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DTTB-Präsident Weikert verteidigt Nominierungen gebürtiger Chinesinnen für Nationalteam

Archivmeldung vom 08.10.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.10.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Der Präsident des Deutschen Tischtennis-Bundes, Thomas Weikert, sieht in der Häufung chinesisch-stämmiger Spielerinnen im deutschen EM-Kader keinen Paradigmenwechsel. Vielmehr betont er im Interview mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" (Dienstagausgabe), dass der DTTB keine frühzeitigen Einbürgerungen beantrage. "Wer jedoch nach acht Jahren in Deutschland eingebürgert wird, hat nicht nur alle Pflichten als Staatsbürger, sondern auch alle Rechte: also auch für die Nationalmannschaft zu spielen", so Weikert über die vier DTTB-Akteurinnen mit chinesischen Wurzeln. "Über die Nominierung entscheidet nicht das Aussehen des Gesichts, sondern die sportliche Leistung. Wer gut ist, darf für uns spielen."

Weikert kritisierte die zurückgetretene europäische Verbandsführung dafür, dass in Deutschland keine Live-Bilder von der EM im Fernsehen zu sehen sind. "Die ETTU hat den Vertrag mit Eurosport leider nicht verlängert, und das haben wir auch mehrfach kritisiert. Zum Glück ist der alte Präsident Stefano Bosi nun zurückgetreten. Ich hoffe, dass das neue Präsidium bei Marketing und Öffentlichkeitsarbeit in Zukunft neue Akzente setzen wird." Auch für das Scheitern der Ausschreibung einer Einzel-EM 2014 macht der Weltverbandsvizepräsident die alte ETTU-Spitze verantwortlich. "Das alte Präsidium hat hier - man muss es so sagen - eine Verschleierungspolitik betrieben." Weikert habe vernommen, dass sich Schweden für die Einzel-EM beworben hatte, aber man anscheinend den Modus ändern wollte. "Es ist jedenfalls ein Offenbarungseid, wenn sich nun wirklich kein Bewerber finden sollte."

Quelle: neues deutschland (ots)

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