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„Like“ für Clinton-Hitler-Vergleich: Netz verteidigt deutschen Eishockey-Torwart

Archivmeldung vom 15.05.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.05.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Thomas Greiss
Thomas Greiss

Foto: Michael Miller
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Dem deutschen Eishockey-Torhüter Thomas Greiss haben mehrere Posts gefallen, die sich gegen Hillary Clinton richten. Nachdem ihn dutzende Medien an den Pranger stellten und ihm der Olympia-Ausschluss angedroht wurde, musste er sich entschuldigen. Nach Meinung vieler Netz-User erinnert das ganze an Gesinnungsterror. Dies berichtet die deutsche Ausgabe des russischen online Magazins "Sputnik".

Weiter heißt es im Beitrag auf der Webseite: "Alles begann damit, dass der Deutschlandfunk auf mehrere alte Instagram-Likes des Torwarts aufmerksam geworden ist. So hatten dem Sportler vor längerer Zeit Bilder gefallen, auf denen die Ex-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton beispielweise mit Adolf Hitler verglichen wurde.

Kurz nach der Veröffentlichung wurde Greiss der Olympia-Ausschluss angedroht, wonach der Sportler, welcher derzeit in der US-Profiliga NHL bei den New York Islanders spielt, sich wohl gezwungen sah, Reue zu zeigen.

„Ich entschuldige mich dafür, dass ich mit einigen Posts aus meiner Timeline interagiert habe. Diese Posts zu liken, war ein Fehler, und ich entschuldige mich noch einmal in aller Form“, zitiert die New Yorker Zeitung den Torhüter.

​In den sozialen Netzwerken stieß die ganze Geschichte jedoch auf Kritik.

Der deutscher Hockeyspieler und zweifache Olympiasieger Moritz Fürste schreibt in seinem Facebook-Account: „Natürlich sehe ich die Inhalte der Fotos, welche Thomas Greiss liked sehr kritisch und distanziere mich auch davon. Aber wenn Sportlern jetzt auch vorgeschrieben wird, was Ihnen zu „gefallen“ hat und was nicht, dann kann der Sport komplett einpacken.“

Man bräuchte auch „authentische“ Athleten, die sich „auch mal im Ton vergreifen, Fehler machen und dann bereit sind darüber zu sprechen“.

„Denn das ist es was uns in unserer Gesellschaft fehlt. Ein offener und kritischer Austausch über Themen, die uns vielleicht auch nicht so gefallen“, so Fürste.

Unter den meisten Twitter-Nachrichten deutscher Medien über Greiss hagelte es ebenfalls Kritik:

„Liebe BILD Sport, habt Ihr zu viel Zeit? Berichtet mal was interessantes anstatt Euch über das Privatleben anderer herzumachen! Schrecklich!! Ein Grund mehr von Euch nichts zu kaufen!“, schreibt der User Stephan-Wiesel unter einem Facebook-Posting der Zeitung.

Andere Menschen zeigen sich nach dem Debakel erschrocken. Ein User zog sogar Parallelen mit einer Antiutopie des berühmten Schriftstellers George Orwell.

Laut dem Sportredakteur Daniel Raecke bei Spiegel Online ist die Meinung von Trump-Fans von der Meinungsfreiheit jedoch durchaus gedeckt und auch Teil des europäischen Pluralismus.

​„Er hat eine extreme, aber legale politische Meinung geäußert. Dass er sein Herz unter ein Bild von Hitler setzte, heißt in der verqueren Logik der Clinton-Hasser nicht, dass Greiss Hitler gut findet. Es heißt, dass er Clinton so schlimm findet wie Hitler“, so Raecke in einem Kommentar bei Spiegel Online."

Quelle: Sputnik (Deutschland)

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