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Gienger: Russisches Staatsdoping und inkonsequente IOC-Entscheidung trüben Freude über Start der Spiele in Rio

Archivmeldung vom 05.08.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.08.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Eberhard Gienger (2014)
Eberhard Gienger (2014)

Foto: Martin Rulsch
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Heute beginnen offiziell die XXXI. Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro. Wenige Wochen zuvor hat die Welt Anti-Doping Agentur (WADA) Russland ein systematisches Staatsdoping attestiert. Das IOC hat sich dennoch gegen einen Komplettausschluss der russischen Mannschaft ausgesprochen.

Mehr als 200 russische Athleten gehen in Rio nun an den Start. Dazu erklärt der sportpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Eberhard Gienger:

"Der Dopingskandal in Russland und die inkonsequente IOC-Entscheidung trüben die Freude über den Start der Olympischen Sommerspiele in Rio. Die Chancengleichheit der Athleten ist zumindest fraglich, was die Glaubwürdigkeit der gesamten Spiele in Gefahr bringt.

In Folge des von der WADA festgestellten Staatsdopings in Russland hätte ein nahezu Komplettausschluss folgen müssen. Die finale Entscheidung über eine Teilnahme hat das IOC den internationalen Sportfachverbänden zugeschoben. Damit werden die Amtsträger beim IOC ihrer Verantwortung gegenüber den sauberen Athleten nicht ausreichend gerecht.

Die Olympische Bewegung steht vor dem Sportgroßereignis in Rio vor dem Scheideweg: Es gilt die Integrität des Sports künftig konsequenter zu schützen oder die Glaubwürdigkeit nimmt weiter Schaden. Fundamentale Strukturen des Weltsports gehören auf den Prüfstand. Bei Dopingfragen müssen künftig die WADA und der Internationale Sportgerichtshof (CAS) letztlich über eine Teilnahme bei den Spielen bestimmen und nicht das IOC. Hinweisgeber, die Missstände im Sport aufdecken, müssen geschützt und eingebunden werden."

Quelle: CDU/CSU - Bundestagsfraktion (ots)

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