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Fußball: Lienen kritisiert Trainer für Verzicht auf Gewerkschaft

Archivmeldung vom 23.04.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.04.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
FC St. Pauli von 1910
FC St. Pauli von 1910

Ewald Lienen, der Coach des FC St. Pauli, kritisiert seine Trainerkollegen dafür, dass sie sich bisher nicht zu einer Trainergewerkschaft zusammengeschlossen haben: "Die Manager, die Schiedsrichter, sogar die Greenkeeper der Bundesligisten haben einen Sprecher! Nur wir Trainer sind anscheinend zu unsolidarisch und zu geizig, dass Geld auszugeben, das so eine Vertretung kosten würde", sagte er der Wochenzeitung "Die Zeit".

Der Fußballlehrer, der in der Bundesliga der 1980er-Jahre als politisch weit links stehender Spieler galt, sieht in seiner Vergangenheit einen Grund für seinen heutigen Einsatz beim FC St. Pauli. "Ich will nicht sagen, dass mein ganzer Lebensweg darauf ausgerichtet war, bei St. Pauli zu landen. Aber man könnte auf die Idee kommen. Ich kann mich mit dem Verein identifizieren, weil ich die Philosophie des Clubs zu hundert Prozent unterstütze."

Der Verein wehre sich gegen Homophobie, er bekenne sich zum Antifaschismus. "In einer Demokratie sollten das Selbstverständlichkeiten sein, aber das ist leider nicht so", sagte Lienen. "Mich irritiert, dass es außer dem FC St. Pauli so wenige Clubs gibt, die sich klar positionieren."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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