Eine wichtige Zeit, ich habe dort unglaublich viel gelernt. Unter anderem von Marco ", erzählt Oliver Lazarus, der Anfang vergangenen Jahres zunächst von Riesenbeck nach Albersloh in den Stall von Bundestrainer Otto Becker wechselte. Mittlerweile hat er sich in Rosendahl mit acht Pferden im Stall von Claudia Kichhoff selbstständig gemacht. Der gestrige Erfolg im Championat mit Cassiano Z, den er schon siebenjährig unter den Sattel bekam, ist sicher der größte seiner Karriere.

Und noch einer unter den Top-Drei im Sprehe Championat von Paderborn feierte einen seiner größten Erfolge: Chris Chugg aus Australien, der sich seit sieben Monaten nun schon in Deutschland aufhält, um sich mit Vivant gezielt auf die Weltreiterspiele in Kentucky vorzubereiten. Er blieb ebenfalls ohne Abwürfe in der Zeit von 44,49 Sekunden. Vor allem freute er sich aber gestern schon auf den heutigen Großen E. ON Westfalen Weser Preis, der gleichzeitig Wertungsprüfung der vierten Etappe der DKB-Riders Tour ist. "Dort wird es sicherlich nochmal eine Nummer schwerer", so Chuggs Einschätzung. Der Reiter aus New South Wales befindet sich im Ranking auf dem vierten Platz. Morgen kann er weiter punkten.

Zwischenfazit des Veranstalters

Auch Turnierveranstalter Volker Wulff zeigte sich am Samstagabend überaus zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Veranstaltung. "Wir haben hervorragenden Sport gesehen, das gute Wetter hat sich ebenfalls zu uns gesellt und das Turnier war besonders heute sehr gut besucht." Besser kann es aus Veranstalter-Sicht natürlich kaum laufen. Insgesamt pilgerten 8.500 Zuschauer auf den Schützenplatz von Paderborn.

Was macht Lynch?

Der traditionell am besten besuchte Tag kommt aber noch: am Sonntag findet zudem der sportliche Höhepunkt mit dem Großen E.ON Westfalen Weser Preis statt. Der ist gleichzeitig Wertungsprüfung der vierten DKB-Riders-Tour-Etappe. Dort führt der Ire Denis Lynch mit 45 Punkten vor Heiko Schmidt mit 27 Punkten. "Denis ist ein wenig enteilt, aber es ist immer noch alles offen", meint Tour-Chef Paul Schockemöhle. Wer kann den Iren, der in Topform ist und über mehrere Grand-Prix-Pferde verfügt, bremsen? Die Antwort gibt es im Parcours.

Brite Davenport gewinnt die zweite Quali des Bioranch Youngster Cups

"Catinka wirkt immer so harmlos, tatsächlich ist sie eine Prinzessin im Stall und im Parcours wird sie zum Hooligan", lacht James Davenport. Der Brite hat gut Lachen, schließlich hat er gestern Vormittag mit der Contendro-Argentan-Tochter die zweite Qualifikation im Bioranch Youngster-Cup gewonnen. Die sieben- und achtjährigen Springpferde sollen hier ihr Talent unter Beweis stellen. Am besten gelang das eindeutig Catinka mit ihrem Reiter Davenport. "Ich habe sie jetzt seit zwei Jahren in meinem Stall - ich würde behaupten, sie ist das beste Nachwuchspferd, das ich jemals hatte." Fehlerfrei kam er nach 64,57 Sekunden deutlich schneller als die Konkurrenz über die Ziellinie. Da wundert es nicht, dass der 28-Jährige dem heutigen Finale optimistisch gegenüber steht. "Ich denke, es ist alles möglich. Klar, ein Fehler kann immer schnell passieren. Aber ich traue Catinka allerhand zu", meinte der Brite nach seinem gestrigen Erfolg.

Ähnlich ergeht es auch der Zweitplatzierten von gestern: Katrin Müller. Sie setzt im Bioranch Youngster Cup auf die siebenjährige Beirut. Die Baloubet de Rouet-Polydor-Tochter kennt sie schon seit Fohlenbeinen an. Die Amazone hat sie selbst angeritten, hat mit ihr den klassischen Weg über Springpferdeprüfungen eingeschlagen. Nun ist Beirut das erste Jahr in der Youngster-Tour unterwegs und hat bereits ein Zwei-Sterne-S gewonnen. "Wenn man ein Pferd so lange kennt, ist das sowieso ein besonderer Erfolg. Aber sie wurde zudem noch von vielen unterschätzt, da freut es mich umso mehr."

Herford siegt in der Janz Team Trophy

Elf Kreisreiterverbände waren angetreten, um die begehrte Janz Team Trophy 2010, einer Mannschafts-Springprüfung der Klasse M, für sich zu entscheiden. Am Ende hatte das Team Herford klar die Nase vorn. Markus Brinkmann mit Pikeur Cannavaro, Michael Symmank mit Pikeur For Fun, Markus Tschischke mit Weica blieben fehlerfrei, Florian Meyer zu Hartum kassierte mit Little Tom einen Hindernisfehler und lieferte damit das Streichergebnis. Zweitbeste Mannschaft war Paderborn I, auf Platz drei landete das erste Team vom Kreisreiterverband Lippstadt.

Ergebnisüberblick vom Samstag 11. September 2010 Springprüfung SML Tour - Small Zwei-Phasen, dotiert mit 1000 Euro: 1. Pia-Luise Distel (Wächtersbach) mit Tinette 29.60 sec/0SP; 2. Sarka Capkova (Tschechien ) mit Cooper S 33.64/0; 3. Flaminia Straumann (Schweiz) mit Twister S 28.92/4; 4. Sarka Capkova (Tschechien) mit Arezzo 30.69/4; 5. Greg Legear (Irland) mit For Argentinus 35.95/4; 6. Jörg Mayerföls (Bad Schussenried) mit Sissi 39.50/4;

Springprüfung SML Tour - Medium Zwei-Phasen, dotiert mit 1200 Euro: 1. Jacqueline Henning (-) mit Athena 29.00/0; 2. Birgit Weiland (Kroatien) mit Lady Untouchable 31.62/0; 3. Kathrin Leibold (Wismar) mit Nele 35.83/0; 4. Josef-Jonas Sprehe (Cloppenburg) mit Canyamel 34.82/4; 5. Sofia Fast (Schweden) mit Stranger S 45.13/5; 6. Olivia Petzold (Hamburg) mit Palma 41.78/4;

Springprüfung SML Tour - Large Zwei-Phasen, dotiert mit 1600 Euro: 1. Flaminia Straumann (Schweiz) mit Night Train 31.05/0; 2. Tae Sato (Japan) mit Vrouwe Toltien 31.69/0; 3. Arundell Davison (Großbritannien ) mit Rocketman 31.70/0; 4. Samina Hayat (Dänemark) mit Mad Max A.W. 29.76/4; 5. Nasser Al-Zahem (Kuwait) mit Cupido 30.17/4; 6. Josef-Jonas Sprehe (Cloppenburg) mit T-Star Z 31.50/4;

Springprüfung Bioranch Youngster-Cup 2. Qualifikation, dotiert mit 2000 Euro: 1. James Davenport (Großbritannien) mit Catinka 64.57/0; 2. Kathrin Müller (Wickede) mit Beirut 66.59/0; 3. Matthew Williams (Australien) mit Landthago 66.74/0; 4. Eva Bitter (Bad Essen) mit Perigueux 67.27/0; 5. Philipp Weishaupt (Hörstel) mit Carrico 7.39/0; 6. Malin Baryard-Johnsson (Schweden) mit Cisco 67.66/0;

Springprüfung Preis des Amateur-Springreiterclub, dotiert mit 2000 Euro: 1. Jürgen Hartmann (Ingoldingen) mit Cheval Sur Blanc 36.54/0; 2. Günter Schmaus (Bad Wurzach) mit Cuore 36.57/0; 3. Birgit Weiland (Biblis) mit Morgane du Ry 39.44/0; 4. Heino Henning (Hechthausen) mit Cindy 44.54/0; 5. Dirk Wellmann (Burgstädt) mit Queensland 38.85/4; 6. Jörg Witte (Gifhorn) mit Sea Wolf 41.21/4;

Qualifikation zur DKB Riders Tour , SPREHE Championat von Paderborn, dotiert mit 30.000 Euro: 1. Oliver Lazarus (Südafrika) mit Cassiano Z 42.28/0; 2. Marco Kutscher (Hörstel) mit Allerdings 42.47/0; 3. Chris Chugg (Australien) mit Vivant 44.49/0; 4. Marcus Ehning (Borken) mit Sandro Boy 44.56/0; 5. Karina Harbich Johannpeter (Brasilien) mit Dragonfly 44.65/0; 6. Taizo Sugitani (Japan) Avenzio, 44.94/0;

Punktespringprüfung , dotiert mit 5000 Euro: 1. Daisuke Fukushima (Japan) mit Vainqueur 65 Punkte; 2. Alexander Zetterman (Schweden) mit Philema 65; 3. Charles Luyckx (Südafrika) mit Olibero 65; 4. Christian Weier (Luxemburg) mit Carisco 65; 5. Cagri Basel (Türkei ) mit S.I.E.C. Caro Ass 65; 6. Jan Sprehe (Cloppenburg) mit Paolini 65;

Quelle: EN GARDE Marketing GmbH

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