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Zeitung: DFB verweigert nationale Ethikkommission

Archivmeldung vom 31.03.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.03.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
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Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) weigert sich, einen der größten Reformschritte des Fußball-Weltverbandes Fifa mitzutragen: die Einrichtung einer unabhängigen Ethikkommission. In einem Brief, der der "Welt am Sonntag" vorliegt, erklärt DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock, für die Einrichtung einer solchen Instanz sehe man "keine Notwendigkeit".

Die Ablehnungshaltung ist pikant, da drei DFB-Landesverbandspräsidenten auch Aufsichtsratsmitglieder von Lottogesellschaften sind. Diese Nebentätigkeiten sind nach Artikel 25 des Fifa-Ethikkodexes verboten. Domenico Scala, der Vorsitzende der Audit- und Compliance-Kommission der Fifa, sagte der "Welt am Sonntag": "Die Reformen der Fifa müssen auch in den anderen Verbänden stufengerecht umgesetzt werden. Dabei tun sich vor allem die Europäer schwer. Hinter vorgehaltener Hand heißt es oft: Die Fifa ist zu weit gegangen."

Gleichzeitig machte Scala klar, dass noch nicht endgültig feststeht, ob die Weltmeisterschaft im Jahr 2022 in Katar stattfindet: "Wenn der Bericht der Ethikkommission zeigt, dass im Rahmen der Vergabe bestochen wurde, dann könnte die Vergabe nichtig sein."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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