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Inka Grings: "Die Zeit ist reif für eine DFB-Präsidentin"

Archivmeldung vom 13.04.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.04.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Inka Grings (2018)
Inka Grings (2018)

Foto: Olaf Kosinsky
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Ex-Fußballnationalspielerin Inka Grings kann sich gut eine Frau an der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vorstellen. "Die Zeit ist natürlich reif. Es hatten ja jetzt eine ganze Reihe von Männern die Gelegenheit zu zeigen, was sie können. Aber im Ernst: Es geht am Ende darum, den Kandidaten mit den besten Qualifikationen zu finden", sagte die neue Trainerin des Fußball-Regionalligisten SV Straelen der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

Sie fügte hinzu: "Es ist doch wirklich absurd, dass Frauen im Jahr 2019 sich immer noch rechtfertigen müssen und es viele Bereiche gibt, in denen sie eben noch nicht gleichgestellt sind. Da geht es nicht nur um Fußball." Es sei "völlig anmaßend, wenn Männer glauben, sie könnten Jobs per se besser machen als eine Frau. Der Mensch muss Ahnung von seinem Job haben - nicht mehr und nicht weniger." Die 40-Jährige zeigte sich auch verärgert darüber, dass Frauen noch immer mit Vorurteilen zu kämpfen haben.

"Ich finde es verblüffend, welche Kommentare ich nach meiner Vorstellung zu lesen bekommen habe. Da musst du dir schon die Frage stellen, was für Kleingeister im Jahr 2019 noch so rumlaufen. Wahnsinn, was sich vor allem Männer für Gedanken darüber machen, was ich für berufliche Qualifikationen habe." Grings, die seit Jahren mit einer Frau zusammenlebt, hofft, dass auch in Sachen Offenheit eine neue Kultur in der Fußball-Branche Einzug hält und Spieler zu ihrer Sexualität stehen können. "Wenn du dich immer nur verstecken musst, ist das ganz bestimmt kein einfaches und angenehmes Leben. Ich könnte das nicht, ich möchte niemandem irgendetwas vorspielen. Aber jeder ist für sich selbst verantwortlich. Ich würde mir jedenfalls den Mut wünschen, mehr Offenheit zuzulassen."

Quelle: Rheinische Post (ots)

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