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Rummenigge: „Video-Assistent muss entscheiden – nicht der Schiedsrichter“

Archivmeldung vom 12.06.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.06.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Karl-Heinz Rummenigge (2015)
Karl-Heinz Rummenigge (2015)

Foto: Foto: Michael Lucan, Lizenz: CC-BY-SA 3.0 de
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge fordert mehr Macht für die Video-Assistenten in der Bundesliga. „Ich war immer für den Videobeweis, aber wenn man sich ansieht, wie es zuletzt in der Praxis ablief, muss man das ganze Prozedere ein Stück praktikabler machen“, sagte Rummenigge der SPORT BILD (Mittwoch-Ausgabe): „Wir machen es uns in der Bundesliga zu schwer, indem wir dem Schiedsrichter auf dem Platz die finale Entscheidung überlassen. Dadurch kommt es mitunter zu Spielunterbrechungen von zwei, drei Minuten. So, wie es derzeit gehandhabt wird, ist der Videobeweis ein Stimmungskiller. Wir haben in Deutschland keine Fußball-Kultur wie im American Football in den USA, wo die Fans während einer Spielunterbrechung zum Hot-Dog-Stand gehen.“

Was Rummenigge vor allem stört: Wenn der Schiedsrichter bei Abseits oder Handspiel zur „Review Area“ an der Seitenlinie läuft, um sich die strittige Szene selbst anzugucken. „Man kann das Zusammenspiel zwischen Schiedsrichter und Video-Assistent vereinfachen. Wenn der Video-Assistent im Video-Keller sagt ‚Abseits‘, dann ist es Abseits. Dann muss der Schiedsrichter das doch nicht noch mal selbst überprüfen, das ist überflüssig.“

Rummenigges Verbesserungsvorschlag: „Meiner Meinung nach muss der Video-Assistent in solchen Fällen final entscheiden. Er sitzt im Raum in Köln vor dem großen Monitor, kann die kalibrierten Linien beim Abseits ziehen und sich bei Handspiel die Szene zwei-, dreimal in Slow Motion angucken. Es muss einfach mehr Speed in die ganze Sache. Sonst leidet die Emotion des Fußballs.“

Quelle: SPORT BILD

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