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Mäurer kritisiert Ablehnung von DFL-Beteiligung an Polizeikosten

Archivmeldung vom 04.10.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.10.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Ulrich Mäurer (2018)
Ulrich Mäurer (2018)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) übt scharfe Kritik an Länderkollegen, die seinen Vorschlag über eine Beteiligung der Deutschen Fußball Liga (DFL) an den Polizeikosten bei Hochrisikospielen ablehnen.

"Mich befremdet die schlichte Ignoranz", sagte Mäurer dem "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe. Er verwies auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts. Dort hat Bremen mit seiner Forderung auf Erstattung von Polizeikosten Recht bekommen. "Das Gericht verwies ausdrücklich auf die Lastengerechtigkeit", so der Bremer Innensenator. Darum dürfe man "vor der DFL mit mehr als vier Milliarden Euro Umsatz im Jahr nicht einknicken", so der SPD-Politiker weiter.

Mäurer schwebt zur künftigen Finanzierung ein Fonds vor, in den die DFL etwa 30 Millionen Euro pro Saison einzahlt. Je nach Aufwand sollten die Länder ihre Polizeikosten dort geltend machen. Die Innenminister der meisten anderen Bundesländer sind dagegen. Die Sicherheit bei Bundesligaspielen gehöre zum Kernbereich staatlicher Aufgaben, argumentieren sie. Das bezweifelt auch Bremens Innensenator nicht: Dieser Grundsatz stehe durch die geplante Gebühr aber gar nicht infrage, so der SPD-Politiker. Dieses Argument sei "offenkundiger Unsinn", sagte Mäurer dem "Spiegel".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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