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Für Minenopfer: Minentaucher Andreas Güldner will eigenen Deutschen Rekord im Apnoetauchen brechen

Archivmeldung vom 12.06.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.06.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch HB
Andreas Güldner (rechts) im Kampf um den Puck bei der Unterwasser- Eishockey-Weltmeisterschaft im österreichischen Kärnten.
Andreas Güldner (rechts) im Kampf um den Puck bei der Unterwasser- Eishockey-Weltmeisterschaft im österreichischen Kärnten.

Im vergangenen Sommer holte er seinen Deutschen Tieftauch-Rekord im Apnoetauchen: 71 Meter tief schaffte es der Minentaucher Andreas Güldner im Roten Meer - nur mit Flossen. Jetzt will er seinen eigenen Rekord im Freitauchen brechen und damit gutes tun.

"Für jeden Rekordmeter, den ich schaffe, will ich der Stiftung Sankt Barbara aus Bonn privat einen Betrag spenden. Dafür suche ich Sponsoren. Die Stiftung kümmert sich um Minenopfer auf der ganzen Welt", sagt der 23-jährige Minentaucher. Firmen können sich bei Güldner melden und erhalten von ihm als Gegenleistung Videomaterial vom Training und vom Rekordtauchgang. Warum dieses Engagement? Als Kampfmittelbeseitiger hat Güldner ständig mit den gefährlichen Sprengsätzen zu tun. Er habe in der Vergangenheit gesehen, was diese Sprengsätze anrichten können - wie viel Leid sie den Menschen bringen. Deshalb wolle er seinen Beitrag leisten, um die Stiftung zu unterstützen.

Ziel: 72 Meter

Zurzeit absolviert der Minentaucher seine fachliche Bootsmannsausbildung zum Munitionsfachkundigen in Aachen an der Technischen Schule des Heeres. Das ist ein Teil einer fast dreijährigen Ausbildung. Für seinen Rekordversuch fliegt der Franke aus Gräfenberg im Juli nach Dahab in Ägypten. "Dort werde ich vier Wochen bleiben, um für den Rekord zu trainieren. Bis zum 12. August kann ich bis zu zwei Versuche wagen, um meinen eigenen Rekord brechen." Darauf bereitet sich der Sportler schon jetzt jeden Tag intensiv vor. "Mein Trainingsprogramm sieht so aus: Während meine Kameraden zum Essen gehen, springe ich ins Hallenbad. Montags nach Dienst trainiere ich mit einer Tauchsportgruppe", berichtet er. In Ägypten wird Güldner sein Trainingsprogramm intensivieren, um sich an die angestrebte Tiefe anzupassen - das sollen mindestens 72 Meter werden.

Seine private Internetseite (http://andygueldner.blogspot.com) wird für den Rekordversuch umgebaut und informiert Interessierte über den Fortgang. Und wenn ihm der neue Rekord misslingt? "Dann bin ich auch weiterhin der tiefste Deutsche, denn meinen derzeitigen Rekord hat noch kein anderer überboten", so Güldner schmunzelnd.

Güldner ist auch Vizeweltmeister im Unterwasser-Eishockey

Auch fürs kommende Jahr plant Güldner sportliche Erfolge. Dann will er mit seiner zweiten Sportart, dem Unterwasser-Eishockey, einen neuen Titel holen. Zusammen mit dem Minentaucher Finn Häcker gewann er in diesem Jahr den Vizeweltmeistertitel. Den gilt es wenigstens zu verteidigen. Güldner sagt: "Das Unterwasser-Eishockey ist eine ungewöhnliche Art des Freitauchens, welche für mich eine besondere Herausforderung ist und besonders viel Spaß macht."

Hintergrundinformationen zu den Minentauchern

Die Minentaucher der Deutschen Marine lokalisieren, identifizieren und beseitigen Minen, Bomben sowie Sprengsätze im Meer, in Gewässern oder an Land. Die einzige Minentaucherkompanie ist in Eckernförde beheimatet und gehört zu den sogenannten spezialisierten Einsatzkräften der Marine (SEKM). Die deutschen Minentaucher werden auch beim UN-Einsatz vor der libanesischen Küste (UNIFIL) eingesetzt. In der Vergangenheit auch im Kosovo und Afghanistan. Für eine Ausbildung zum Minentaucher kann sich sowohl jeder Soldat der Bundeswehr als auch ungediente Deutsche bewerben. Voraussetzung ist die körperliche Eignung sowie ein mittlerer Bildungsabschluss. Die Ausbildung dauert bis zu drei Jahre. Am 1. Juli feiert die Minentaucherkompanie in Eckernförde ihr 45-jähriges Bestehen.

Informationen zur Stiftung Sankt Barbara

Die Stiftung Sankt Barbara aus Bonn ist international tätig. Sie kümmert sich unter anderem um die Aufklärung der von Minengebieten betroffenen Bevölkerung, bietet Erstversorgung für Minenopfer, organisiert die Minenräumung und sorgt für Rehabilitation von Minenopfern.

Autor: Detlef Struckhof, Presse- und Informationszentrum Marine Fotos: Deutsche Marine und Andreas Güldner

Archivfoto: Der tiefste Deutsche: Minentaucher aus Eckernförde will seinen Tieftauchrekord brechen. Foto: Ricarda Schönbrodt, Deutsche Marine
Archivfoto: Der tiefste Deutsche: Minentaucher aus Eckernförde will seinen Tieftauchrekord brechen. Foto: Ricarda Schönbrodt, Deutsche Marine
Archivfoto: Aufstieg aus der Tiefe. Foto: Annelie Poppe, Deutsche Marine
Archivfoto: Aufstieg aus der Tiefe. Foto: Annelie Poppe, Deutsche Marine
Archivfoto: Freudestrahlender Rekordhalter. Jetzt will Obermaat Andreas Güldner seinen Rekord im Sommer brechen. Foto: Annelie Poppe, Deutsche Marine
Archivfoto: Freudestrahlender Rekordhalter. Jetzt will Obermaat Andreas Güldner seinen Rekord im Sommer brechen. Foto: Annelie Poppe, Deutsche Marine
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