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FIS Skisprung Weltcup: Willingen hatte das Glück des Tüchtigen

Archivmeldung vom 05.02.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.02.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Karl Koch / ExtremNews
Bild: Karl Koch / ExtremNews

Der Ski-Club Willingen ist mit seinem Kult-Weltcup 2014 mit dem Glück des Tüchtigen belohnt worden. Am Ende der drei tollen Weltcup-Tage auf der Mühlenkopfschanze mit fast 40.000 Zuschauern von Freitag bis Sonntag waren sich nahezu alle Beobachter aus dem In- und Ausland einig: dies war sportlich wie organisatorisch der Höhepunkt im diesjährigen Winter, der bis dato nicht unter einem guten Stern gestanden hatte. In Willingen stimmte beim letzten Olympiatest für die weltbesten Skispringer endlich einmal alles, auch der Wind und das Wetter. Für ExtremNews war Karl Koch mit seinem Team vor Ort. Sie haben aus Willingen tolle Aufnahmen von der Veranstaltung mitgebracht, die am Ende des Beitrages in einer großen Fotostrecke zu sehen sind.

Wenige Tage vor Beginn der Veranstaltung sah es noch nicht einmal danach aus, dass diese stimmungslose Skiparty überhaupt hätte stattfinden können. Als alle renommierten Skiorte in Mitteleuropa das Handtuch werfen mussten, packte Willingen einmal mehr an, krempelte die Ärmel hoch und transportierte den fehlenden Schnee aus allen Richtungen an: die Lkw rollten aus Titisee-Neustadt, der Skihalle Neuss, dem Skidome in Bispingen und einer Fischeisfabrik in Bremerhaven an, ehe es dann im Waldecker Upland doch noch schneite und alles in Weiß hüllte.

Schanzenchef Wolfgang Schlüter und seine Mannen legten eine Schanze hin, die am Samstag einen der allerbesten Weltcups überhaupt ermöglichte und lob von TD Gabrijel Gros aus Slowenien einbrachte. Wer befürchtet hatte, dass Janne Ahonens 152 m ein Rekord für die Ewigkeit sein würden, sah sich getäuscht. Jurji Tepes aus Slowenien stellte diese Bestmarke ein und Polens Weltmeister Kamil Stoch holte sich mit seinem Doppelsieg die Führung im Gesamtweltcup zurück. Dass Deutschlands Vorspringer Severin Freund („Skispringen in Willingen ist immer famos“) an beiden Tagen als Zweiter auf das Treppchen sprang, machte die Topstimmung in Nordhessen schließlich perfekt. Und auch Andreas Wellinger zeigte, dass er an einem guten Tag ganz vorn dabei sein kann.

Der neue Kampfrichterturm und die neue Flutlichtanlage haben die Möglichkeiten in Willingen weiter verbessert, so dass die Weltcup-Zukunft auch durch neue Schanzenbauten und damit neue Konkurrenz langfristig gesichert scheint. „Wir kritisieren auf hohem Niveau“, meinte Weltcup-Direktor Walter Hofer, der “ am Willinger Format“ jetzt nur noch eines ändern möchte: „Wir sollten die Skispringer nicht verstecken, sondern ihr Springerlager hoch oben von der Schanze noch unten und damit näher an das Publikum zu bringen.“ Kritische Worte gab es von dem Österreicher nur am Schanzensprecher.

„Es war gut für das OK, seine vielen Helfer und das tolle Publikum, dass nach der Absage am Sonntag im vergangenen Jahr hier in Willingen diesmal wieder zwei Wettbewerbe stattfinden konnten. Es war toll hier zu springen“, erklärte Bundestrainer Werner Schuster und fährt mit erhobenem Haupt nach Sotschi. „Wir lassen uns nicht von Tagesevents leiten. Unser Ziel bleibt es , mit diesem jungen Team ein hohes Ziel zu erreichen und zwei Medaillen zu gewinnen, eine in der Mannschaft und eine im Einzel. Diesen Anspruch können wir geltend machen bei dem Aufwand den wir leisten.“ Die Schanzen in Sotschi, „besonders die kleine“, seien sehr gut, das Wetter soll gut werden und der Bundestrainer hofft, dass auch die Rahmenbedingungen und Sicherheitskontrollen es zulassen, dass sich seine Springer auf ihre Aufgaben konzentrieren können.

Weltcup-Splitter

Bevor am Ende die große Fotostrecke zu sehen ist, hier noch ein paar "Weltcup-Splitter" rund um die Veranstaltung in Willingen:

Rund drei Millionen Zuschauer erlebten bei einem Marktanteil von 16,6 Prozent das Willinger Skispringen am Samstag live in der ARD. 2,65 Millionen Zuschauer saßen im Schnitt bei der Übertragung aus dem Waldecker Upland vor dem Bildschirm. Auch Eurosport übertrug live, ebenso der ORD, das slowenische und das polnische Fernsehen.

Bereits zum zweiten Mal beim Weltcup-Skispringen auf der Mühlenkopfschanze als Ehrengast dabei war der Mexikaner Rodrigo Fernandez. Seit drei Jahren arbeitet Fernandez in Frankfurt als Kulturattache im Generalkonsulat der Vereinigten Staaten von Mexiko. Zum Skispringen in Willingen ist er durch seinen Freund Werner Breyer aus Hanau gekommen, der eine Zeit lang in Korbach gelebt hat. Schnee kennt der Mexikaner aus seiner Heimat nicht, aber beim Skifahren hat er sich schon versucht. Begeistern war Fernandez besonders „von der schönen Stimmung und der wahnsinnigen Geschwindigkeit, mit der die Skispringer durch die Luft fliegen.“ Gewohnt hat die mexikanische Delegation in Adorf. „Nächstes Jahr komme ich wieder zum Weltcup, und dann bringe ich die mexikanische Flagge mit an die Schanze“, versprach Rodrigo.

Bei den Fußballfans genießt er bis heute Kultstatus, auch beim FIS Skisprung Weltcup an der Mühlenkopfschanze war er als Sportpromi ein gern gesehener Gast. Norbert Dickel war mit seinem Willinger Freund Uwe Ziemann an der Schanze und genoss die tolle Weltcup-Atmosphäre. Der 52jährige frühere Vollblutstürmer ist ein bodenständiger Typ und mischt sich gern unter die Fans. Als Stadionsprecher des Bundesligisten BVB Borussia Dortmund ist Dickel im Ruhrpott eine lebende Legende und erreicht Tausende von Fußball-Fans über sein impulsives BVB-Internetradio. Gemeinsam mit Dirk Wilke vom Ski-Club Willingen (links) und Stadion-Spaßmacher Jürgen Bangert (rechts) gab es ein Erinnerungsfoto vom Weltcup 2014.

Beeindruckt von der internationalen Skisportveranstaltung war der neue Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV), Dr. Franz Steinle im Auslauf der größten Großschanze der Welt. „Was ihr Willinger hier immer wieder auf die Beine stellt ist ebenso beeindruckend wie einzigartig“, so Steinle im Gespräch mit Ski-Club-Präsident Jürgen Hensel und Weltcup-OK-Chef Jürgen Hensel. Auch Walter Vogel, Geschäftsführer der Marketing GmbH des Verbandes, machte ich in Willingen ein Bild vom Kult-Weltcup.

Zum Abschied von Skispringer Martin Schmitt gab es einige Überraschungen. So verteilte sein langjähriger Sponsor Milka Hunderte von originellen Mützen im Weltcup-Stadion mit der Aufschrift „Danke Martin“ sowie dem Ort und Datum des Karriereendes des Ausnahmesportlers als Erinnerung. Die Fans schenkten Martin eine selbst gebastelte Fotocollage mit vielen Bildern aus der Vergangenheit und dem Dankeschön-Schriftzug aus Schokolade. Schmitt war bei der offiziellen Verabschiedung durch den Deutschen Skiverband und den Ski-Club Willingen sowie Sponsor Milka sichtlich bewegt.

Beim Weltcup reichte es nur für hintere Platzierungen, dennoch war es ein besonderes Wochenende für den norwegischen Skispringer Joachim Hauer, der für den Verein Bekkelaget SK an den Start geht. Hauer feierte im Kreis seiner Mannschaftskollegen in Willingen seinen 23. Geburtstag und war sehr beeindruckt von der großen Kulisse mit über 15.000 Zuschauern. „Vor so vielen Fans bin ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesprungen, ein fantastisches Geburtstaggeschenk in Deutschland, das ich nie mehr vergessen werde.“

Kamil Stoch, Severin Freund und Jernej Damjan standen am Samstag bei der Siegerehrung in Willingen auf dem Podest. Alle drei wohnen im Kurhotel Hochsauerland 2010 mit ihren Mannschaften unter einem Dach. „Eine Premiere“, freute sich Hoteldirektor Volker Slowek, der den Podest-Springern einen würdigen Empfang gab und am Abend zur Talkshow mit Martin Schmitt und Eurosport-Legende Dirk Thiele eingeladen hatte. Seine Hausgäste erfuhren dabei viel Neues von Martin Schmitt, der auch in Zukunft bei allen Willinger Weltcups mit Begleitung auf Einladung des Hotels dort wohnen darf.

Quelle: Ski-Club Willingen

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