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Carsten-Otto Nagel gewinnt das Deutsche Spring Derby 2010

Archivmeldung vom 17.05.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.05.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Deutsches Derby 2010
Deutsches Derby 2010

Eigentlich lief es im Vorfeld nicht so rund für den Hamburger Carsten Otto Nagel, denn Calle Cool, der eigentlich für das Deutsche Spring-Derby vorgesehen war, hatte sich im Training am Wall verletzt und wollte da zunächst gar nicht mehr runter. "Also habe ich am Dienstag Lex Lugar gesattelt und ein bisschen mit ihm geübt, beide in den Qualifikationsprüfungen geritten und dann erst kurzfristig entschieden, welchen von beiden ich mitnehme", so Nagel zu der Entstehungsgeschichte seines Siegs im Deutschen Spring-Derby, präsentiert von Tchibo, am Sonntag nachmittag.

Aus einem Starterfeld von 32 Startern schaffte es keiner der Reiter den Derby Parcours fehlerfrei zu beenden. Somit gab es ein Stechen der Paare mit vier Fehlerpunkten und das waren Heiko Schmidt und Coverlady(GER), Bernando Alves (Brasilien) und Quentin, Hergen Forkert (GER) mit Condor und Carsten-Otto Nagel, der mit Lex Lugar im Stechen gewann. "Ich hab Glück gehabt, noch ins Stechen zu kommen und auch als letzter zu starten, es hat einfach so sein sollen. Heute bin ich wohl dran", waren die Worte des Siegers, der mächtig stolz war, das Blaue Band nach 1999 ein zweites Mal nach Hause tragen zu dürfen. Der Mecklenburger Heiko Schmidt konnte seine Enttäuschung zwar nicht ganz verbergen, freute sich aber riesig für den Sieger. "Carsten-Otto ist nicht umsonst in der Rangliste soweit vor mir, er hat es einfach noch besser gemacht und hat heute verdient gewonnen." Im nächsten Jahr werden die Karten wieder neu gemischt und Heiko Schmidt kündigte bereits an mit der "Mecklenburger Truppe" wieder vertreten zu sein. "Schade, dass heute nicht ein paar mehr von den Mecklenburgern oben mitgemischt haben, aber wir kommen wieder".

Bereits im Vorfeld wurde spekuliert ob und wie viele Sprünge in diesem Jahr wohl erhöht werden würden. Am Ende waren es fünf Zentimeter am Pulvermanns Grab, die dem Sprung eine beachtliche Höhe von 1,53 m gaben. Ob es am Ende an der Erhöhung gelegen habe, dass es keinen einzigen Null-Fehler-Ritt gab, ist fraglich. "Man kann in diesem Sport nicht planen", so Sport-Chef Paul Schockemöhle, der im Vorfeld mit zwei oder drei Null-Fehler-Ritten kalkuliert hatte. "Die Reiter haben sich in diesem Jahr sehr gut vorbereitet, das hat man auch an den Qualifikationsprüfungen gesehen, von daher dachte ich, man kann das riskieren. So hatten wir vier Teilnehmer im Stechen und ich denke, wir haben tollen Sport gesehen."

Falk Rosenbauer bringt das Blaue Band nach Hause zum Grönwohldhof

"Ich hab' dem Herrn Rehbein gesagt, er soll mir heute ein bißchen helfen", so Falk Rosenbauer mit Blick zum Himmel überglücklich über den Ausgang des 50. Deutschen Dressur-Derbys: Falk Rosenbauer ist Derby Sieger - und damit setzt der Bereiter des Grönwohldhof eine Tradition fort, die die verstorbene Reitlegende Herbert Rehbein im Jahr 1977 begann. Insgesamt neun Mal gewann Herbert Rehbein das Blaue Band. Falk Rosenbauer, der in der Qualifikationsprüfung den vierten Platz belegte, konnte ins Finale nachrücken, da die Belgierin Vicky Smits-Vanderhasselt aufgrund einer Verletzung ihres Pferdes auf ihren Start verzichtete. Nach kurzen Überlegungen, ob und mit welchen Pferden die drei Finalisten Oliver Luze, Carola Koppelmann und Falk Rosenbauer nun antreten, haben sie alle kurzerhand beschlossen: Wir reiten Derby und zwar so wie es sich gehört und jeder mit seinem eigenen Pferd. Das hat es 1992 das letzte Mal gegeben, und auch in dem Jahr ging das blaue Band zum Grönwohldhof an Karin und Herbert Rehbein.

Die Zuschauer dankten die Entscheidung der Reiter mit gefüllten Rängen, tosendem Applaus und fieberten richtig mit. Immer wieder hörte man ein Schnalzen und Fehler nahmen die Dressurfans mit Humor. "Die Bedingungen waren toll, die Pferde waren toll, die Stimmung war toll, das war mal wieder ein richtiges Derby", resümierte auch Falk Rosenbauer nach der Prüfung. Für Oliver Luze, der die exakt gleiche Punktzahl erreichte, wie Carola Koppelmann, war es die erste Turnierprüfung mit Pferdewechsel. "Wir haben zuerst fast den Abreiteplatz verlassen und sind über die Balustrade gestürzt", scherzte Luze über den Ritt auf Desperados in der Pressekonferenz und schielte dabei zu Falk Rosenbauer. "Das hast Du glaub ich nicht gesehen..., aber wenn man die Lektionen einmal angefangen hat zu reiten, ist es wie Moped fahren." Drei gutgelaunte Finalisten also und keiner schien die Entscheidung mit dem eigenen Pferd zu starten, bereut zu haben. Selbst Carola Koppelmann, die sich zuerst nicht so sicher war, ob sie ihrem bereits 17-jährigen Le Bo gleich fünf schwere Prüfungen an einem Wochenende zumuten kann, hatte keine Bedenken mehr. "Mein Bo ist wirklich topfit und ich glaube, es hat ihm überhaupt nichts ausgemacht." Le Bo wurde im Übrigen der Derby-Sieger unter den Pferden, denn er erreichte in der Gesamtwertung die höchste Punktzahl.

Derby-Chef Volker Wulff, dessen Ziel es war, das Deutsche Dressur-Derby wieder salonfähiger zu machen, sprach seinen Dank aus an die Reiter und Besitzer der Pferde, sowie an alle, die dabei geholfen haben, das Stadion so auszubauen. "Ich denke, das war heute ein starkes Plädoyer für den Pferdewechsel. Es sah alles sehr harmonisch aus und ich glaube, wir haben heute eine Mauer gebrochen."

Ein blaues Band für die "Kleinen" - Grete Linnemann gewinnt das Deutsche Pony-Derby

Auf die Frage wie ein Sieg im Pony-Derby gefeiert wird, antwortete die 13-jährige kurz und knackig: "Mit viel Champagner!". Grete Linnemann, die im Deutschen Pony-Derby, Preis der Kuschel Versicherungsvermittlung, mit Jolan Lübbecke (GER) und Jessica Krieg (GER) die Pferde tauschte, sammelte im Pferdewechsel die höchste Punktzahl und erhielt die Blaue Schärpe. Mit Ghost, dem Pony von Jessica Krieg erhielt die Ponyreiterin aus Sittensen 806 Punkte und damit sogar mehr als mit dem eigenen Golden Dancer Sohn White Gold. Der schicke Rappwallach Ghost war es auch, der in der Gesamtwertung die meisten Punkte sammelte und wurde damit Derby Sieger der Ponies.

Dressurprüfung, Deutsches Dressur-Derby mit Pferdewechsel, dotiert mit 15.000 Euro: 1. Falk Rosenbauer (Lütjensee) mit Desperados, 3856 Punkte; 2. Carola Koppelmann (Warendorf) mit Le Bo, 3792; 3. Oliver Luze (Heidenrod) mit Helenhof´s Carabas, 3792;

Dressurprüfung, Kuschel Versicherungsvermittlung präsentiert: Deutsches Pony-Dressur Derby, Finale mit Ponywechsel, dotiert mit 450 Euro: 1. Grete Linnemann (Sittensen) mit White Gold, 2352 Punkte; 2. Jolan Lübbecke (Wedemark) mit Danny Beau, 2333 Punkte; 3. Jessica Krieg (Heinsberg) mit Ghost, 2302 Punkte;

Ergebnis-Überblick Hamburg 2010 vom Sonntag

Springprüfung SML Tour, Small Zwei-Phasen-Springprüfung für Amateure, dotiert mit 1000 Euro: 1. Kathline Maher (Großbritannien) mit William 31.10/0; 2. Joana Roth (Deggenhausertal) mit Dar es Salaam 33.00/0; 3. Barbara Latomska (Polen) mit Come with me 33.72/0; 4. Kristin Kern (Pinneberg) mit Ariados 33.75/0; 5. Jule Lüneburg (Hetlingen) mit Levade 34.21/0; 6. Sarka Capkova (Groß Ippener) mit Arezzo 36.22/0;

Springprüfung SML Tour, Medium Zwei-Phasen-Springprüfung für Amateure, dotiert mit 1200 Euro: 1. Christina Thomas (-) mit Pionier 28.82/0; 2. Olivia Petzold (-) mit Palma 29.48/0; 3. Katja Mertens (Hohenfelde) mit Cascadeur 29.88/0; 4. Andreas Theurer (Hamburg) mit Quanto Fino 30.59/0; 5. Mathilda Karlsson (Schweden) mit Zepp 31.02/0; 6. Svenja Herz (Norderstedt) mit Lador 31.04/0;

Springprüfung SML Tour, Large Zwei-Phasen-Springprüfung für Amateure, dotiert mit 1600 Euro: 1. Jule Lüneburg (Hetlingen) mit Alcassina 27.38/0; 2. Ulrika Sanny (Schweden) mit No one so Cool 30.24/0; 3. Esther Forkert (Bremen) mit Gyon 30.84/0; 4. Marten Forkert (Bremen) mit Cosma 31.21/0; 5. Estelle Rytterborg (Schweden) mit Casper 31.89/0; 6. Flaminia Straumann (Schweiz) mit Twister S 32.25/0;

Springprüfung Bioranch Youngster-Cup Finale Springprüfung mit Stechen, dotiert mit 2000 Euro: 1. Nick Skelton (Großbritannien) mit Big Star 31.30/0; 2. Lauren Hough (USA) mit Winand 31.38/0; 3. Christian Ahlmann (Marl) mit Lorena 31.46/0; 4. Karl Brocks (Osnabrück) mit Lamarque 32.01/0; 5. Enrique Gonzalez (Mexiko) mit Wacantos 32.44/0; 6. Holger Wulschner (Groß Viegeln) mit Caminho 33.41/0;

Dressurprüfung, Kuschel Versicherungsvermittlung präsentiert: Deutsches Pony-Dressur Derby, Finale mit Ponywechsel, dotiert mit 450 Euro: 1. Grete Linnemann (Sittensen) mit White Gold, 2352 Punkte; 2. Jolan Lübbecke (Wedemark) mit Danny Beau, 2333 Punkte; 3. Jessica Krieg (Heinsberg) mit Ghost, 2302 Punkte;

Dressurprüfung, Deutsches Dressur-Derby mit Pferdewechsel, dotiert mit 15.000 Euro: 1. Falk Rosenbauer (Lütjensee) mit Desperados, 3856 Punkte; 2. Carola Koppelmann (Warendorf) mit Le Bo, 3792; 3. Oliver Luze (Heidenrod) mit Helenhof´s Carabas, 3792;

Springprüfung Tchibo präsentiert: 81. Deutsches Spring-Derby DKB-Riders Tour Wertungsprüfung, dotiert mit 105.000 Euro: 1. Carsten-Otto Nagel (Wedel) mit Lex Lugar 51.63/0; 2. Heiko Schmidt (Werder) mit Coverlady 52.52/0; 3. Bernardo Alves (Brasilien) mit Quentin 13 54.33/0; 4. Hergen Forkert (Bremen) mit Condor, Ausgeschieden; 5. Robert Smith (Großbritannien) mit Raging Bull Vangelis S 157.58/8; 6. Christian Ahlmann (Marl) mit Perry Lee 158.12/8;

Quelle: EN GARDE Marketing GmbH

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