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Westfalenpost: Brisanter Rahmen Fußball-Länderspiel in Krawall-Vorstadt

Archivmeldung vom 08.11.2005

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.11.2005 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt

Reisen nach Frankreich ist zurzeit nicht ungefährlich. So beurteilt es das Auswärtige Amt und spricht gestern Warnungen aus. Kein Problem sieht der Deutsche Fußball-Bund. Er fliegt nach Paris zum Länderspiel ein, das am Samstag um 21 Uhr beginnt. Eine Polizei-Eskorte wird den Bus der Stars zum Stadion begleiten. Es ist deshalb nicht zu erwarten, dass das Gefährt mit seiner kostbaren Fracht vom Weg abkommt und womöglich mitten in Saint Denis strandet.

Die meisten der 2000 deutschen Fans reisen mit dem Auto an. Einen Navigationsfehler können sie sich nicht leisten. Eine einzige falsche Abfahrt - und es geht direkt in die Gefahr. Die Vorstadt Saint Denis gilt als "ein soziales Sprengstofflager erster Güte" (Der Spiegel). Hier lodern die Flammen seit der ersten Krawall-Nacht in Frankreich und hier liegt das Stade de France. Ein Prachtbau für 80 000 Menschen, 380 Millionen Euro teuer, Schauplatz der WM vor sieben Jahren. Im Glas des Palastes spiegeln sich heute die Bilder der Brandstifter. Das Spiel bietet ihnen eine ideale Bühne. Es könnte eine risikoreiche Fußball-Nacht werden. Eine Absage der Partie wäre indes ein schlechtes Zeichen: Die Gewalt käme wieder einen Schritt weiter. Doch der Fußball sollte nicht so tun, als lebe er auf einem eigenem Planeten, fernab des Weltgeschehens. Er tritt in brisantem Rahmen an und das sollte er nur tun, wenn Sicherheit im höchst möglichen Maße gewährleistet ist.

Quelle: Pressemitteilung Westfalenpost

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