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Innenminister wollen Mitsprache bei Bundesliga-Spielplan

Archivmeldung vom 06.12.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.12.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
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Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) kritisiert die Spielplanung des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) am 1.Mai-Wochenende und fordert eine Beteiligung der Polizei an der Terminplanung der Bundesligaspiele. "Wir hatten schon unsere Forderungen beim DFB in Frankfurt präsentiert, ohne dass DFB und DFL (Deutsche Fußball-Liga) die Notwendigkeiten für mehr Sicherheit ausreichend berücksichtigt haben", sagte Mäurer dem Bremer Weser-Kurier.

Die Einnahmen seien offenbar wichtiger als polizeiliche Bedenken. Mäurer hält es für möglich, dass die Polizei aus Sicherheitsgründen nach dem Ordnungsrecht Bundesligaspiele ohne Zuschauer anordnet. Die Innenminister der Länder fordern ein spielfreies 1. Mai-Wochenende, da die Polizeikräfte bereits am Vortag des Tags der Arbeit stark gebunden seien. Spielfrei ist 2011 aber nur der 1. Mai selbst, der im nächsten Jahr auf einen Sonntag fällt.

Die Sicherheitsinteressen müssten auch bei den Reiserouten der Fans beachtet werden: "Wenn Werder Bremen in Dortmund und Hannover 96 in Köln spielt, treffen sich die beiden Fan-Gruppen auf einem Bahnhof und nehmen ihn auseinander", warnte der Bremer Innensenator. Deshalb müssten jetzt auch die Reisewege der Fans kontrolliert werden. In den Zügen der Deutschen Bahn müsse ein Alkoholverbot durchgesetzt werden. Die Vereine sollten sich nach Mäurers Ansicht an den Kosten der Polizei zur Sicherung der Fußballspiele beteiligen.

Mäurer ist federführend für die Länderinnenminister im Nationalen Ausschuss für Sport und Sicherheit. Dort sind auch der Deutsche Städtetag, der DFB und der Deutsche Sportbund vertreten. Der Ausschuss überarbeitet das Nationale Konzept für Sport und Sicherheit von 1992, um der wachsenden Gewalt in den Stadien zu begegnen. Morgen wird ein erster Zwischenstand des neuen Konzepts präsentiert.

Quelle: Weser-Kurier

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