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3. Liga: Magdeburg weiter Erster, weil Atik wie Basler trifft

Archivmeldung vom 11.09.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.09.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
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Bild: Bundesliga

Lautern gegen Mannheim - das sollte ein Fußball-Fest vor rund 13000 Zuschauern werden, es war mindestens eine Halbzeit ein Derby zum Fürchten: 4 Rote Karten, davon 3 gegen Lautern, 6 Gelbe Karten, 35 Fouls. Dazu Schiedsrichter Florian Heft, der viel Hektik zuließ und fragwürdige Entscheidungen traf - fanden zumindest die Lauterer. Immerhin: 9 Rote Teufel erkämpften ein 0:0 gegen 11 Mannheimer. "Wir können sehr, sehr zufrieden sein, dass wir den Punkt geholt haben, unter den Umständen, die heute hier stattgefunden haben", so Trainer Antwerpen. "Wir starten jetzt so ein bisschen die Saison neu."

Souverän, der 1. FC Magdeburg, der nach einem 2:0 beim BVB II die Tabellenführung verteidigt und für den Baris Atik Traumtore a als Mario Basler erzielt. "Besser geht es nicht: 3 Punkte, 1. Platz verteidigt, 2 Scorerpunkte. Das ist einfach perfekt", so Atik, der nun auf 10 Scorerpunkte kommt. Furios auch Aufsteiger Viktoria Berlin, die nach dem 3:1 gegen Wehen Wiesbaden auf dem 2. Platz steht. Berlins Trainer Benedetto Muzzicato zeigte sich großzügig "Ich habe mich erst geweigert, den Jungs morgen freizugeben, aber dann wurde ich überredet vom Kapitän und jetzt haben die 2 Tage frei."

Nachfolgend die wichtigsten Stimmen der Samstagsspiele. Morgen gastiert der TSV 1860 München beim Halleschen FC (ab 12.45 Uhr) - brisant: Sechzig-Trainer Köllner wurde der Zugang ins Halle-Stadion durch die dortigen Behörden verwehrt. Packend: Eintracht Braunschweig empfängt den VfL Osnabrück (ab 13.45 Uhr) - live bei MagentaSport.

FC Kaiserslautern - SV Waldhof Mannheim 0:0Rot gegen Mannheims Sportdirektor Kientz, Platzverweise für Redondo, Senger und Team-Manager Dick. Fußball wurde erst in der 2. Halbzeit gespielt. "Wir können sehr, sehr zufrieden sein, dass wir den Punkt geholt haben, unter den Umständen, die heute hier stattgefunden haben." Lauterns Trainer Antwerpen musste nach der sehr hitzigen Partie an sich halten: "Wir haben das Minimalziel erreicht, dass wir uns in der 2. Halbzeit den Punkt sichern, das haben die Jungs überragend gemacht. Ganz herausragend alles verteidigt. Den Punkt nehmen wir mit und der war auch hochverdient."

Antwerpen zur Schiedsrichterleistung von Florian Heft: "Ich bin jetzt ein bisschen runtergekühlt, aber ich muss auch wirklich sagen: bei dem Schiedsrichter-Gespann bin ich sprachlos. Du musst dich auf ein Derby am besten auch vorbereiten. Dass es hitzig werden kann. Du brauchst jemanden, der die Spielleitung hat, der sehr routiniert damit umgeht."

Zur Roten Karte von Redondo: "Da brauchst du noch nicht mal über Gelb nachdenken."

Zur Roten Karte von Senger, der Rot wegen einer Notbremse bekam: "Der Ball nimmt auf jeden Fall eine andere Richtung. Also gab´s einen Kontakt am Ball."

Antwerpens Bilanz nach 8 Spieltagen: "Wir starten jetzt so ein bisschen die Saison neu."

Lauterns Kapitän Jean Zimmer: "Wenn man so lang in Unterzahl spielt und so kämpft, kann man mit einem Punkt sehr zufrieden sein. Ich glaube, dass wir Mannheim alles abverlangt haben. Wir sind vorher mit dem Ziel ins Spiel gegangen, hier zu gewinnen. Unter den Umständen können wir mit dem Punkt sehr gut leben - besser als Mannheim."

Zimmers Lehre aus dem Spiel: "Ich habe gesehen, was meine Spieler für mich machen. Das hat man heute gesehen, dass der eine für den anderen da war. Nur so kannst du bestehen, mit 11 gegen 11. Mit 9 gegen 11 haben wir´s heute sehr, sehr gut gemacht. Das müssen wir mitnehmen."

Wie sich Zimmer die Hektik erklärte: "Das Ganze ging ja nicht von uns aus." Er meinte "die Szene Seeger gegen Redondo. Der tritt dem ja fast den Kopf ab. Das Bein war ja nicht nur einen Meter hoch, das war ja ein Stück höher."

Zum Rot gegen Redondo: "Muss man nicht geben!"

Zimmers Bilanz: "Zuhause war´s ordentlich, auswärts müssen wir uns steigern!"

Patrick Glöckner war schon vorher im Derby-Fieber: "So ein Derby muss man eigentlich außerhalb der Liga spielen. Das ist wie ein Endspiel oder ein Pokalspiel. Hier geht es für uns um sehr viel Prestige." Danach erklärte Mannheims Trainer Glöckner: "Wir hatten 3 Hundertprozentige, die haben wir nicht gemacht. Wir hätten uns noch weitere Chancen rausspielen können. Es ist einfach schade, dass wir das Spiel nicht in unsere Richtung gezogen haben."

Ob Mannheim zu nervös war hintenraus: "Ich weiß jetzt nicht, ob´s eine Nervensache war. Klar ist das Publikum gegen uns, aber das wussten wir auch vorher. Wir müssen einfach in den Aktionen klarer und zielstrebiger werden. Dazu gehört auch, dass man einen kühlen Kopf behält."

Zur Roten Karte seines Sportchefs Jochen Kientz: "Ich kann die Situation so nicht bewerten. Da muss ich wissen was vorher passiert ist."

Marco Höger, der schon Derbies mit Schalke gegen Dortmund erlebt hat, über dieses Duell: "Ja, brutal. Ich weiß nicht, ob das sein muss. Wir wollen ja Fußball spielen. Aber in der ersten Halbzeit war alle 2 Minuten eine Unterbrechung wegen irgendwas. Es war ganz schwer ein vernünftiges Spiel aufzubauen oder in das Spiel reinzukommen. Man muss uns erstmal ein Kompliment machen. Wir sind hier relativ cool geblieben. Also den Umständen entsprechend.... Vielleicht hat heute bei uns die letzte Überzeugung gefehlt im Sechzehner....

Höger zum 0:0 gegen nur 9 Lauterer: "Gerade mit 2 Mann mehr, müssen wir die Situation besser für uns ausnutzen. Wir haben uns wirklich mehr vorgenommen, wir wollten hier gewinnen."

Zum Rot gegen Redondo: "Muss man kein Rot für geben!"

Borussia Dortmund II - 1. FC Magdeburg 0:2

Dortmunds Trainer Enrico Maaßen zollte auch Magdeburg Respekt: "Es war in der 1. Halbzeit schon so, dass wir viel hinterhergelaufen sind und sind auch nicht so griffig in den Zweikämpfen gewesen. Wir waren heute nicht so abgezockt wie der Gegner."

Dortmunds Franz Pfanne: "Wir haben uns das Spiel ganz anders vorgestellt, aber man muss auch sagen: Magdeburg hat brutal stark gespielt. Respekt vor dieser Mannschaft, Respekt vor dieser Leistung."

Magdeburgs Trainer Christian Titz: "Heute war´s ein sehr angenehmes Gefühl, weil ich finde wir haben das Spiel über die komplette Spieldauer kontrolliert und im Griff. Wir hatten auch immer wieder Möglichkeiten, um den Spielstand zu erhöhen. Was heute ein wichtiger Baustein war, war die Art wie wir vorne angelaufen sind. Wir haben konsequent verteidigt."

Zur Magdeburger Tabellenführung: "Ja, das gibt uns schon ein gutes Gefühl. Aber ehrlich gesagt, freue ich mich heute über den Auswärtssieg. Wir haben zu null gespielt bei einem starken Gegner."

Baris Atik, der das 1:0 vorbereitete und das 2:0 mit einem Bananen-Freistoß a la Basler selbst erzielte. Sein Tor fand er "traumhaft. Es ist schön, dass mir das gelungen ist. Das war eigentlich nicht so geplant, da bin ich ganz ehrlich... Dass er aber so einschlägt, ist natürlich ein Traum für mich. Ich freue mich, dass es geklappt hat und dass wir die 3 Punkte nach Magdeburg holen. Besser geht es nicht: 3 Punkte, 1. Platz verteidigt, 2 Scorerpunkte. Das ist einfach perfekt."

Viktoria Berlin - SV Wehen Wiesbaden 3:1

Die Viktoria aus Berlin entscheidet das 2. Spitzenspiel des Tages knapp für sich und springt an Dortmund vorbei auf den 2. Platz. Berlins Trainer Benedetto Muzzicato über einen Jubel der Spieler im Kreis nach dem Spiel: "Ich habe mich erst geweigert, den Jungs morgen freizugeben, aber dann wurde ich überredet vom Kapitän und jetzt haben die 2 Tage frei."

Zum Spiel sagte er: "Heute war es wirklich wieder ein Top-Performance. Es macht einfach Spaß, den Jungs zuzuschauen und für mich ist es das Wichtigste, dass es immer verdient sein muss. Ich glaube, heute hat die bessere Mannschaft gewonnen."

Tolcay Cigerci, mit 10 Scorerpunkten überragend in der Liga, über die Gründe für die starken Leistungen der Berliner: "Kann ich gar nicht sagen. Wir bekommen einen guten Plan vom Trainer mit und jeder kennt seine Aufgaben. Wir setzen das im Moment sehr gut um... Wir machen genau unser Ding und es freut uns umso mehr, wenn das klappt."

Die Wiesbadener verweilen nach der Niederlage auf Rang 4 und sind punktgleich mit der 2. Mannschaft aus Dortmund. Trainer Rüdiger Rehm zur Niederlage: "Wir haben die Anfangsphase in beiden Halbzeiten verpennt. Der Gegner hat das eiskalt ausgenutzt und das darf uns nicht passieren. Dann jedes Mal dem Rückstand nachzulaufen, ist natürlich schwierig."

Viktoria Köln - 1. FC Saarbrücken 0:0

Für die Viktoria aus Köln bedeutet der Punkt zumindest den Sprung auf Platz 17. Trainer Olaf Janßen war mit dem Punkt zufrieden: "Ich hätte natürlich lieber gewonnen, aber man muss auch unsere Situation sehen. Da muss ich dann einfach sagen, dass ich ein total glücklicher Trainer bin, weil meine Jungs ab der 1. Minute den Plan umgesetzt haben und mit Leidenschaft und Einsatz gespielt haben... Wenn wir diese Haltung bewahren, dann werden wir am Ende unser Ziel erreichen."

Trotz 35 Minuten Überzahl konnte der 1. FC Saarbrücken kein Tor erzielen und musste sich am Ende mit einer Punkteteilung zufriedengeben. Saarbrückens Trainer Uwe Koschinat: "Man muss das am Ende nicht besser spielen, man muss Tore schießen. Ich glaube, wir haben uns in Anbetracht der Tatsache, dass es sowieso ein sehr intensives Spiel war, heute komplett in der gegnerischen Hälfte aufgehalten und das auch sehr ordentlich in den Strafraum gebracht. Dann hatten wir eben 3 Hundertprozentige aus denen wir dann kein Tor gemacht haben... Am Ende müssen wir uns den Vorwurf gefallen lassen, dass wir über die 90 Minuten einfach mit unseren Torchancen zu fahrlässig umgegangen sind."

Würzburger Kickers - TSV Havelse 0:0

Würzburgs Chancenwucher kostet den 1. Sieg und damit den Sprung aus dem Tabellenkeller. Vor allem Marvin Pourié vergab mehrere Hochkaräter. Trainer Torsten Ziegner nahm ihn in Schutz: "Es macht keinen Sinn, nach dem Spiel jemanden den Vorwurf zu machen, dass es an ihm lag. Ich habe vor dem Spiel gesagt, dass es sicherlich kein schönes Spiel wird, sondern dass es darum geht, ein Tor mehr zu machen als der Gegner. Die Chancen waren da und ich behaupte mal, dass keiner die Chancen mit Absicht auslässt. Aber es ist natürlich auch ein Stück weit eine Qualitätsfrage und das hindert uns daran, die Spiele nicht zu gewinnen... Jetzt stehen wir nur mit einem Unentschieden hier und sind nicht zufrieden."

Die vergeben Chancen wurmten Marvin Pourié. Zufrieden mit seinem Spiel war er deswegen "gar nicht. Klar habe ich mir die Chancen erarbeitet, aber so kläglich Chancen zu vergeben, das kann von meiner Seite aus so nicht weitergehen. Wenn Sie heute Menschen anzählen wollen, dann tun Sie das bitte bei mir und nicht bei der Mannschaft. Die Mannschaft hat ein großes Spiel gemacht. Auch den Trainer anzuzählen wäre heute fatal. Wenn Sie heute jemanden kritisieren wollen, dann fangen Sie bei mir an und hören nach mir auf."

Der TSV Havelse rettet sich zum 1. Punkt in dieser Saison. Trainer Rüdiger Ziehl sagte nach dem Punktgewinn: "Über 90 Minuten war es ein gerechtes Unentschieden. In der 1. Halbzeit hatten wir schon ein paar Situationen, in denen wir Glück hatten. In der 2. Halbzeit sind wir dann gut rausgekommen und die letzten 5 bis 10 Minuten war es ein komplett offener Schlagabtausch."

Würzburgs Sportvorstand Sebastian Schuppan in der Halbzeit über seinen Trainer Torsten Ziegner: "Der kann ganz in Ruhe arbeiten. Wir diskutieren hier mit dem Trainer aktuell und nicht über den Trainer... Das ist ganz wichtig für unsere Arbeit mit diesen jungen Spielern. Die brauchen Geduld und das macht das Trainerteam sehr gut im Moment. Es gibt da nichts, was ich momentan kritisieren könnte. Natürlich ist das Punktekonto zu klein. Aber die Mannschaft steht hinter allem, was das Trainerteam angeht und deswegen gibt es da keinerlei Handlungsbedarf."

FSV Zwickau - SC Verl 1:3

Der SC Verl feiert einen überzeugenden Auswärtssieg beim FSV Zwickau und springt vorerst auf Platz 8. Verls Trainer Guerino Capretti zeigte sich glücklich: "Ich bin am meisten stolz, dass wir nach dem Rückstand trotzdem klar geblieben sind nach den ganzen Rückschlägen in den letzten Wochen... Die Jungs haben wie selbstverständlich einfach weiter gemacht und sich nur auf sich selbst konzentriert. Das war schon beeindruckend und hat mir sehr viel Spaß gemacht, da zuzugucken."

Für Gastgeber Zwickau läuft es derweil immer noch nicht. Mit lediglich 4 Punkten steht das Team auf Rang 18 in der Tabelle. Trainer Joe Enochs: "Wir sind schwer ins Spiel gekommen, aber danach war es eigentlich sehr ordentlich und haben etliche Torchancen und gehen dann auch in Führung, aber diese Führung müssen wir dann halten. Bis zum Gegentor hatte Verl wenig nach vorne. Dann machen wir 2 vermeidbare Fehler und das ist schwierig, dann zurückzukommen... Dann ist es am Ende auch eine verdiente Niederlage."

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8. Spieltag 3. Liga

Sonntag, 12.09.2021

  • Ab 12.45 Uhr: Hallescher FC - TSV 1860 München
  • Ab 13.45 Uhr: Eintracht Braunschweig - VfL Osnabrück

Montag, 13.09.2021

  • Ab 18.45 Uhr: Türkgücü München - MSV Duisburg

Mittwoch, 15.09.2021

  • Ab 18.45 Uhr: FSV Zwickau - Hallescher FC

Die Flyeralarm Frauen-Bundesliga - der 3. Spieltag

Sonntag, 12.09.2021

  • Ab 12.45 Uhr: VfL Wolfsburg - SC Sand, Carl-Zeiss Jena - Werder Bremen
  • Ab 15.45 Uhr: SGS Essen - TSG 1899 Hoffenheim

Quelle: MagentaSport (ots)

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