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Allgäuer erhalten beim FIS-Kongress Zuschlag für Nordische Ski-WM 2021

Archivmeldung vom 10.06.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.06.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Schattenbergschanzen beim Auftaktspringen zur Vierschanzentournee am 30. Dezember 2006
Schattenbergschanzen beim Auftaktspringen zur Vierschanzentournee am 30. Dezember 2006

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Deutsche Skiverband hat zusammen mit der Gemeinde Oberstdorf den Zuschlag für die Ausrichtung der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft 2021 erhalten. Die Allgäuer Marktgemeinde überzeugte im mexikanischen Cancun mit einer stimmigen und sympathischen Bewerbung und konnte sich im fünften Bewerbungsversuch gegen die internationalen Mitbewerber aus Trondheim (NOR) und Planica (SLO) durchsetzen.

Nach den erfolgreichen Weltmeisterschaften von 1987 und 2005 wird Oberstdorf damit zum dritten Mal Gastgeber von Nordischen Ski-Weltmeisterschaften sein.

"Die Freude über das positive Votum ist natürlich riesengroß", sagte DSV-Präsident Dr. Franz Steinle. "Als WM-Gastgeber wollen wir 2021 dort weitermachen, wo wir 2005 aufgehört haben. Oberstdorf hat damals nach einhelliger Meinung die Messlatte unglaublich hoch gelegt. An diesen, unseren eigenen Ansprüchen wollen wir uns wieder orientieren und bereits bei der Skiflug-WM 2018 messen lassen. Diese beiden Weltmeisterschaften werden zweifellos nicht nur in der Region, sondern auch national und international eine positive Sogwirkung für den nordischen Skisport entwickeln."

Auch DOSB-Präsident Alfons Hörmann, der seit vier Jahren dem FIS-Council angehört, freute sich über das Votum seiner Kollegen: "Es gab definitiv nie ernsthafte Zweifel, dass Oberstdorf für den internationalen Skisport stets ein hervorragender Gastgeber war, ist und bleibt. Die hohe Wertschätzung, die sich der Deutsche Skiverband und Oberstdorf gemeinsam über Jahrzehnte hinweg als Veranstalter von Großereignissen erarbeitet haben, war in der gesamten Skifamilie sehr deutlich zu spüren. Und ich freue mich auch persönlich, dass es uns nun nach vier Anläufen endlich gelungen ist, die Neuauflage des viel zitierten Wintermärchens von 2005 zu ermöglichen."

In ihrer Abschlusspräsentation hatte die deutsche Delegation vor dem 17-köpfigen FIS Council, dem auch DOSB-Präsident Alfons Hörmann angehört, noch einmal auf informative und emotionale Weise die Werbetrommel für Oberstdorf gerührt. Neben den sportfachlichen und infrastrukturellen Aspekten thematisierten die insgesamt vier eingespielten Bewerbungsfilme die wirtschaftliche Bedeutung des WM-Standorts Deutschland für nationale und internationale Partner.

"Ich freue mich, dass das große Engagement des Bewerbungs-Teams endlich von der FIS belohnt wurde", erklärte Bürgermeister Laurent Mies. "Wir wissen aber auch, dass wir gemeinsam vor einer großen Herausforderung stehen, wenn wir sicherstellen wollen, dass die sportlichen und kommunalen Infrastrukturen nachhaltig von diesen Titelkämpfen profitieren.

Letztendlich brauchen wir die Weltmeisterschaften, um den Bestand unsere Anlagen dauerhaft abzusichern. Zusammen mit dem DSV und dem SC Oberstdorf gilt es nun, ein schlagkräftiges OK-Team auf die Beine zu stellen. Wir werden die WM-Mannschaft dabei wieder nach besten Kräften unterstützen. Ein besonderes Dankeschön gilt in diesem Zusammenhang den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die in den vergangenen Jahren mit ihrem großem Engagement maßgeblichen Anteil an der erfolgreichen Bewerbung haben."

Dr. Peter Kruijer, Präsident des Skiclubs Oberstdorf, zeigte sich über die Entscheidung der FIS ebenfalls hoch erfreut: "Die WM 2005 hat gezeigt, dass ein solches Großereignis unglaublich viele positive Emotionen freisetzt und die beste Werbung für unseren Sport ist. Davon hat auch unser Skiclub in den vergangenen Jahren in vielerlei Hinsicht profitiert. Als einer der erfolgreichsten Vereine und Veranstalter weltweit, verstehen wir die Weltmeisterschaften deshalb zum einen als große Chance für den Leistungssport und unsere Events. Gleichzeitig gibt es wohl kaum eine bessere Möglichkeit, Kinder und Jugendliche für den Skisport zu begeistern."

Ähnlich positiv äußerte sich Landrat Anton Klotz, der als oberster Repräsentant des Landkreises Oberallgäu die Oberstdorfer Delegation erstmals vor Ort unterstützte. "Ich bin absolut davon überzeugt, dass die gesamte Region und die Marke Allgäu erneut nachhaltig und in vielschichtiger Art und Weise von den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften profitieren. Entsprechend werden wir als Landkreis die über viele Jahre gewachsene und partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschem Skiverband, Marktgemeinde und Skiclub selbstverständlich weiterhin bestmöglich unterstützen."

Quelle: DSV

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