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Formel-E-Star di Grassi kritisiert Hersteller

Archivmeldung vom 21.03.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.03.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Lucas di Grassi
Lucas di Grassi

Foto: KAgamemnon
Lizenz: CC BY-SA 2.5
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Formel-E-Pilot Lucas di Grassi setzt sich für weniger Technik im Rennsport ein. In SPORT BILD sagt der 34-Jährige: „Für mich sollte die menschliche Komponente im Motorsport eine größere Rolle spielen. Es sollte ein Limit geben, wie weit der Computer dem Fahrer hilft. Der Pilot muss die wichtigen Entscheidungen hinsichtlich Energiemanagement oder Bremsen selbst treffen.“

Dabei bezieht er sich nicht nur auf die Formel E. Er kritisiert auch die Entwicklung in der Formel 1. Di Grassi: „Dort sollte man zum Beispiel auf die Servolenkung verzichten, damit die Fahrer endlich mal wieder richtige Muskeln an den Armen brauchen. Ich erinnere mich nur, wie Ayrton Senna in Brasilien 1991 von Krämpfen geschüttelt wurde, weil Lenken und Schalten so anstrengend waren. Damals war Motorsport noch echter Sport.“ Aber: Je mehr Hersteller in einer Serie engagiert sind, desto weniger zählt der Fahrer. Aus gutem Grund. „Denn je professioneller eine Rennserie wird, desto mehr Kontrolle wollen die Hersteller haben“, sagt der Brasilianer. „100 Ingenieure zu haben ist einfacher, als sich auf so einen Typen im Cockpit verlassen zu müssen. Ich sehe das anders. Gib den Herstellern bestimmte Bereiche, in denen sie sich austoben können und die relevant sind für die Serienentwicklung. Aber lass die Fahrer die Rennen fahren.“

Quelle: SPORT BILD

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