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15-jähriger Marcel Schrötter (Honda) gewinnt Saisonauftakt der IDM 125

Archivmeldung vom 28.04.2008

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.04.2008 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Der 15-jährige Marcel Schrötter aus Pflugdorf gewann am Sonntag (27. April 2008) vor 12.500 Zuschauern den ersten Lauf der IDM 125 auf dem EuroSpeedway Lausitz, nachdem er bereits eine Woche zuvor das erste Saisonrennen der Spanischen Meisterschaft in der 125 ccm-Klasse gewinnen konnte.

Bei herrlichem Frühlingswetter kam Honda-Pilot Schrötter in der Lausitz knapp anderthalb Minuten vor dem Schweizer Bastien Chesaux und dem Niederländer Joey Litjens ins Ziel. An den Start ging ein internationales Fahrerfeld mit weit über 40 Piloten.

Marcel Schrötter hatte am Samstag auch die beste Trainingszeit erzielt und sich genauso wie Joey Litjens, Bastien Chesaux und der Sachse Eric Hübsch einen Platz in der ersten Startreihe gesichert. Für den Schleizer Daniel Puffe war die Veranstaltung bereits am Samstag beendet - er brach sich das Schlüsselbein und wird wohl auch in Oschersleben noch pausieren.

Beim Start zum Rennen am Sonntagmittag kamen Litjens und Schrötter am Besten weg und führten das Feld nach der ersten Runde an. Einer der Kandidaten im Kampf um den Meistertitel 2008, Marvin Fritz, kam dagegen überhaupt nicht vom Start weg. Der 15-Jährige aus Neckarzimmern verlor eine Menge Plätze und kam erst als Elfter aus Runde 1 zurück.

Schrötter fuhr an der Spitze einen Start-Ziel-Sieg heraus. "Joey war am Start kurz vor mir, aber ich konnte auf der Gegengerade wieder vorbeigehen. In der Mitte des Rennens haben meine Reifen etwas nachgelassen, da sind sie mir wieder näher gekommen. Ich habe versucht, das Rennen an der Spitze zu kontrollieren. Das ist mir ganz gut gelungen.", sagte der Sieger nach dem Rennen.

Vorn ging Bastien Chesaux bereits in der zweiten Runde an Litjens vorbei und hielt diese Position bis ins Ziel. Schrötter konnte er nicht gefährden. Die gute Leistung des Schweizers kann man sicher als die Überraschung des Wochenendes einstufen. Zwar gelang es Chesaux, in den letzten vier Rennen der vergangenen Saison in die TOP 10 fahren, einen Podestplatz in der IDM 2008 hatte sicher kaum jemand auf der Rechnung.

Der Niederländer Joey Litjens ging gehandicapt in das Rennen, da er sich eine Woche zuvor bei zwei Stürzen in Spanien verletzt hatte. Kurzzeitig verlor er Rang drei an den Sachsen Eric Hübsch. Doch   Litjens kämpfte bravourös und ging in Runde 9 wieder an Hübsch vorbei. "Der Start war ganz o.k., aber dann hatte ich ziemliche Schmerzen vom Sturz in Spanien. Aber es lief für den Auftakt ganz gut. Ich bin zufrieden.", so der Niederländer, der als Dritter ins Ziel kam. Hübsch belegte knapp dahinter Rang vier.

Acht Sekunden hinter der Vierergruppe an der Spitze wurde der Oberlungwitzer Patrick Unger Fünfter. Unger lieferte dabei nach einem schlechten Start eine starke Aufholjagd und schob sich Platz um Platz nach vorn. Der von vielen Experten als Mitfavorit für die Meisterschaft gehandelte Marvin Fritz wurde hinter Unger Sechster und dürfte mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein. Die TOP 10 wurden durch Daniel Kartheininger (7.), den Tschechen Karel Pesek (8.), Sebastian Kreuziger (9.) und den Australier Jackson Leigh-Smith, der sich in der letzten Runde noch an drei Konkurrenten "vorbeimogelte", komplettiert.

Die Meisterschaftstabelle ist nach dem ersten Rennen identisch mit dem Rennergebnis. Es führt Marcel Schrötter (25 Punkte) vor Bastien Chesaux (20), Joey Litjens (16), Eric Hübsch (13), Patrick Unger (11) und Marvin Fritz (10).

Ergebnisse IDM 125: 1. Lauf: 1. Marcel Schrötter (Pflugdorf/Honda) 22:01,269 Min., 2. Bastien Chesaux (SUI/Aprilia) 1,379 Sek. zur., 3. Joey Litjens (NED/Seel 125)  1,618 Sek. zur., 4. Eric Hübsch (Lichtenstein) 2,395 Sek. zur., 5. Patrick Unger (Oberlungwitz/beide Aprilia) 10,483 Sek. zur., 6. Marvin Fritz  (Neckarzimmern/Seel 125) 10,864 Sek. zur.

 IDM-Punktestand: 1. Schrötter 25, 2. Chesaux 20, 3. Litjens 16, 4. Hübsch 13, 5. Unger 11, 6. Fritz  10

Titelverteidiger Martin Bauer (Österreich) startet mit Doppelsieg in die neue IDM SUPERBIKE-Saison

Die beiden Auftaktrennen der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft in der Top-Klasse IDM SUPERBIKE gingen am Sonntag (27. April) an den Österreicher Martin Bauer. Der Honda-Pilot vom Team Holzhauer Racing Promotion konnte mit diesem Doppelsieg nahtlos an seine Leistungen der Vorsaison anknüpfen, in der er den Meistertitel holte. Bei strahlendem Sonnenschein verwies Bauer vor 12.500 Zuschauern auf dem EuroSpeedway Lausitz den Hersbrucker Jörg Teuchert (Yamaha) und Landsmann Andreas Meklau (Österreich/Suzuki) jeweils auf die Plätze zwei  und drei.

Auch im Training am Samstag war Bauer Schnellster und sicherte sich mit der Zeit von 1:40,223 min. die Pole Position. Überraschend stark präsentierte sich der Berliner Dario Giuseppetti, der im Team Hertrampf-Racing/Ducati4U in die IDM zurückkehrte und nur 0,3 Sekunden langsamer war als der Titelverteidiger. Die beiden restlichen Plätze in der ersten Startreihe gingen an Yamaha-Pilot Jörg Teuchert und Andy Meklau (Suzuki).

Beim Start zum ersten Rennen musste Giuseppettis Team eine herbe Enttäuschung verkraften. Die Ducati seines Teamkollegen, Christian Kellner, kam nicht rechtzeitig zum Startplatz und der Waginger musste das Rennen von außen beobachten. Teamkollege Giuseppetti jedoch entschädigte seine Truppe mit einer starken Leistung. Gemeinsam mit Martin Bauer kam der Berliner blendend vom Start weg und fuhr an zweiter Stelle. Nach einer leichten Berührung mit Meklau bekam Giuseppetti Probleme mit seiner Verkleidung und büßte zunächst an Boden ein.

Martin Bauer zog an der Spitze seine Bahn und fuhr dem Feld auf und davon. Weder Teuchert (Yamaha Motor Deutschland) noch Meklau (Suzuki International Europe), die inzwischen an Giuseppetti vorbei gegangen waren, konnten dem Österreicher folgen. Bauer fuhr das Rennen mit einem Vorsprung von 4 Sekunden nach Hause, hinter ihm kamen Teuchert und Meklau auf die Ränge zwei und drei. "Es ist am unkritischsten, wenn man vorne weg fahren kann. Aber das Feld ist enorm stark. Ich freue mich, dass Leute wie Teuchert und Meklau in der Serie dabei sind.", so der Sieger nach dem Rennen. Und Meklau ergänzte: "Das Niveau der IDM SUPERBIKE ist weiter gestiegen. Man sieht, wie die IDM immer stärker wird - auch daran, dass selbst das Überrunden heute kaum ein Problem war. Da sind überall Profis am Werk."

Giuseppetti verlor zwischenzeitlich weitere Plätze, setzte dann aber von Rang 7 plötzlich wieder zur Verfolgungsjagd an. Mit der schnellsten Rennrunde von 1:40,877 min. kämpfte er sich an die Gruppe vor ihm wieder heran und sogar vorbei, so dass er am Ende als Vierter abgewinkt wurde. Mit rund 4 Sekunden Rückstand auf den Berliner belegten der Belgier Werner Daemen und der Ungar Gábor Rizmayer (beide Suzuki) die Plätze fünf und sechs. Der Norweger Kai-Borre Andersen (MV Agusta), der nach einem katastrophalen Start weit zurückgefallen war, kämpfte sich bravourös durch das Feld und belegte am Ende Rang acht.

Auch beim Start zum zweiten Rennen lieferte das Team Hertrampf-Racing/Ducati4U wieder unfreiwillig Schlagzeilen. Erst ging bei Christian Kellner kurz vor der Startfreigabe der Motor aus - der Start musste abgebrochen werden. Kurz danach wurde die Ducati von Giuseppetti auf dem Startplatz so heiß, dass Kühlwasser austrat. Giuseppetti schob seine Maschine von der Strecke in die Box. "Ich wusste ja im ersten Moment nicht, was das für eine Flüssigkeit war und wollte nicht die Strecke einsauen", gab Dario nach dem Rennen zu Protokoll. Nach einem kurzen Check in der Box kehrte der Berliner in die Startaufstellung zurück und ging von seinem alten Startplatz aus ins Rennen. Das sollte sich später als Regelverstoß herausstellen.

Das Rennen wurde um eine Runde verkürzt und neu gestartet. Alle Piloten kamen gut weg. An der Spitze konnte dieses Mal Teuchert dem Österreicher Bauer folgen, aber vorbei kam er nicht. Bauer fuhr auch Rennen zwei nach Hause, Teuchert wurde Zweiter. Auf die Frage bei der Pressekonferenz, ob er denn vorhatte, Bauer noch anzugreifen, sagte Teuchert: "Ich habe es die ganze Zeit versucht, aber es hat nicht funktioniert. Der bremst ja in die Ecken rein wie ein Pfingstochse. Also allerhöchsten Respekt - auf der Bremse kann er's."

Rund vier Sekunden hinter Teuchert überfuhr Giuseppetti unter dem Jubel seiner Fans als Dritter das Ziel. Erst nach der Siegerpressekonferenz erfuhr er, dass er wegen eines Regelverstoßes beim Start eine Zeitstrafe von 20 Sekunden aufgebrummt bekam, die ihn auf Rang 9 zurück warf. So ging Platz  drei wie im ersten Rennen an Meklau. Vierter wurde der Belgier Werner Daemen vor Ducati-Pilot Christian Kellner und dem starken Polen Pawel Szkopek (Yamaha).

In der Meisterschaft liegt nach zwei Rennen Martin Bauer (50 Punkte) wieder in Front. Teuchert kommt auf 40 Zähler, Meklau auf 32. Auf Rang vier folgt Daemen (24) vor Giuseppetti (20) und Szkopek (19).

In der Markenmeisterschaft geht es super eng zu. Yamaha führt mit 59 Zählern knapp vor Suzuki (56) und Honda (52).

Ergebnisse IDM SUPERBIKE:

1. Lauf:  1. Martin Bauer (AUT/Honda) 28:50,663 Min., 2. Jörg Teuchert (Hersbruck/Yamaha) 3,992 Sek. zur., 3. Andreas Meklau (AUT/Suzuki) 4,154 Sek. zur., 4. Dario Giuseppetti (Berlin/Ducati) 6,994 Sek. zur., 5. Werner Daemen (BEL/Suzuki) 10,431 Sek. zur., 6. Gábor Rizmayer (HUN/Suzuki) 18,534 Sek. zur.

2. Lauf: 1. Bauer 27:04,229 Min., 2. Teuchert 0,295 Sek. zur., 3. Meklau 4,869 Sek. zur., 4. Daemen  10,100 Sek. zur., 5. Christian Kellner (Waging/Ducati) 17,797 Sek. zur., 6. Pawel Szkopek (POL/Yamaha)  18,277 Sek. zur.

IDM-Punktestand: 1. Bauer 50, 2. Teuchert 40, 3. Meklau 32, 4. Daemen 24, 5. Giuseppetti 20, 6. Szkopek 19

Arne Tode (Triumph) dominiert Saisonauftakt der IDM Supersport

Den Saisonauftakt der Klasse IDM Supersport auf dem EuroSpeedway Lausitz sahen am Wochenende 12.500 Zuschauer und erlebten zwei Siege von Arne Tode (Triumph) am Samstag (26. April) und Sonntag (27. April).

Der Mann des Wochenendes war Arne Tode (G-LAB Racing - Sport-Evolution). Schon die Zeittrainings standen ganz im Zeichen des Glauchauer Triumph-Piloten. Ganze 0,280 Sekunden war er schneller als der Russe Vladimir Ivanov (Vector-Racing-Team) auf Yamaha. Der Tscheche Ondrej Jezek (Gold Fren Team Erinac) auf Kawasaki und Rico Penzkofer (SKM-Bike Promotion) auf Yamaha komplettierten Reihe eins. Der amtierende Supersport-Meister Sebastien Diss eröffnete als fünfter die zweite Startreihe. Der Franzose vertraut in diesem Jahr erneut auf die Erfahrung des Kawasaki-BMR-Teams. Außerdem in Reihe zwei: Damian Cudlin, Pascal Eckhardt und Vladimir Leonov.

Das erste Rennen der Saison am Samstagabend startete verhalten. Alle 46 Piloten reihten sich bravourös hintereinander ein und kamen bestens durch die ersten Passagen. Während die Fahrer in den ersten Runden wie auf eine Perlenkette aufgefädelt schienen, gab es nach nur wenigen Runden heftige Positionskämpfe. Arne Tode musste dabei mit ansehen, wie Vladimir Ivanov einen Fluchtversuch starten wollte. "Das konnte ich aber nicht zulassen", gab Tode zu Protokoll. "Ich wollte keine Überholmanöver in der letzen Runde oder Kurve riskieren und mich deshalb vom Feld absetzen." Dies gelang und Tode erarbeitete sich einen soliden Vorsprung.

Ivanov fuhr relativ einsam ins Ziel. Er hatte nach vorn ebenso wie nach hinten rund sieben Sekunden Vorsprung beziehungsweise Rückstand. Dritter wurde der Australier Damian Cudlin. "Eigentlich arbeite ich als Rennfahrer-Lehrer", resümierte der Yamaha-Pilot. "Ich zeige den Leuten dort auch, wie man richtig startet. Ausgerechnet das habe ich heute falsch gemacht!" Er kam erst als Zehnter aus der ersten Runde zurück, kämpfte sich dann aber bis auf Rang drei nach vorn. Sebastien Diss, Rico Penzkofer und Vladimir Leonov folgten auf den Plätzen vier bis sechs.

Das zweite Rennen am Sonntag war eine Demonstration des Glauchauers Tode. Er führte vom Start weg und baute einen Vorsprung von über zwölf Sekunden auf. Mit der maximalen Punktzahl von 50 Zählern war der Triumph-Pilot mehr als zufrieden. "Es hat einfach alles gepasst", bringt Tode das Wochenende auf den Punkt. Damian Cudlin musste sich seinen zweiten Platz sehr hart erarbeiten. Ständige Kämpfe mit Rico Penzkofer begeisterten nicht nur die Zuschauer. "Rico ist ein Fahrer, dem ich vertrauen kann", lobte der SKM-Bike Promotion Fahrer seinen Teamkollegen, welcher Dritter wurde. Philipp Hafeneger folgte dicht auf Rang 4.

Bei Vladimir Ivanov verlief der Rennsonntag eher abenteuerlich. Er musste in der Startaufstellung von ganz hinten starten, da seine Mechaniker noch am Motorrad schraubten, als schon die Drei-Minuten Tafel draußen war. Da dies ein Regelverstoß ist, hieß es für Ivanov, das Feld von hinten aufrollen. Dies meisterte der St. Petersburger tadellos und überholte 37 (!) Konkurrenten, um am Ende Fünfter zu werden. Der amtierende Meister Sebastien Diss kam dahinter als Sechster ins Ziel.

In der Gesamtwertung führt Arne Tode mit der Maximal-Punktzahl von 50. Dahinter liegen Cudlin (36), Ivanov (31), Penzkofer (27), Diss (23) und Hafeneger (20).

Ergebnisse IDM Supersport:

1. Lauf: 1. Arne Tode (Glauchau/Triumph) 26:09,949 Min., 2. Vladimir Ivanov (RUS/Yamaha) 7,537 Sek. zur., 3. Damian Cudlin (AUS/Yamaha) 14,161 Sek. zur., 4. Sebastien Diss (FRA/Kawasaki) 17,479 Sek. zur., 5. Rico Penzkofer (Böhlen/Yamaha) 19,733 Sek. zur., 6. Vladimir Leonov (RUS/Yamaha) 20,204 Sek. zur.

2. Lauf: 1. Tode 26:14,025 Min., 2. Cudlin 7,384 Sek. zur., 3, Penzkofer 7,549 Sek. zur., 4. Philipp Hafeneger (Solingen/Triumph) 7,835 Sek. zur., 5. Ivanov 8,842 Sek. zur., 6. Diss 10,339 Sek. zur.

IDM-Stand nach 2 von 12 Läufen: 1. Tode 50, 2. Cudlin 36, 3. Ivanov 31, 4. Penzkofer 27, 5. Diss 23, 6. Hafeneger 20

Quelle: IDM Int. Deutsche Motorradmeisterschaft




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