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Gold-Turner Hambüchen bezeichnet Olympia in Rio als "grenzwertig"

Archivmeldung vom 20.08.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.08.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Fabian Hambüchen
Fabian Hambüchen

Foto: © Raimond Spekking / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Gold-Turner Fabian Hambüchen hat die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro als "grenzwertig" empfunden. Im Interview mit der "Welt am Sonntag" sagte der frischgebackene Reck-Olympiasieger: "Organisation, Transport, Hygiene, Unterbringung - das war manchmal grenzwertig, aber man darf das nicht mit europäischem Standard vergleichen.

Der Olympische Spirit war überall spürbar. Ich möchte das hier nicht schlechtreden, Olympia ist immer etwas Wunderbares und das war es auch hier." Die Sommerspiele waren die ersten auf dem südamerikanischen Kontinent. Vor allem die Stimmung bei seinen Wettkämpfen habe ihn irritiert, verriet der 28-Jährige: "Die Atmosphäre in der Halle war nie schlecht, keinesfalls, aber sehr parteiisch für Brasilien. Wenn die heimischen Sportler an der Reihe waren, ging es gut ab, bei den anderen nicht so sehr. Das habe ich in London oder Peking anders erlebt." Insgesamt nahm er in Brasilien an seinen vierten Olympischen Spielen teil. "Wenn ich die Stimmung und die Rahmenbedingungen betrachte, steht Rio an Nummer vier", so Hambüchen.

Seine Gold-Übung wird für ihn trotzdem unvergesslich bleiben - wenngleich er gar keine konkreten Erinnerungen daran hat. "Normalerweise bin ich einer, der während der Übung viel im Kopf arbeitet, sich ganz bewusst auf Techniken konzentriert, aber in diesem Fall habe ich mich nur auf mein erstes Flugteil fokussiert", erklärte das 1,63 Meter große Kraftpaket: "Danach war alles so schnell, so wild. Die ganze Übung lief wie ferngesteuert ab, ich habe irgendwie auf Play gedrückt und eine Kassette abspielen lassen." Als er die Wertungen sah und realisierte, die Goldmedaille gewonnen zu haben, sei das die "Erfüllung eines Kindheitstraums" gewesen.

Gleichzeitig arbeitete Hambüchen mit seinem Triumph in Rio endgültig das Trauma der Olympischen Spiele von 2008 in Peking auf. Damals war er als großer Favorit angereist und hatte lediglich die Bronzemedaille gewonnen. "Das war brutal. Ich habe damals an mich selbst sehr hohe Erwartungen gestellt, mir enormen Druck gemacht und war völlig im Tunnel." Acht Jahre später die Goldmedaille zu gewinnen, kommt ihm vor "wie in einem schlechten Film. Innerlich war das ein Mega-Moment für mich."

Nach dem Goldmedaillengewinn hatte Hambüchen seine internationale Turn-Karriere beendet. Fortan will er sich auf sein Studium konzentrieren.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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