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Ex-Profi Reinartz: Grundsätzliches Interesse am Fußball wird sinken

Archivmeldung vom 28.12.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.12.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Bredehorn Jens / pixelio.de
Bild: Bredehorn Jens / pixelio.de

Der frühere Bundesligaprofi Stefan Reinartz geht davon aus, dass die Zuschauer sich in Zukunft noch weniger für das Fußballspiel an sich und stattdessen noch mehr für die Stars der Branche interessieren werden.

"Ich glaube, dass das grundsätzliche Interesse an der Sportart Fußball, daran, 90 Minuten Fußball im Stadion zu gucken, sinkt. Damit meine ich nicht, dass das Interesse generell abnimmt, es wird sich aber mehr personalisieren. Der Charakter von Fußballprofis als Social-Media-Stars, dieser Personenhype wird sich verfestigen. Die Tendenzen, dass im Mannschaftssport an Interesse gewinnt, wie ein einzelner Akteur dasteht, das wird massiv zunehmen", sagte der 29-Jährige der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Freitag). Auf der anderen Seite findet Reinartz, der für Leverkusen und Frankfurt 163 Bundesligaspiele bestritt und nach seinem Karriereende mit 27 über ein Start-up die Analysemethode "Packing" etabliert hat, dass die Profis über die Sozialen Netzwerke den Fans erfolgreich eine Pseudo-Vertrautheit vorgaukeln. "Man kann es schaffen, über die sozialen Medien den Eindruck zu erwecken, unheimlich viel preiszugeben, ohne auch nur irgendetwas preiszugeben. Das ist ja alles nur eine Scheinnähe. Wenn Spieler ein Foto von sich beim Mittagessen machen und posten, sind ja die Fans nur scheinbar ganz nah dran", sagte der dreifache Nationalspieler.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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