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Delling: „Was ich jetzt gern machen würde, ist für mich in der ARD nicht mehr möglich“

Archivmeldung vom 22.05.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.05.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Gerhard Delling (2018)
Gerhard Delling (2018)

Foto: Steffen Prößdorf
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Vor seinem letzten Auftritt bei der ARD erklärt Moderator Gerhard Delling die Gründe seines Abschieds. „Es ist mir alles andere als leichtgefallen“, sagt der 60-Jährige in einem Interview mit dem Magazin SPORT BILD (Mittwochs-Ausgabe). „Aber, ehrlich gesagt, hatte ich seit Jahren das Gefühl: Was ich jetzt gern machen würde, ist für mich in der ARD nicht mehr möglich. Daher beschloss ich: Bevor ich weitermache, nur um noch quasi dabei zu sein, höre ich lieber auf und verfolge andere Dinge noch einmal mit voller Energie.“

Der Sportjournalismus sei inzwischen zu wenig kreativ: „Ich finde die Berichterstattung in Zeitung, Fernsehen und Hörfunk zum Teil sehr konformistisch. Wenn wir ehrlich sind, machen wir alle zusammen seit zehn, vielleicht sogar 20 Jahren immer das gleiche Ding. Jede Übertragung, fast jede Berichterstattung sieht ähnlich aus.“ Delling plädiert dafür, dass die ARD ältere Kollegen wie Reinhold Beckmann nicht aus dem Sport aussortiert, sondern auf deren Wissen setzt: „Es ist doch das Beste, was man machen kann: erfahrene, gute Leute langfristig an sich zu binden. Da spielt das Alter doch keine Rolle. Insofern hätte ich mir auch Beckmann weiter in einer Sportfunktion bei uns vorstellen können.“ Delling arbeitet aktuell an einer Fußball-App mit und will ein Buch schreiben. „Die Geschichte beginnt gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, im Mittelpunkt steht eine Unternehmerin. Eine Mischung aus Wahrheit und Fiktion“, sagt der 60-Jährige, der am Samstag beim DFB-Pokalfinale in der ARD moderiert.

Quelle: SPORT BILD

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