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Zwanziger hält Platini als Fifa-Präsident für Unsinn

Archivmeldung vom 03.06.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.06.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Theo Zwanziger Bild: Manuel Heinrich / Wikimedia Commons / CC-BY-SA-2.5
Theo Zwanziger Bild: Manuel Heinrich / Wikimedia Commons / CC-BY-SA-2.5

Theo Zwanziger, bis vergangene Woche Mitglied des Exekutivkomitees der Fifa, zeigt sich erleichtert über den Rücktritt von Josef Blatter als Präsident des Weltverbands. "Ich bin froh, dass es so gekommen ist", sagt Zwanziger der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe).

"Nun ist die Chance für einen Umbruch da. Die Frage ist jetzt aber eigentlich nicht, wer neuer Präsident wird, sondern wie die Strukturen in der Fifa geändert werden können, damit sich der Verband öffnet." Gleichwohl macht der 69-Jährige deutlich, was er von einer möglichen Kandidatur des Franzosen Michel Platini für das höchste Amt im Weltfußball hält: "Das halte ich für Unsinn. Jemand, der für die Austragung des WM-Turniers in Katar gestimmt hat, kann nicht Fifa-Präsident werden. Diese Vergabe hat schließlich erst für den Sündenfall gesorgt, der mit zu den aktuellen Entwicklungen geführt hat. Aber wie gesagt, es ist jetzt absolut zu früh, über Namen zu spekulieren. Der Verband muss komplett umgekrempelt werden, damit er überhaupt eine Zukunftschance hat. Das Problem sind nicht nur einzelne Personen, sondern ein Geflecht von Abhängigkeiten und Machtspielen dahinter." Ein besonderes Gewicht erhofft er sich von den europäischen Vertretern in der Fifa. "Die Uefa muss klare ethische Grundlagen schaffen", sagte der ehemalige Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). "Ich hoffe, dass die Öffentlichkeit endlich beginnt, Druck auf die Uefa zu machen, damit sie zum Handeln gezwungen wird."

Quelle: Rheinische Post (ots)

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