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Ex-Formel 1-Chef: Selenski “absolut” schuld am Krieg, Sport-Bann gegen Russen falsch

Archivmeldung vom 01.07.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.07.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: premier.gov.ru, Wikimedia Commons, CC BY 4.0 / WB / Eigenes Werk
Bild: premier.gov.ru, Wikimedia Commons, CC BY 4.0 / WB / Eigenes Werk

“Ecclestone bringt Formel 1 in Verlegenheit”: Mit diesen Worten beschreibt der Staatsfunk eine zweifellos mutige Aussage von Bernie Ecclestone (91). Dieser äußerte Verständnis für die Position von Wladimir Putin und sieht dessen Widersacher Wolodymyr Selenski als Hauptverantwortlichen für die Eskalation des Konflikts in der Ukraine. Dies berichtet das Magazin "Wochenblick.at".

Weiter berichtet das Magazin: "Auch die Streichung des Russland-Grand Prix und die Ausbootung eines russischen Fahrers hält er für einen Fehler.

Ecclestone: Putin ist vernünftige, erstklassige Person

Vom Teameigner zum von allen Seiten geachteten Alleinherrscher eines Sports: Der Engländer Ecclestone stand bis 2017 fast 40 Jahre lang an der Spitze der wichtigsten Motorsportserie und half diese zu professionalisieren. Auch nach seinem Ausscheiden meldet er sich regelmäßig zu aktuellen Themen zu Wort. Nun stellte Ecclestone klar, dass er Putin auch nach dem Angriff auf die Ukraine für eine “erstklassige Persönlichkeit” hält. Diese Entscheidung habe jener im Februar getroffen, weil er glaubte, es sei das Beste für Russland.

Mittlerweile entpuppe sich das zwar als Fehler. Aber wie in der Wirtschaft müsse man den Menschen auch in der Politik zugestehen, einen Fehler zu machen: “Leider ist er wie viele Businessleute, auch wie ich. Wir machen hin und wieder Fehler und wenn du einen Fehler machst, musst du halt das Beste tun, um wieder rauszukommen.” Die Freundschaft sei unangetastet, er würde sich für Putin “immer noch in einen Schuss werfen”.

Kabarettist Selenski am Krieg “absolut” mitverantwortlich

Kein gutes Wort ließ Ecclestone indes an Selenski: “Die andere Person in der Ukraine – ich glaube, der war einmal Kabarettist und er will diesen Beruf gerade weiter ausüben. Denn ich glaube, wenn er nachgedacht hätte, dann hätte er sich mehr angestrengt, um mit Putin [am Verhandlungsweg] zu sprechen. Der ist nämlich eine vernünftige Person.” Er ist sich sicher: Der russische Präsident hätte dem Staatsoberhaupt seines Nachbarlandes zugehört und nach einem machbaren Weg gesucht. Damit steht Selenski nach Ansicht Ecclestones “absolut” in der Mitverantwortung für den Krieg.

Systemmedien verschweigen Ecclestones US-Kritik

Auch brachte er das zweierlei Maß bei der Bewertung solcher Militäroperationen ins Spiel: “Schauen Sie sich an, wie oft hat Amerika andere Länder angegriffen, wo es nicht um Amerika ging. Die Amerikaner machen Geschäfte, die senden einen Haufen Waffen rein, also ist es gut für sie.” Hier zeigt sich übrigens die einseitige Berichterstattung vieler Mainstream-Medien. Denn während man die Putin-Kommentare reihum skandalisierte und sich sogar die neue Formel-1-Geschäftsführung davon distanzierte, wurde seine treffende Kritik an der geopolitischen Rolle der USA schlichtweg ausgespart.

“Nicht involviert”: Ausschluss russischer Athleten war falsch

In einem späteren Teil des Interviews kritisierte Ecclestone auch noch die westliche Sanktionspolitik gegen Russland. Dies gilt seiner Ansicht nach besonders für den Kahlschlag im Bereich des Sports, auch des Motorsports. Dass die Formel-1-Leitung nur einen Tag nach Kriegsbeginn das Russland-Rennen, das am 25. September hätte stattfinden sollen, ersatzlos strich, hält er für eine Fehlentscheidung. Die Aufnahme des Grand Prix in Sotschi in den Kalender geht noch auf seine Ägide zurück.

Noch übler sei der Ausschluss russischer Athleten im Sport. In der Formel 1 betraf dies den ehemaligen Haas-Piloten Nikita Masepin, der sein Cockpit an den (allerdings fahrerisch talentierteren) Dänen Kevin Magnussen verlor. Hier hat Ecclestone eine klare Meinung: “Es ist falsch, russischen Athleten – und das beinhaltet Rennfahrer – zu verbieten, ihren Sport auszuüben. Sie waren in diese Sache ja niemals involviert. Sie sollten daher auch nicht bestraft werden.”

Auch der frühere Biathlon-Star Simon Fourcade kritisierte vor einiger Zeit den Russen-Bann:(Link)

Rückendeckung für Piquet nach Rassismusvorwurf

In Schutz nahm Ecclestone indes den dreifachen Formel-1-Weltmeister Nelson Piquet. Der Brasilianer fuhr die ersten beiden seiner drei Titel (1981, 1983, 1987) für das Brabham-Team ein, das dem Briten damals gehörte. Zuletzt wurde eine Sequenz von Piquet, dessen Tochter Kelly mit dem amtierenden Weltmeister Max Verstappen liiert ist, publik. Dort bezeichnete Lewis Hamilton salopp als “neguinho” (wörtlich: “kleiner Neger”). Es folgten Rassismus-Vorwürfe. Das Wort hat in Brasilien allerdings eine Doppelbedeutung, wird unabhängig der Ethnie als Synonym für “Kumpel” oder “Kerl” verwendet.

Hier ist Ecclestone der Meinung, dass man nicht jedes Wort auf eine Goldwaage legen muss: “Leute sagen Dinge, und sie tuscheln, wenn andere etwa übergewichtig sind. Oder wie in meinem Fall ein wenig kleinwüchsig. Ich bin mir ziemlich sicher, darüber haben sich schon Leute ausgelassen. Aber wenn ich es mitbekommen hätte, dann hätte ich das ohne großes Aufsehen selbst geregelt. Mich wundert es, dass Lewis das nicht einfach beiseite schiebt, oder noch besser, darauf antwortet. Nelson hat sich ohnehin entschuldigt, eigentlich sollten alle glücklich sein.”

Politisch unkorrekt: Kein Blatt vor Ecclestones Mund

Schon in der Vergangenheit fiel Ecclestone entgegen vieler stromlinienförmiger Charaktere unserer Zeit regelmäßig mit politisch unkorrekten Äußerungen auf. Vor zwei Jahren etwa stellte sich Siebenfach-Weltmeister Lewis Hamilton hinter die unter dem Anti-Rassismus-Deckmantel agierenden linksradikalen “Black Lives Matter”-Proteste. Er befürwortete sogar weltweite Denkmalstürme. Ecclestone erinnerte den dunkelhäutigen Hamilton daran, dass “Schwarze oft ohnehin rassistischer sind als Weiße.”

Quelle: Wochenblick

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