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1. Bundesliga: Mönchengladbach beendet Dortmunds Siegeszug

Archivmeldung vom 05.10.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.10.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
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Am 8. Spieltag in der Fußball-Bundesliga ist es passiert: Dortmund hat das erste Mal in dieser Saison verloren, gegen Mönchengladbach war am Samstagnachmittag nur ein 0:2 drin. Schalke zeigte sich unterdessen von seiner Schokoladenseite und gewann mit 4:1 gegen Augsburg. Die weiteren Ergebnisse vom Samstagnachmittag: Stuttgart - Bremen 1:1, Wolfsburg - Braunschweig 0:2 und Mainz - Hoffenheim 2:2.

Die Tragödie nahm erst in den letzten Minuten ihren Lauf: Kruse traf in der 82. Minute, Raffael in der 86. Minute, obwohl Dortmund eigentlich die meiste Zeit überlegen war.

Die Bayern können damit zum Oktoberfest-Abschlusswochenende nach der Tabellenspitze greifen, wenn sie am Abend gegen Leverkusen mindestens unentschieden spielen.

Die wichtigsten Stimmen zu den Samstagnachmittagspartien des 8.Spieltages der Fußball-Bundesliga bei Sky:

Lucien Favre (Trainer Borussia Mönchengladbach)...

...über den 2:0-Sieg gegen Borussia Dortmund: "Wenn du 2:0 zu Hause gegen Dortmund gewinnst, dann ist das schon etwas. Nach der ersten Halbzeit ist es fast ein Wunder."

...auf die Frage, ob der Sieg verdient gewesen wäre: "Nach der ersten Halbzeit natürlich nein. Es war schlecht von uns. Wir haben geschlafen, keinen Fußball gespielt, Dortmund hat top gepresst. Man hat unsere Schwäche gesehen. Man muss das klar verbessern und unter Druck viel besser spielen, nicht nur bei der Ballannahme, sondern auch in den Gedanken - das war zu langsam."

...über seine Pausenansprache: "Ich habe zur Mannschaft gesagt: Es ist eine Frage der Zeit, bis wir ein Tor kriegen. Wir müssen probieren, Fußball zu spielen, sonst verlieren wir. Wenn es nach unserer ersten Halbzeit 0:0 steht, muss man positiv denken. Die erste Halbzeit war katastrophal, fast katastrophal. Aber es stand 0:0 und im Fußball ist alles möglich."

Jürgen Klopp (Trainer Borussia Dortmund) nach dem Spiel: "Es war die Situation da, die wir für uns entscheiden müssen. Das haben wir nicht getan. Den Schuh müssen wir uns anziehen. Aber so ist der Fußball: Solange der Gegner nicht geschlagen ist, hat er alle Möglichkeiten. Er war nicht geschlagen, sondern er war nur angeknockt und ist getaumelt. Aber wir haben den Sack nicht zugemacht, und dann kriegst du die zwei Dinger. Das fühlt sich im Moment wirklich sehr bescheiden an."

Torsten Lieberknecht (Trainer Eintracht Braunschweig)...

...nach dem 2:0-Sieg beim VfL Wolfsburg: "Uns ist es heute das erste Mal richtig gelungen, über 90 Minuten unsere taktische Grundordnung durchzuziehen. Wir waren fast fehlerfrei - die richtige Grundordnung zu finden war heute der Schlüssel zum Erfolg. Dafür haben wir uns mit dem 1:0 belohnt. Die Jungs sind in allen Bereichen heute über sich hinausgewachsen. Momentan sind wir wie das kleine gallische Dorf. Und heute hat das gallische Dorf verdient gewonnen."

...über seine emotionale Aussagen am Wochenende zuvor: "Es hat anscheinend geholfen. Ich habe das öffentlich getan, weil es nicht verwerflich ist, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Es ist nicht gesund, es in sich hinauszufressen. Dass ich damit Emotionen getroffen habe, war nicht bewusst gemacht. Ich habe aber anscheinend etwas erreicht, das heute erfolgreich war."

Martin Harnik (VfB Stuttgart) nach dem 1:1 gegen Werder Bremen: "Wir haben zwar schon den einen oder anderen Punkt liegen lassen, aber noch kein Spiel verloren, seitdem der neue Trainer da ist. Grundsätzlich glaube ich, dass wir zu alter Stärke zurückfinden."

Markus Gisdol (Trainer 1899 Hoffenheim) nach dem 2:2 beim FSV Mainz 05: "Das ist super ärgerlich heute. Wir haben uns den Sieg über 75 Minuten hart erarbeitet und dann in 15 Minuten alles hergeschenkt."

Thomas Tuchel (Trainer FSV Mainz 05) über die Aufholjagd: "Wir haben uns nicht hängen lassen. Es ist auf jeden Fall eine Leistung, die Körpersprache beizubehalten. Wir haben gesagt: Spiele sind nicht entschieden, vor allem nicht gegen Hoffenheim in dieser Saison. Spiele sind nie verloren und sind nie gewonnen."

Heinz Müller (FSV Mainz 05) über sein Mitwirken am 2:2-Ausgleich: "Es ist glücklich, dass ich den Kopfball kriege und er am Ende noch reingeht. Aber wir haben den Punkt über den Willen und die Courage der Mannschaft in der zweiten Halbzeit geholt."

Horst Heldt: "Wir haben ihn nie suspendiert. Er hat eine Denkpause bekommen. Wir haben am gestrigen Tag mit Jermaine [Jones] gesprochen und ihm klar zu verstehen gegeben, was wir ab sofort von ihm verlangen: auf dem Platz und außerhalb des Platzes. Ich denke und hoffe, dass er es verstanden hat. Er ist heute wieder im Kader. Wir haben nie gesagt, dass er auf ewige Zeiten nicht mehr bei uns in den Kader gehört, sondern es war ein ganz normaler Vorgang. Eine Entscheidung, die man trifft bezüglich eines Einzelnen oder einer Mannschaft, dient immer nur dazu, zu versuchen, eine Mannschaft oder einen Einzelnen besser zu machen. Ich hoffe, dass er die Denkpause genutzt hat, über sein Spiel nachgedacht hat und dass das fruchtet. Es war eine Entscheidung, die wir im Gesamtpaket mit dem Trainerstab getroffen haben. Wir haben uns am Ende des Tages besprochen und mit Jermaine die Situation besprochen. Damit ist für uns das Thema abgehakt."

Jens Lehmann...

...über Schalke 04: "Eine Topmannschaft spielt Bundesliga gut und Champions League gut. Bei Schalke ist immer irgendetwas, das nicht stimmt... Ich habe elf Jahre dort gespielt. Ich verstehe es auch nicht, dass etwas nicht konstant beginnen und dann vielleicht auch konstant und erfolgreich in der Saison enden kann. Irgendetwas kommt immer dazwischen... Manchmal wundert man sich, wie zum Beispiel letztens bei der Degradierung von Jones, dass er dann direkt nicht mehr im Kader ist. Normalerweise sitzt ein Spieler auf der Bank, wenn er schlecht spielt. Dass er aus der Mannschaft fliegt, ist ungewöhnlich. Vielleicht ist da mehr dahinter gewesen, als wir wissen. Es sind immer Extreme, nie mal irgendwo Konstanz, Gleichlauf, Harmonie - das gibt es da nicht."

...über Timo Hildebrand und Jermaine Jones: "Damals, als er mit uns bei der Nationalmannschaft war, war er auch zu Recht dort, weil er auch tolle Bälle gehalten hat. Normalerweise wird ein Torwart besser, wenn er älter wird: Er steht besser, er sieht die Situationen besser und hält dann mehr. Bei Timo müsste es eigentlich so sein, dass er für den Anspruch, den Schalke 04 hat, ganz nahe an der Nationalmannschaft ist. Aber er ist noch nicht mal in der Diskussion für die Nationalmannschaft. Die Ansprüche bei Schalke 04 sind höher. Als Torwart und als Spieler muss man sich dessen bewusst sein, dass in erster Linie der Erfolg des Vereins im Vordergrund steht. Wenn ich nicht genug drüber nachdenke, wie ich mich verhalten muss, habe ich da eben nichts verloren. Horst Heldt und Jens Keller haben es angesprochen: Der Junge [Jermaine Jones] kriegt jetzt noch einmal eine Chance. Wenn er es nicht kapiert, wie er sich zu verhalten hat, dann wird er den Ansprüchen von Schalke 04 eben nicht gerecht und ist weg."

Jens Lehmann: "Ich könnte es mir gut vorstellen. Wenn man die anderen Torleute sieht, ist es so, dass Rene Adler zusammen mit seiner Mannschaft in Hamburg im Moment nicht mehr die überragenden Leistungen bringt, die er vorher gebracht hat. Ron-Robert Zieler ist mit Hannover immer ein Stückchen hinter der Spitzengruppe. Der, der konstant oben dabei ist, Champions League spielt und immer sehr sehr gute Leistungen bringt, ist Roman Weidenfeller. Ihn sehe ich momentan als denjenigen, der Manuel Neuer die meiste Konkurrenz machen könnte."

Lothar Matthäus...

...über einen möglichen Bayern-Bonus bei den Schiedsrichtern: "Das Gefühl kann man bekommen. Es hat schon einige Situationen gegeben in dieser Saison: Elfmeter für Bayern - ja, Elfmeter gegen Bayern - nein, dann diese Geschichte mit Bastian Schweinsteiger (Foul gegen Wolfsburgs Diego, d. Red.). Dann kann einem schon der Gedanke kommen, dass Bayern in der einen oder anderen Situation bevorzugt wird. "

...über Philipp Lahms Rolle im Mittelfeld: "Er riecht den Ball, er merkt, was der Gegner vorhat. Er ist deshalb so wichtig für Guardiola, weil er ein defensiv denkender Spieler ist, nicht wie Schweinsteiger oder wie Kroos."

... über das Guardiola-System: Ich würde sagen, das ist Tika-Taka-Bavaria. Das ist Fußball, wie wir in der Vergangenheit aus Spanien gekannt haben. Das ist neu beim FC Bayern."

Rudi Völler (Sportdirektor Bayer Leverkusen) über Stefan Kießlings Gespräch mit Bundestrainer Joachim Löw: "Ich glaube, dass er gelöst ist. Dieses Gespräch hätte vielleicht schon ein bisschen früher stattfinden sollen nach der Leistung, die Stefan schon im letzten Jahr gebracht hat. Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass Stefan Kießling immer noch eine Chance hat, mit zur WM zu fahren, wenn er eine ähnliche Saison wie im letzten Jahr hat."

Quelle: dts Nachrichtenagentur / Sky

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