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Vettel holt auch die "Pole" in Südkorea

Archivmeldung vom 05.10.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.10.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Sebastian Vettel
Sebastian Vettel

Foto: Flickr upload bot
Lizenz: CC-BY-2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel hat sich für den Großen Preis von Südkorea den ersten Startplatz gesichert. Vettel holte damit am Samstag die 42. Pole seiner Karriere und die sechste in dieser Saison. Auf Rang zwei kam Lewis Hamilton, auf Rang drei darf Roman Grosjean starten.

Eigentlich wurde Mark Webber dritter, der muss aber wegen einer Verwarnung von weiter hinten ins Rennen gehen.

Nico Rosberg: "Vettel ist respektlos"

Weltmeister Sebastian Vettel sorgt für Unruhe im Formel-1-Fahrerlager. Sebastian Vettels Aussage, sein Team arbeite härter als die Konkurrenz, hat Fahrerkollege Nico Rosberg mächtig verärgert. Der Mercedes-Pilot hat sich am heutigen Donnerstag im Interview mit Sky Reporterin Tanja Bauer zu Sebastian Vettel geäußert:

Nico Rosberg im Sky Interview über Vettels Aussage: "Ja, das ist sicher nicht ideal und zudem respektlos, aber er handelt sich natürlich auch diese Buhrufe selber ein. Wenn er zum Beispiel unter anderem über meine Eier redet, die ich in den Pool hänge, dann kommen natürlich auch solche Buhrufe dann manchmal."

Zwischenfrage Sky Reporterin Tanja Bauer: "Das heißt, der Spruch kam nicht so gut an bei euch?"

Rosberg: "Nein überhaupt nicht, weil meine Jungs, die arbeiten so was von fleißig, Tag und Nacht. Das kann er doch nicht wissen, wie fleißig wir sind, im Vergleich zu der Truppe von denen. Wir geben Vollgas. War schon ein bisschen abgehoben der Spruch und diese Art und Weise ist ihm fast noch zum Verhängnis geworden, Samstags im Qualifying, da hab ich ihm fast noch die Pole weggeklaut. Da hätte ich schon gelacht da drüber."

Sky Experte Marc Surer rät Vettel zum Wechsel: "Dann würden auch die Pfiffe verstummen"

Nach zuletzt drei Siegen in Serie und einem Vorsprung von 60 Punkten auf Verfolger Fernando Alonso scheint Sebastian Vettels vierter WM-Titel in Serie nur noch Formsache. In Südkorea, wo er in den vergangenen beiden Jahren siegreich war, könnte er einen weiteren Schritt Richtung Titelverteidigung machen.

Gegenüber sky.de schätzt Sky Experte Marc Surer die Chancen der Konkurrenz auch in Yeongam als gering ein: "Eigentlich können nur die Reifen Vettel stoppen. Red Bull fährt in Südkorea mit noch weicheren Reifen als letztes Jahr, als es am Ende durchaus kritisch wurde. Bei dem sehr glatten Asphalt könnte es nämlich zum gefährlichen 'graining' kommen. Sollte das wieder passieren, hat die Vergangenheit gezeigt, dass andere Teams wie Ferrari oder Lotus damit besser umgehen können."

Dem designierten Vierfachweltmeister rät der Schweizer mittelfristig zu einem Teamwechsel: "Er hat die Schnelligkeit, die Konstanz und ist auf den Punkt immer voll da. Das unterscheidet ihn meiner Meinung nach von einem Alonso, der manchmal im Training schwächelt oder Hamilton, der zu unkonstant fährt. Für ihn wäre in Zukunft ein Wechsel gut - dann wäre das Image, dass er nur in einem Red Bull gewinnen kann, endlich weg und auch die Pfiffe würden verstummen."

Den neuen Grundlagenvertrag zwischen FIA und Formel 1 sieht er positiv: "Die FIA ist so etwas wie die Polizei der Formel 1 und ich erhoffe mir davon, dass sie etwas in Richtung 'Budget-Deckelung' unternimmt. Die FIA muss in Zukunft mehr einschreiten und die kleinen Teams retten. Bisher haben die Teams soviel Geld ausgegeben, wie sie wollen und die FIA hat sich nicht bereit erklärt, diese Obergrenze zu kontrollieren."

Das ganze Interview mit Marc Surer ist unter sky.de/formel1 abrufbar.

Quelle: dts Nachrichtenagentur / Sky

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