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Betrügen oder nicht betrügen? Studie zeigt, welche Rolle moralische Faktoren beim Doping spielen

Archivmeldung vom 10.05.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.05.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Prof. Dr. Anne-Marie Elbe
Quelle: Universität Leipzig/Swen Reichhold (idw)
Prof. Dr. Anne-Marie Elbe Quelle: Universität Leipzig/Swen Reichhold (idw)

Sportler tendieren seltener dazu, verbotene Substanzen zur Leistungssteigerung einzunehmen, wenn sie nicht nur die gesundheitlichen Konsequenzen bedenken, sondern auch den moralischen Aspekt. Dies zeigt eine Studie der Universität Birmingham, an der auch die Sportpsychologin Prof. Dr. Anne-Marie Elbe von der Universität Leipzig mitgewirkt hat. Ihre Ergebnisse haben die Wissenschaftler jetzt im Fachmagazin "Psychology of Sport and Exercise" veröffentlicht.

In der Studie, durchgeführt in Großbritannien, Griechenland und Dänemark, wurden 1.500 Athleten zu hypothetischen Doping-Situationen befragt. Die Teilnehmer waren Fußballspieler direkt unterhalb des Profi-Levels. Als die Wissenschaftler sich die angegebenen persönlichen Gründe für mögliches Doping ansahen, fanden sie heraus, dass die Entscheidungen der Sportler offenbar davon abhingen, wie viel Schuld sie zu spüren erwarteten. Einige gingen zum Beispiel davon aus, dass Doping als akzeptabel gelte, weil andere Sportler es auch betreiben.

„Die Ergebnisse weisen darauf hin, wie stark moralische Faktoren beim Doping eine Rolle spielen“, sagt Prof. Dr. Anne-Marie Elbe. „Mit einem neuen Forschungsprojekt bei uns an der Universität Leipzig verfolgen wir das Ziel, Informationsmaterial zur Doping-Prävention zu entwickeln, dass im Bildungsbereich zum Beispiel an Sportschulen eingesetzt werden kann. Wir wollen die Fähigkeiten junger Athleten, Entscheidungen auf Basis ethischer Kriterien zu treffen, stärken – anstatt sie vor allem über die Nebenwirkungen von Dopingmitteln aufzuklären.“ Das Projekt wird für drei Jahre vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft gefördert.

Quelle: Universität Leipzig (idw)

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