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1. Bundesliga: Dortmund an der Tabellenspitze

Archivmeldung vom 02.09.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.09.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
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Dortmund bleibt an der Tabellenspitze, und zwar jetzt auch mit Punktevorsprung: Am vierten Spieltag in der Fußball-Bundesliga siegten die Borussen bei Eintracht Frankfurt mit 2:1. Am vierten Spieltag in der Fußball-Bundesliga hat der VfB Stuttgart die Gäste von 1899 Hoffenheim regelrecht vorgeführt und mit 6:2 (3:1) gewonnen.

Mkhitaryan sorgte mit seinen beiden Treffern in der 10. und 56. Minute für die Tore, der zwischenzeitliche Ausgleich durch Frankfurts Kadlec in der 36. Minute reichte am Ende nicht aus, um den Dortmundern die drei Punkte streitig zu machen.

Damit ist der BVB nun die einzige Mannschaft, die in dieser Saison bislang alle vier Spiele gewonnen hat. Die Bayern folgen mit einem Unentschieden und zwei Punkten weniger als Dortmund auf Platz zwei, danach kommen mit jeweils drei Siegen und einer Niederlage Hannover, Leverkusen und Mainz. Die einzige Mannschaft ohne Punkte ist Eintracht Braunschweig auf dem letzten Tabellenplatz.

Stuttgart führt Hoffenheim vor

Am vierten Spieltag in der Fußball-Bundesliga hat der VfB Stuttgart die Gäste von 1899 Hoffenheim regelrecht vorgeführt und mit 6:2 (3:1) gewonnen. Nach drei Niederlagen in Folge glückte den Stuttgartern damit der Befreiungsschlag, Hoffenheim unterschätzte die Schwaben offensichtlich und wurde dafür eiskalt bestraft. Rüdiger legte in der 12. Minute vor, danach trafen dreimal Ibisevic (19., 47. und 63.) und zweimal Maxim (28. und 55. Minute). Für Hoffenheim trafen Volland (26.) und Roberto Firmino (87.). "Sowas hat man lange nicht gesehen", sangen die Fans im Stuttgarter Stadion.

Schalke mit erstem Saisonsieg

Befreiungsschlag für die "Königsblauen": Gegen Leverkusen hat Schalke am vierten Spieltag in der Fußball-Bundesliga mit 2:0 gewonnen und damit den ersten Sieg der Saison eingefahren. Die beiden Treffer am Samstagabend erzielten Höger (30.) und Farfan (83. Minute). Leverkusen war gut gestartet, hatte nach einer halben Stunde aber nachgelassen und danach die komplette Regie der Partie an Schalke abgegeben. Die Gastgeber spielten im Vergleich zu der schlechten Leistung der letzten Wochen wie ausgewechselt und gewannen verdient.

Die wichtigsten Stimmen zu der Fußball-Bundesliga bei Sky:

Jürgen Klopp (Trainer Borussia Dortmund)...

...über den 2:1-Sieg bei Eintracht Frankfurt: "Wir haben guten Fußball gespielt auf schwierigem Geläuf für alle Beteiligten. 80 Prozent der technischen Fehler waren dem Rasen geschuldet. Die Eintracht hatte damit auch Probleme. Das ist keine Ausrede, das sind Fakten. Wir müssen besser, länger und mehr Fußball spielen und idealerweise besser verteidigen. Wir haben echt viel zu tun. Wenn man 12 Punkte nach vier Spielen so leicht wären, hätten sie mehr."

...über Doppeltorschütze Henrikh Mkhitaryan: "Er ist vor dem Tor eine Waffe, er hat eine tolle Schusstechnik."

Roman Weidenfeller (Borussia Dortmund) nach dem Spiel: "Die Problematik war hier der Platz. Die Frankfurter haben sich extra was einfallen lassen für uns und den Platz nicht gewässert. Dadurch war der Platz sehr holprig, dadurch war der Ball sehr langsam - das kam natürlich den Frankfurtern zu Gute und wir hatten keinen runden Spielfluss."

Henrikh Mkhitaryan (Borussia Dortmund) nach dem Spiel: "Ich fühle mich total wohl in Dortmund, aber die vier Siege dürfen uns nicht täuschen. Wir müssen noch viel besser werden."

Armin Veh (Trainer Eintracht Frankfurt)...

...über das Spiel: "Wir hätten ein Unentschieden verdient gehabt. In der zweiten Halbzeit waren wir auf völlig Augenhöhe und hatten die besseren Chancen als Dortmund. Ich kann mir nichts davon kaufen, dass wir gut gespielt haben, aber keinen Punkt haben - das ärgert einen Trainer."

...über den Dortmunder Vorwurf, dass der Platz nicht gewässert worden wäre: "Blödsinn! Das kann ich mir nicht vorstellen, weil wir eine Mannschaft sind, die selber Fußball spielen will und dafür einen guten Platz brauchen. Ich weiß nicht, ob er [Weidenfeller] das im Tor so gemerkt hat, aber wenn er es meint, soll er es meinen."

...über den Saisonstart seines Teams: "Drei Punkte in vier Spielen ist wenig. Wir haben einen Fehler in der Vorbereitung gemacht, in der wir keinen richtig starken Gegner hatten. Wir sind nicht einmal gefordert worden. Gegen Hertha ging es dann in die Hose - diesen Schuh muss sich mir anziehen. Danach sind wir besser reingekommen. Es wird sicher eine schwere Saison für uns, aber nichtsdestotrotz werden wir nicht einmal jammern. Wir freuen uns, dass wir dabei sind. Jetzt haben wir zwei schwere Auswärtsspiele, aber wir haben eine ordentliche Mannschaft."

Thomas Schneider (Trainer VfB Stuttgart) nach dem 6:2-Sieg gegen 1899 Hoffenheim: "Es ist überragend, dass die Mannschaft nach dem Spiel am Donnerstag so eine Reaktion gezeigt hat. Das war so nicht zu erwarten. Ich bin rundum zufrieden. Wir sind als Einheit aufgetreten, haben gut und kompakt gegen den Ball gearbeitet und schnell nach vorne gespielt - das waren Elemente, die mir schon sehr gut gefallen haben. Wir haben noch Luft, auch was das Defensivverhalten anbelangt - da war das eine oder andere noch nicht so gut."

Vedad Ibisevic (VfB Stuttgart) nach seinem Dreierpack: "Das war eine überragende Reaktion heute. Es war in den letzten Wochen nicht einfach für uns. Umso wichtiger war es, dass wir gewonnen haben und dass wir so gewonnen haben. Es hat heute Spaß gemacht, mit den Jungs zu spielen. Nach den schwierigen Wochen hatten wir uns vorgenommen, Gas zu geben. Und das kam heute dabei raus."

Andreas Beck (1899 Hoffenheim) nach dem Spiel: Wir hatten uns ein ganz anderes Spiel vorgenommen. So wie wir in den ersten Minuten aufgetreten sind, war desolat. Beim ersten Gegentor haben wir geschlafen. Und dann ging es so weiter. Die Stuttgarter haben unsere Schwächen, die heute reichlich da waren, eiskalt ausgenutzt."

Koen Casteels (1899 Hoffenheim) nach dem Spiel: "Das war ein kompletter Off-Day der gesamten Mannschaft, ein ganz schlechter Tag für alle. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir auf einem guten weg sind. Dieses Spiel müssen schnell abhaken, daraus lernen und unseren positiven Weg weitergehen."

Horst Heldt (Sportvorstand Schalke 04)...

...nach dem Spiel: "Ich bin sehr glücklich: Wie die Mannschaft und das ganze Stadion zusammengehalten haben, war einzigartig. Die Mannschaft ist intakt, das hat sie auch immer gezeigt, als wir in Unterzahl waren. Heute sind wir belohnt worden. Wir waren sehr konzentriert, und alle haben intensiv nach hinten gearbeitet. Heute haben alle ihre Leistung gebracht."

...über die Debütanten Dennis Aogo und Kevin-Prince Boateng: "Dennis Aogo hat es auf der linken Seite sehr stark gemacht. Kevin-Prince Boateng ist ein Leader. Seine Ausstrahlung, seine Aktionen haben Hand und Fuß. Er zieht die Mannschaft mit."

Kevin-Prince Boateng (Schalke 04)...

...über sein Debüt: "Ich bin superglücklich, dass wir die drei Punkte hier behalten konnten. Die Leistung der Mannschaft war überragend. Wir standen hinten gut und nach vorne haben wir die Qualität, um das Spiel zu gewinnen. Ich bin super glücklich mit der Leistung der Mannschaft - und mit meiner eigenen Leistung auch. Natürlich fehlt noch ein bisschen die Abstimmung, nach nur einem Training ist das alles noch nicht so geschmeidig, aber das kommt noch."

...über seinen Wechsel und seinen Torjubel am vergangenen Mittwoch: "Wir waren schon etwas länger in Kontakt mit Schalke. Ich wollte noch einmal ein Abschiedsgeschenk für Milan machen, weil ich super drei Jahre dort hatte. Deswegen habe ich mir auf die Brust geklopft. Mein Herz hängt immer noch ein bisschen bei Milan, und das wird immer so sein."

Jens Keller (Trainer Schalke 04)...

...über den Sieg: "Ich bin wahnsinnig stolz auf die Mannschaft. Wir haben so auf die Ohren gekriegt, es hat immer geheißen Mentalitätsprobleme und sonstige Dinge. Wir haben letzten Samstag und am Dienstag mit zehn Mann gespielt. Wenn die Mannschaft dann heute eine solche Leistung abruft, läuferisch, kämpferisch taktisch, dann bin ich erst mal stolz. Die ganze Mannschaft hat heute alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben."

...über das Debüt von Kevin-Prince Boateng: "Das war schon sehr gut. Er hat sich gut bewegt, nicht nur mit dem Ball, er hat auch gegen den Ball sehr gut gearbeitet: Er hat Räume geschlossen. Deswegen haben wir ihn geholt. Auch Aogo hat heute ein Riesenspiel gemacht Ich denke, wir haben da zwei gute Griffe getan. Unser Lazarett wird sich auch noch lichten. Dann wird die Mannschaft wieder so stark sein, wie sie letztes Jahr. Er [Boateng] ist ein ganz ganz feiner Junge. Das Bild von ihm in der Öffentlichkeit ist ganz anders, als er wirklich ist. Er ist ein Junge, der sich gleich über die Mannschaft Gedanken macht. Er hat angekündigt, dass er sie mitreißen wird. Er ist ein sehr positiver Junge."

Sky Experte Lothar Matthäus...

...über Schalke-Debütant Kevin-Prince Boateng: "Boateng hat für mich nicht hervorragend gespielt, aber seine Präsenz ist wichtig für seine Mitspieler. Deswegen ist auch ein bisschen ein Zusammenhang zum Sieg. Ich habe die Weltmeisterschaft vor drei Jahren verfolgt - da war er der stärkste Spieler von Ghana, da war er derjenige, der den Unterschied gemacht hat. Ähnlich bei AC Milan, wo er in vielen Spielen entscheidende und wunderschöne Tore geschossen hat. Wenn er auf dem Platz die Leistung bringt und außerhalb alles etwas ruhiger macht, dann könnte er ein Gesicht der Bundesliga werden. Wenn man sieht, was Schalke für Spieler geholt hat, Raul von Real Madrid, Boateng von AC Milan - dann ist Schalke eine Hausnummer."

...über Schalke-Stürmer Adam Szalai: "Szalai ist einer, der arbeitet als Nummer neun. Wenn er öfter spielt, dann ist er nicht nur ein Ersatz für Huntelaar, sondern dann ist er meiner Meinung nach für die Mannschaft sogar wertvoller. Er ist ein Torjäger, er arbeitet für die Mannschaft."

...über die Leistung von Bayer 04 Leverkusen: "Die Mannschaft hat heute nicht das Tempo gespielt, das sie spielen kann. Teilweise ist der Ball über zu viele Stationen gelaufen. Leverkusen hatte heute fast keine Chancen. Das ist man von dieser Mannschaft nicht gewohnt."

Rudi Völler (Sportdirektor Bayer 04 Leverkusen) über das Spiel: "Wir haben verdient verloren. Wir haben in der ersten halben Stunde gegen einen angeschlagenen Gegner viel zu pomadig gespielt. Wir waren heute nicht zielstrebig genug, der Drive hat gefehlt. Wir konnten die Verunsicherung, die bei den Schalkern anfangs da war, nicht ausnutzen."

Wolfgang Holzhäuser...

...über seinen Abschied aus Leverkusen: "Ich versuche im Moment etwas Abstand zu gewinnen von dem, was Mannschaft heißt, was Sport heißt, was das alles betrifft. Es fällt mir etwas schwer, mir vorzustellen, eines Tages nicht mehr bei der Mannschaft zu sein, nicht in den Katakomben rumzulaufen und nicht mit den Spielern zu sprechen, nicht mit dem Trainer zu sprechen. Nur im Vip-Raum rumzulaufen ist nicht meine Welt. Ich höre nur operativ auf und wechsle in den Aufsichtsrat. Die operative Tätigkeit zehrt an einem. Ich habe festgestellt, dass mir dieses Fertigwerden mit dem Druck immer schwerer gefallen ist. Die letzten zwei, drei Jahre nach dem Spiel nicht schlafen zu können - da denkt man dann morgens schon nach: Ist das alles noch richtig? Da muss man sich darüber im Klaren sein, dass der Zeitpunkt kommt, an dem man an sich selbst denken sollte. Deswegen habe ich vor zwei Jahren gesagt: Ich brauche den richtigen Zeitpunkt. Mit Platz drei in der alten Spielzeit meine ich, dass das der richtige Zeitpunkt war. Platz drei war für mich wie eine deutsche Meisterschaft. Insofern fällt es schon schwer, den Schlussstrich zu ziehen, nachdem wir so erfolgreich gespielt haben."

...über seine Darmkrebs-Erkrankung: "Unser Internist hat mir im Laufe der Jahre immer erzählt, man möchte sich untersuchen lassen. Meine Assistentin hat mir dann, ohne mich zu fragen, einen Termin gemacht. Ich bin dann zur Darmuntersuchung hin und lag abends auf der Intensivstation. So betrachtet hat sie mir mein Leben gerettet."

...über die Entwicklung des Fußballs: "Ich habe ein bisschen Bedenken, dass der Fußball mit seiner Kommerzialisierung inzwischen etwas ausufert, dass Interessensgemeinschaften rund um den Fußball versuchen, den Fußball in den Griff zu bekommen. Ich meine damit konkret Beratungs- und Investmentagenturen. Ich hoffe sehr, dass die Verbände, die Fifa und Uefa, aber auch der DFB, das in die Hand nehmen, ehe sie eines Tages überhaupt nicht mehr die Möglichkeit haben, das in die Hand zu kriegen."

...über Dortmund-Star Henrikh Mkhitaryan: "Er ist uns angeboten worden, aber die aufgerufenen Summen waren utopisch für uns. Andere Vereine können es sich leisten, wir nicht."

Sky Experte Lothar Matthäus...

...über Tabellenführer Borussia Dortmund: "Die Tabelle hat schon eine gewisse Aussagekraft, denn Dortmund hat im Vorjahr in der Bundesliga von Anfang an einige Punkte liegen lassen. Daraus haben sie gelernt. Sie wollen den Bayern nicht wieder hinterherlaufen. Aber Bayern wird sie jagen."

...über den Supercup-Sieg des FC Bayern und Trainer Pep Guardiola: "Psychologisch ein sehr wichtiger Erfolg für alle Beteiligten: den Trainer, die Mannschaft, den Verein. Eine zweite Niederlage nach dem Supercup gegen Borussia Dortmund - dann hätte es gekriselt, wir kennen den Medienwald. Die Revanche gegen Chelsea war für den FC Bayern eine Genugtuung, vor allem mit dem gleichen Verlauf wie im Champions-League-Finale vor eineinhalb Jahren."

Quelle: dts Nachrichtenagentur / Sky

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