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Fußballverein Niederrhein will Krawallvereine zum Psychologen schicken

Archivmeldung vom 23.04.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.04.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: SCHAU.MEDIA / pixelio.de
Bild: SCHAU.MEDIA / pixelio.de

Um die Gewalt auf den Fußballplätzen der Region einzudämmen, arbeitet der Fußballverband Niederrhein (FVN) derzeit an einem Regelwerk, das härtere Strafen für Krawallvereine vorsieht. Das berichtet die Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ, Freitagsausgabe). Es soll zur kommenden Saison im Sommer in Kraft treten.

"Vereine können von der Spruchkammer zu Kursen mit einem Psychologen verpflichtet werden", sagt Frank Adams, Vorsitzender des FVN-Kreises 9. Das neue Konzept ziele vor allem auf Wiederholungstäter: "Wenn Vereine dreimal auffällig geworden sind, werden sie zunächst vom Kreisvorstand zum Gespräch vorgeladen." Erst danach ginge es zum Psychologen - abhängig von der Brutalität des Einzelfalls. Solch ein Zwangskurs dauere vier Tage und koste den Verein 120 Euro, sagt Adams in Gespräch mit der NRZ. Verbandspräsident Peter Frymuth habe dem Konzept bereits zugestimmt. Die Spruchkammern sollen außerdem befähigt werden, Vereine härter als bislang für Gewaltausbrüche zu bestrafen. "Die Tendenz geht dann dahin, dass die Spruchkammer sagt: Ihr seid der erste Absteiger", so Adams. Außerdem könnten gewalttätige Mannschaften komplett gesperrt werden. Zu diesen Maßnahmen ist es gekommen, weil es in den vergangenen Monaten immer wieder brutale Ausschreitungen im Amateurfußball gab: Pöbeleien, Schlägereien und Attacken auf Schiedsrichter.

Quelle: Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung (ots)

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