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Kubacki feierte Doppelsieg in Titisee

Archivmeldung vom 20.01.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.01.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Die Hochfirstschanze in Titisee-Neustadt.
Die Hochfirstschanze in Titisee-Neustadt.

Foto: Taxiarchos228
Lizenz: FAL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Karl Geiger (266,2/137,5+134) hat das Gelbe Trikot beim Heim-Weltcup in Titisee-Neustadt verteidigt und der Upland-Adler Stephan Leyhe (269,2/135+140,5) war als Vierter noch einen Platz vor dem Allgäuer wieder ganz nahe am Podest.

Dem 26 Jahre alten Allgäuer (137,5 und 134 Meter) reichte am Sonntag vor 7000 Zuschauern ein fünfter Platz, um seinen Spitzenplatz vor dem Österreicher Stefan Kraft zu behaupten und die Führung auszubauen. Geigers Vorsprung beträgt nun 83 Punkte.

Den Tagessieg holte der polnische Tournee-Gewinner Dawid Kubacki, der 143,5 und 133,5 Meter weit sprang. Ryoyu Kobayashi musste sich trotz eines Fabelsprungs auf 147 Meter geschlagen geben, ihm fehlten 0,3 Punkte. An den Japaner gingen dafür 25 000 Euro Prämie für den besten Skispringer des Wochenendes.

Stephan Leyhe lag nach seinem geteilten fünften Platz am Vortag vor dem dramatischen Finale „nur“ auf Platz 12. „Unglaublich“, jubelte Biathlon-Olympiasiegerin Petra Behle nach seinen 140,5m im Finale und Ronnie Brandl von seiner Skifirma postete: „Bravo! Bester DSV-Mann und geilster Sprung im Finale.“ Nichts war mehr zu spüren von der Enttäuschung am Vortag, als Leyhe als Zweiter noch zurückfiel. Dabei waren die Bedingungen weitaus schwieriger. Aber die Leyhe-Faust zeigte schnell, was dieser Sprung wert war. In den Fernsehkabinen jubelten Toni Innauer und Sven Hannawald. Leyhe nistet sich wie schon in Predazzo mehr und mehr in der „Leader-Box“ des Führenden ein, fühlt sich dort wohl und das erste Podest des Winters, ja der erste Weltcupsieg überhaupt scheinen nur noch eine Frage der Zeit. "Der erste Sprung war okay, der Zweite dann sehr gut. Mein Niveau wird stabiler und das ist auch das Ziel für die nächsten Wochen", so der Upland-Adler.

Constantin Schmid als Neunter und Pius Paschke auf Platz 26 holten ebenfalls noch Weltcup-Punkte. Die DSV-Adler schlagen sich auch ohne Eisenbichler, Wellinger, Freitag, Freund und Siegel derzeit mehr als wacker. Leyhe rückte im Gesamt-Weltcup mit 335 Punkten auf Platz 13 nach den zwei Null-Nummern zu Saisonbeginn weiter vor und kann jetzt sehr optimistisch nach Zakopane gehen. Auch bei Titisee5 blieb er sehr guter Dritter hinter Kobayashi und Kubacki. Seine Leistungen sind derzeit beste Werbung für den Willinger Kult-Weltcup.

Die ersten COC-Punkte für Paul Winter

Es geht wieder aufwärts mit Paul Winter! Nach seinem Pech am Samstag, als er das Finale der besten 30 nur um 0,1 Punkte verpasst hatte, setzte der Willinger Skispringer am zweiten Tag des Continental Cups in der VogtlandArena in Klingenthal ein Ausrufezeichen. 128,5 und 118 m bedeuteten mit 205,3 Punkten in dem erlesenen Feld auf der Weltcupschanze Platz 16 und damit 15 Punkte. Im ersten Durchgang war Winter noch der beste DSV-Adler, am Ende überholte ihn Adrian Sell auf Platz zehn. „Ich war seit langer Zeit mal wieder nervös.. Habe aber einen guten Wettkampf gemacht, mal sehen, wo die Reise weiter hingeht“, meinte Winter und hofft auf weitere internationale Einsätze. Beim Sieg des Norwegers Robin Pedersen (247,1) vor den beiden Österreichern Clemens Aigner (243,1) und Stefan Huber (241,4) kam Japans „Dauerbrenner“ Noriaki Kasai (223,9) auf Platz sieben. Leitner behauptete die Führung in der Gesamtwertung.

Althaus und Seyfarth auf fünf und sechs

Die DSV-Skispringerinnen sind auch zum Abschluss des Weltcups in Zao am Stockerl vorbeigesprungen. Katharina Althaus wurde nach Sprüngen auf 93 und 89 Meter Fünfte, Teamkollegin Juliane Seyfarth (94,5 und 92,5 Meter) landete direkt hinter ihr auf Rang sechs. Die Erfolgsserie von Österreichs Frauen in Japan ging weiter: Eva Pinkelnig (99 und 95 Meter) gewann vor Landsfrau Chiara Hölzl und der Norwegerin Maren Lundby, die im Gesamtweltcup nur noch einen Punkt vor Pinkelnig liegt. Zao war für das Team von Bundestrainer Andreas Bauer nicht besonders gut verlaufen. Am Freitag war Althaus nach einem verpatzten Sprung von Rang drei noch auf Rang acht zurückgefallen, am Samstag musste sich das deutsche Quartett als Weltmeister im Team gleich fünf weiteren Nationen geschlagen geben.

Ergebnis Titisee 19.1.2020

Endstand Titisee5

Quelle: SC Willingen

FIS Skisprung Weltcup in Willingen vom 07. bis 09. Februar 2020 Mühlenkopfschanze

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