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DFB-Pokal: Bayern duseln sich ins Viertelfinale

Archivmeldung vom 21.12.2011

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.12.2011 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Offizielles Logo des DFB-Pokals
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Der FC Bayern München hat sich am Dienstag in das Viertelfinale des DFB-Pokals geduselt und den Zweitligisten VfL Bochum mit 2:1 geschlagen. Die weiteren Ergebnisse: Fortuna Düsseldorf - Borussia Dortmund 4:5 i.E., 1. FC Nürnberg - Greuther Fürth 0:1 und 1899 Hoffenheim - FC Augsburg 2:1.

Der Gastgeber aus Bochum zeigte von Beginn an eine engagierte Leistung gegen den deutschen Rekordmeister, dessen Defensive insbesondere zu Beginn der Partie pomadig agierte. Die Nachlässigkeit der Bayern-Abwehr bestrafte in der 26. Minute Federico, der völlig frei vor dem Tor stehend einschieben kann. Die Bochumer versuchten in der Folge dem Star-Ensemble aus München mit kämpferischen Mitteln Paroli zu bieten, was ihnen insbesondere in der ersten Hälfte auch gelang. Völlig verdient führte der Außenseiter vor heimischen Publikum zur Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel drückte die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes auf den Ausgleichstreffer und wurde für ihre Bemühungen in der 52. Minute belohnt. Kroos und Gomez kombinieren vor dem Bochumer Kasten und spielen die Bochumer Abwehr schwindelig, ehe Kroos den Ball aus gut 15 Metern zum 1:1 versenken kann. In der Folge entwickelte sich eine hochinteressante Partie, in der die Bochumer Herz und Moral bewiesen und dem zuweilen drückend überlegenen Team aus München seine Grenzen aufzeigte. Immer wieder kamen die Bochumer überdies zu Konterspielzügen, von denen allerdings keiner erfolgreich war. Bereits in der Nachspielzeit gelingt den Münchenern schließlich das Siegtor: Bochum verliert den Ball im Aufbau und der überragende Ribery wird von Lahm auf die Reise geschickt. Der Franzose lässt sich nicht zweimal bitten und sieht Robben völlig frei im Strafraum stehen. Der Niederländer lässt sich die Chance nicht entgehen und netzt in der 91. Minute den Ball ein. Die Münchener stehen damit im Viertelfinale des DFB-Pokals.

Dortmund besiegt Düsseldorf im Elfmeterschießen

Der amtierende deutsche Meister Borussia Dortmund hat am Dienstagabend Fortuna Düsseldorf im Elfmeterschießen geschlagen und zieht somit in das Viertelfinale des DFB-Pokals ein. Die stark ersatzgeschwächten Gäste aus Dortmund fanden zu Beginn der Partie besser ins Spiel, während dem Team aus Düsseldorf der Respekt vor dem Gegner sichtlich anzumerken war. Erst nach zwanzig Minuten legten die Gastgeber diesen ab und beschäftigten die Borussia zusehends. Bereits in der 34. Minute wurde der Dortmunder Owomoyela des Feldes verwiesen, nachdem er zum zweiten Mal den entscheidenden Schritt zu spät kommt und statt des Balls den Gegner trifft. Der Schiedsrichter zeigte Owomoyela folgerichtig die Gelb-Rote Karte. Doch auch nach dem Platzverweis war der Favorit leicht feldüberlegen, zwingende Chancen waren jedoch Mangelware. Mit einem torlosen Remis ging es in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel bestimmte die Fortuna zusehends das Spielgeschehen, allerdings ohne zwingend gefährlich zu werden. Erst rund 15 Minuten nach dem Wiederanpfiff beruhigten die Borussen die Partie, welche in der Folge zusehends verflachte. Da nach 90 Minuten keiner Mannschaft ein Tor gelungen war, ging es in die Verlängerung. In dieser verlegten sich die in Unterzahl spielenden Dortmunder auf Konterspielzüge, während die Fortuna durchaus Drang zum Tor entwickelte. Mit zunehmender Spieldauer zeigten die Düsseldorfer jedoch konditionelle Schwächen, wodurch der amtierende Meister zurück in die Partie fand und den gegnerischen Torhüter ein ums andere Mal prüfte. Nach 120 Minuten pfiff der Schiedsrichter die Partie beim Stand von 0:0 ab und es ging in das Elfmeterschießen. In diesem anvancierte der Dortmunder Keeper Weidenfeller zum Mann des Abends, nachdem er den Elfmeter vom Düsseldorfer Bröker hielt. Die Dortmunder Schützen gaben sich ihrerseits keine Blöße und verwandelten ihre Elfmeter, wodurch Dortmund in das Viertelfinale des DFB-Pokals einzieht.

Am heutigen Mittwoch kommt es zu den Partien zwischen Hertha BSC Berlin und dem 1. FC Kaiserslautern, Holstein Kiel trifft auf den FSV Mainz, der VfB Stuttgart empfängt den Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach spielt gegen den FC Schalke 04.

Stimmen zum gestrigen DFB-Pokal bei Sky.

Jürgen Klopp (Trainer Borussia Dortmund)...

...über den Sieg gegen Düsseldorf: "Es war unglaublich. Wir haben vorher gesagt: Über die Einstellung der Mannschaft brauchen wir nicht reden. Das ist außergewöhnlich. Du kriegst so früh die rote Karte, alles läuft gegen dich und du kämpfst dir so einen zu recht. Das ist einfach unfassbar. Alle gehen auf dem Zahnfleisch - ich weiß nicht, was für Verhärtungen, Zerrungen wir alles haben und die Jungs haben alles rausgehauen. Dann beim Elfmeterschießen - ich weiß nicht, warum die Entscheidung getroffen wurde, aber das ist auch egal. Aber damit auch noch richtig umzugehen, ist verrückt. Das ist ein unglaublicher Abschluss für dieses Jahr.

...über seinen Platzverweis: "Das ist eine Situation, da ist klar kein Foul im Spiel, aber es wird gepfiffen. Ich sag nur: Das ist ja Wahnsinn - und zack war ich weg. Dann wollte ich auf die Tribüne, da kommt man aber nicht hoch. Dann habe ich ihn gefragt, wie man da hochkommt, aber er wollte nicht mehr mit mir reden. Aber das ist alles egal. Wir haben das Ding gezogen, weil diese Jungs unglaublich sind.

Mats Hummels (Borussia Dortmund)...

...über seine starke Leistung: "Ich glaube, das war heute wirklich in Ordnung. Ich habe ein gutes Gefühl gehabt auf dem Platz, das war auch einfach dringend notwendig, weil das heute ein harter Fight wurde. Da muss man als letzter verbliebener Innenverteidiger versuchen, ein Zeichen zu setzen. Ich glaube, dass das heute ganz gut gelungen ist gegen ein paar unangenehme Düsseldorfer Gegenspieler da vorne. Also der Bröker ist schon ne eckige Kante. Das war auf jeden Fall nicht einfach."

...zu den Düsseldorfer Provokationen: "Ich glaube, dass, nachdem man so ein Spiel gewonnen hat, nicht krass kritisieren. Es ist einfach zuviel Provokation. Man kann sich auch mal zusammenreißen auf dem Platz. Rösler stand bei den ersten 17 Entscheidungen gegen Düsseldorf beim Schiedsrichter und irgendwann ist auch mal genug. ...über Dortmunds Aussichten im Pokal: "Es wird eine harte Aufgabe. Es sind jetzt noch acht Teams im Wettbewerb. Ich denke, dass wir, Bayern und der Sieger von Gladbach gegen Schalke die Favoriten im Wettbewerb. Wir wollen dieses Jahr natürlich deutlich weiterkommen als 2008."

Michael Ratajczak (Fortuna Düsseldorf): "Man bereitet sich auf so ein Spiel vor und will natürlich jeden Ball fangen und auch kein Gegentor kassieren. Natürlich macht man sich am Ende ein paar Gedanken zum Elfmeterschießen, aber heute hat es leider nicht gereicht."

Andreas Lambertz (Fortuna Düsseldorf): "Das Spiel war richtig hart und richtig anstrengend. Das werden wir noch ein paar Tage in den Knochen haben."

Toni Kroos (FC Bayern)...

...über den Zittersieg gegen Bochum: "Am Ende ist mein Herz schon höher geschlagen. Aber Angst brauchen wir nicht haben. Natürlich wollten wir es souveräner gestalten, das ist keine Frage. Pokalabende sind immer etwas Eigenes, das Wetter hat auch mitgespielt. Ich denke, wir waren die bessere Mannschaft, nur wir haben es über große Teile des Spiels nicht in Chancen ummünzen können. Das haben wir nicht so gut gemacht. Aber ich denke, es kann sich keiner beschweren, dass es am Ende 2:1 für uns steht."

...über die Leistung der Bochumer: "Die haben es gut gemacht. Ich habe damit gerechnet, dass die ein bisschen eher müde werden, weil sie ja viel laufen mussten. Sie haben Moral bewiesen und sind viel gelaufen, aber am Ende hat es nicht ganz gereicht."

...über die Hinrunde des FC Bayern: "Wir sind in allen Wettbewerben hervorragend dabei und jetzt können wir in Ruhe Weihnachten feiern. Das hätte auch anders ausgehen können."

Arjen Robben (FC Bayern)...

...über die Leistung der Bayern: "Wir haben es uns selbst schwierig gemacht. Aber wir sind auch gefordert worden. Bochum kann stolz sein, sie haben alles gegeben, sie haben nach vorne gespielt und alles versucht. Sie haben ein klasse Spiel gemacht. ...über seinen Siegtreffer: "Ich habe den Ball kommen sehen von Franck (Ribery). Ich habe gewusst, dass Franck immer solche Bälle spielt, deswegen habe ich mich ein bisschen zurückfallen lassen. Dann muss man den Ball ruhig treffen, sonst fliegt er aus dem Stadion." ...über die Hinrundenbilanz: "Die Hinrunde war optimal und hätte fast nicht besser laufen können. Wir sind Herbstmeister, wir sind weiter im Pokal, wir sind Erster in der Champions League. Jetzt wollen wir noch mehr! Aber wir sind erst bei der Hälfte und nächstes halbes Jahr werden die Preise verteilt und dann müssen wir da sein."

Christoph Dabrowski (VFL Bochum)...

...über seinen Fehler vor dem 1:2 " Das darf einfach nicht passieren und das nehme ich auf meine Kappe. Das tut mir unheimlich Leid für die Mannschaft und es ist einfach schade. So brutal ist Fußball und wir haben uns eigentlich vorgenommen, diese Kleinigkeiten nicht zu machen. Leider ist es mir als erfahrener Spieler am Schluss passiert. Es tut mir unheimlich Leid für die Mannschaft, aber ich denke, wir haben hier ein packendes Spiel abgeliefert und können stolz auf unsere Leistung sein."

Giovanni Federico (VFL Bochum)...

...über den Gegentreffer in letzter Minute: "Wir dürfen in der 90. Minute nicht so einen Fehler machen und nicht so offen stehen, weil wir haben es über 90 Minuten richtig gut gemacht und haben wenig zugelassen. Deswegen ist es bitter, wenn wir in der 90. Minute den Gegentreffer kriegen.

....zur Leistung seiner Mannschaft: "Es war von uns eine mutige und couragierte Leistung. Wir haben versucht, Nadelstiche zu setzen, das haben wir ganz gut hinbekommen. Dass Bayern Weltklasse ist, haben wir am Ende gesehen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur / Sky

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