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IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft: Beste WM-Leistung der DEB-Auswahl wird nicht belohnt

Archivmeldung vom 07.05.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.05.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft 2018
IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft 2018

Lizenz: Fair use
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Schade! Trotz ihrer bisher besten Turnierleistung musste die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft am Montagnachmittag ihrer erste Niederlage ohne Torerfolg bei der 2018 IIHF Eishockey-Weltmeiterschaft hinnehmen. Gegen das Team USA unterlag das Team von Bundestrainer Marco Sturm in Herning mit 0:3 (0:0, 0:2, 0:1).

Eine in jeder Hinsicht verbesserte deutsche Auswahl präsentierte sich, gestützt auf einen überragenden Keeper Niklas Treutle, gegen das NHL-Starensemble um Ausnahmekönner Patrick Kane von den Chicago Blackhawks lange Zeit als ebenbürtig, musste ihrem Kräfteverschleiß letztlich aber Tribut zollen.

Sturm hatte sich entschieden, dieses Mal Treutle das Vertrauen zwischen den Pfosten zu schenken. Damit kam der Nürnberger Keeper zu seinem ersten WM-Einsatz von Anfang an. Zudem „sprengte“ der 39 Jahre alte Coach die erste Formation um Leon Draisaitl, in der Dominik Kahun an Stelle von Matthias Plachta stürmte. Auch sonst nahm Sturm einige Änderungen vor.

Im aus deutscher Sicht besten ersten Drittel des laufenden Turniers versteckte sich der Außenseiter nicht. Im Gegenteil: Deutschland präsentierte sich lauffreudig, scheibensicher und zweikampfstark. Markus Eisenschmid und Dominik Kahun hatten die besten Gelegenheiten. Auf der anderen Seite parierte Treutle spektakulär gegen beste Chancen des Favoriten.

Spätestens im zweiten Abschnitt wusste jeder in der Arena, wer Niklas Treutle war. Mehrfach stand der deutsche Schlussmann im Brennpunkt, rettete das 0:0 gegen den haushohen Favoriten phasenweise aus unmöglichen Winkeln. Deutschland „rackerte“ sich quasi in Unterzahl durch das Drittel. Superstar Patrick Kane markierte im Powerplay das 1:0 für die Amerikaner in der Sekunde, als die deutsche Auswahl gerade wieder zu viert war. Derek Ryan legte – erneut in deutscher Unterzahl – das 2:0 nach.

Die Nationalmannschaft wehrte sich auch im Schlussdurchgang nach Kräften, brachte viele Scheiben zum Tor und beschäftigte die amerikanische Defensive ein ums andere Mal aussichtsreich. Mit dem 0:3 durch Alex DeBrincat war das Match zugunsten der Amerikaner allerdings entschieden.

Zumindest einen Tag verschnaufen können die deutschen Cracks am Dienstag. Erst am Mittwoch steht der nächste Vergleich auf dem Programm. Dann heißt der Gegner Südkorea. Auch diese Partie startet um 16.15 Uhr (live bei SPORT1).

Bundestrainer Marco Sturm: „Der Einsatz und die Leidenschaft haben heute gestimmt. Spielerisch haben wir uns gesteigert und uns weitaus mehr zugetraut. Gegen eine Top-Nation wie die USA braucht man auch Glück. Es wäre wichtig gewesen, dass erste Tor zu schießen. Die US-Boys haben das Powerplay dann gnadenlos ausgenutzt. Teilweise haben wir unnötige und zu viele Strafen gezogen. Niklas Treutle hat sich den Titel des „MVP“ redlich verdient – er hat ein tolles Spiel abgeliefert.“

Tore: 0:1 Patrick Kane (30:02), 0:2 Derek Ryan (32:07), 0:3 Alex DeBrincat (50:38)

Deutschland: Treutle (Pielmeier) – Holzer, D. Seidenberg; Eisenschmid, Kahun, Hager – Y. Seidenberg, M. Müller; Noebels, Tiffels, Michaelis – Krupp, J. Müller; Ehliz, Draisaitl, Plachta – Ebner; Krämmer, Pietta, Uvira; Wiederer

Weitere Informationen zum Spiel gibt es hier.

Quelle: Deutscher Eishockey-Bund e.V.

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